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„Non Public Spaces“ beschäftigt sich mit nicht-öffentlichen Räumen, die für die StaatsbürgerInnen in der Regel nicht zugänglich sind. Die ausgewählten Orte haben eine besondere politische, wirtschaftliche oder soziale Bedeutung.

Vorerst scheinen diese Räume irrelevant für unser Leben, doch bei genauerer Betrachtung wird die Verbindung zu unserem Alltag bewusst. Diese Räume sind integrativer Bestandteil der Ordnungsmacht des Staates und des Lebens der Bevölkerung. Das Kartografisieren der Orte spannt sich von der gerichtsmedizinischen Leichenhalle, über Archive zur Konstituierung staatlicher Identität, von zentralen Computerräumen zur Erfassung und Verarbeitung bevölkerungsspezifischer Daten, polizeilichen Waffenlagern zur Sicherung der Exekution staatlicher Macht, Tresorräumen zur Lagerung staatlichen Vermögens, Kunstspeichern als Zeichen kultureller Repräsentation, wissenschaftlichen Labors zur Festlegung und Kontrolle elementarer physikalischer Größen, bis hin zu den Nachrichtenstudios als Schnittstelle zur breiten Öffentlichkeit und anderen signifikanten Orten im staatlichen und globalen Kontext.

„Non Public Spaces“ handelt von der Konfrontation des Individuums mit Machtapparaten und dessen Institutionen. Durch diverse Strategiefindungen und aufwändige bürokratische Genehmigungsverfahren versucht Ernst Logar an diese Orte zu gelangen, sie im Bild festzuhalten und den Prozess mittels unterschiedlicher Medien zu dokumentieren. Es handelt sich hier um Räume, die Schnittstellen zur Öffentlichkeit darstellen und von denen die meisten BürgerInnen ausgeschlossen bleiben.

Im Kunstraum Lakeside wird eine Ausstellungssituation geschaffen, die einerseits den aktuellen Arbeitsprozess des Eindringens in die Medienräume Londons sowie Fotos und Dokumente der bisherigen Auseinandersetzung mit nichtöffentlichen Orten in Wien, Paris und New York zeigt.

Ernst Logar, geboren 1965 in Klagenfurt, Studium an der Universität für angewandte Kunst bei Brigitte Kowanz, Arbeitsaufenthalt im Delfina Studio Trust London, lebt in Wien.

www.logar.co.at

Pressetext

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Ernst Logar: Non Public Spaces