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Projekt Migration "Roadmap to Europe"


01.10.05-15.01.06

Kölnischer Kunstverein
Die Brücke
Hahnenstr. 6
50667 Köln
Deutschland
fon +49(0)221-21 70 21
homepage


Projekt Migration
Roadmap to Europe

Künstler: Vito Acconci, Advanced Chemistry , An Architektur , Aysun Bademsoy, Joseph Beuys, David Blandy, Madeleine Bernstorff / Elke aus dem Moore, Pavel Braila, Brothers Keepers, Vlassis Caniaris, Gustav Deutsch, Lukas Duwenhögger, Ayse Erkmen, Harun Farocki, Jeanne Faust / Jörn Zehe, Hans-Peter Feldmann, FFM Berlin , Doris Frohnapfel, Jose Giribas, Morgan O´Hara, Farida Heuck / Birgit zur Nieden, Candida Höfer, F.W. Holubovski, Cerin Hong, Gernot Huber, Hannah Hurtzig, Alfons Kampert, Kanak Attak , Gülsün Karamustafa, Selahattin Kaya, kein mensch ist illegal , Ernst Kirschner, Bernd Kniess, Alfred Koch, Brigitte Kraemer, Kemal Kurt, Brigitta Kuster, Labor k3000 , Thomas Locher, Mabouna II Moise Merlin, The Agency  (Kobe Matthys), Angela Melitopoulos, Jean Mohr, Christian Phillip Müller, Tazro Niscino, Non Stop No Stops  (Pit / Ladengold / Warchold / Letic), Marcel Odenbach, Morgan O´Hara, Henrik Olesen, Boris Ondreicka, Anny & Sibel Öztürk, Erik-Jan Ouwerkerk, Adrian Paci, Krsto Papic, Dan Perjovschi, Susan Philipsz, Ayse Polat, Lisl Ponger, Dont Rhine (Ultra-red ), de Rijke / de Rooij, Julika Rudelius, Saisonstadt (Albers / Hieslmair / Sagadin / Michael Zinganel), Anri Sala, Bülent Sangar, Christoph Schäfer, Alfred Schmidt, Anne-Marie Schneider, Ene-Liis Semper, Ann Sofi Sidén, Nika Span, Wolfgang Staiger, Mladen Stilinovic, Andrijana Stojkovic, Marily Stroux , Heinrich Stuckert, Erika Sulze-Kleimeier, Wolfgang Tillmans, TRANSIT MIGRATION , Rosemarie Trockel, Guenay Ulutuncok, Manfred Vollmer, Hans-Joachim Weber, Clemens von Wedemeyer, Jun Yang, Tobias Zielony, Zelimir Zilnik ...

01.10.05 - 15.01.06 Ausstellung: Projekt Migration
13.10.05 - 11.12.05 Filmfestival: Projekt Migration
10.11.05 - 13.11.05 Symposium: transnational europe
01.10.05 - 15.01.06 Begleitprogramm: Projekt Migration


Pressetext:

Thema
Ohne Migration würde es Deutschland und Europa in seiner historischen und derzeitigen Form nicht geben. Denn nicht erst seit dem 19. Jahrhundert zogen Menschen aus unterschiedlichen Regionen in die wachsenden Städte und Industrieregionen. Arbeits- und PendelmigrantInnen kamen schon nach Deutschland, als es diesen Nationalstaat noch gar nicht gab. Migrationsprozesse sind Teil der europäischen Erfahrung. Wie sehr Migration auf unsere Gesellschaften Einfluss genommen hat, ist aber kaum im öffentlichen Bewusstsein verankert. Durch die in der BRD der Nachkriegsära forcierte Politik der Arbeitskräfteanwerbung und durch die Vertragsarbeitsregelungen der DDR leben in Deutschland über 5 Millionen Menschen mit komplexen Migrationserfahrungen. Diese Entwicklungen sowie der Fall der Mauer haben neue Bewegungs- und Aufenthaltsmuster hervorgerufen, die globale Dimensionen annehmen und neue Perspektiven eröffnen.

Projekt:
Das „Projekt Migration“, das im Jahre 2002 von der Kulturstiftung des Bundes initiiert wurde, hat sich zum Ziel gesetzt, die durch Migrationsbewegungen ausgelösten gesellschaftlichen Veränderungen darzustellen.
Das „Projekt Migration“ ist als mehrstufiger und mehrjähriger Prozess konzipiert und initiiert nicht nur neue Forschungsansätze und künstlerische Projekte, sondern ermöglicht auch durch verschiedene Vermittlungsangebote eine breite und vertiefende Wahrnehmung.

Über 120 Veranstaltungen, darunter projektinterne und öffentliche Workshops, Film- und Vortragsreihen, mediale und performative Projekte sowie Ausstellungen, Theateraufführungen und Medienkooperationen, wissenschaftliche Forschungsvorhaben mit Film- und Kunstprojekten und ein internationales, wissenschaftliches Symposium wurden im Rahmen des Projektes bisher realisiert. Diese Aktivitäten, die sich auf vielfältige Weise mit der Darstellung und Sichtbarmachung von Migration auseinandersetzten, fanden im Kölnischen Kunstverein statt, aber auch in Frankfurt am Main, Berlin, Belgrad und Istanbul, auf Kreta und an anderen europäischen Orten.

Im Herbst 2005 werden die Ergebnisse aus zweieinhalb Jahren Forschungs-, Vernetzungs- und Entwicklungsarbeit in einer groß angelegten, transdisziplinären Ausstellung zu sehen sein.
Die Ausstellung wird sowohl im Kölnischen Kunstverein, als auch an verschiedenen Orten im Zentrum Kölns gezeigt.

Die Projektpartner stellen sich dabei die Aufgabe, ein neuartiges Format zu entwickeln, das weder eine rein themenbezogene Kunstausstellung, noch eine ausschließlich sozial- und kulturgeschichtliche Dokumentationsausstellung sein wird.
Vielmehr geht es um eine Verbindung von dem sozialwissenschaftlich, dokumentarisch und künstlerisch erarbeiteten Wissen und den verschiedenen Darstellungsformen.