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Passion des Sammelns


01.05.05-02.10.05

HALLE 14 Leipzig
Leipziger Baumwollspinnerei
Spinnereistr. 7
04179 Leipzig
Deutschland
office@halle14.org
homepage


Passion des Sammelns
Sammlung Reinking, Sammlung Federkiel

mit Nevin Aladag, Nir Alon, John von Bergen, Benjamin Bergmann, Rolf Bergmeier, Matthias Berthold, Ulla von Brandenburg, Baldur Burwitz, Mirko Reisser (DAIM) , Anna Degenkolb, Madeleine Dietz, Johannes Esper, Tom Früchtl, Till Gerhard, Till F. E. Haupt, Jan Holtmann, Christoph Hässler, Kaeseberg , Wulf Kirschner, Henning Kles, Toshiya Kobayashi, Vollrad Kutscher, Daniel  Man, Bjørn Melhus, Mathieu Mercier, Jill Miller, Wilhelm Mundt, Olaf Nicolai, Markus Paetz, Stefan Panhans, Gerit Peters, Pius Portmann, Alexander Raymond, Michael Schmeichel, Jan Smejkal, Rainer Splitt, Dimitris Tzamouranis, Sonja Vordermaier, Anna Vuorenmaa, Johannes Wald, Heiko Zahlmann, Sebastian Zarius ...


Die Ausstellung Passion des Sammelns vereint zwei junge Kunstsammlungen zu einem temporären Sammlermuseum. Sie soll eine Diskussion über den Stellenwert von privaten Kunstsammlungen in unserer Kultur, die sozialen Hintergründe sammlerischen Agierens und den oft sehr persönlichen, auch produktiven Austausch zwischen Künstler und Sammler ankurbeln. Im Zentrum der Präsentation steht die lebendige Vielfalt der Kunst der Gegenwart mit vorwiegend jungen künstlerischen Positionen. Die passionierte, persönliche Zuneigung zum Sammelobjekt und vor allem zum Künstler, sowie der Anspruch, etwas für ihn zu tun, zu vermitteln, kommen unter anderem als Motive des Sammelns zur Sprache.

Denn dass hinter dem finanziellen Engagement des Sammlers oft auch nichtmonetäre Qualitäten stecken, ist nicht allzu bekannt: Sammler sind oft Förderer oder gar Erzeuger flüchtiger Güter menschlichen Geistes - wie der Inspiration. Als Partner und manchmal Seelenverwandte aus dem Off des Kunstmarktes bieten sie "ihren" Künstlern nicht selten eine erste Hilfe, Beratung oder gar Betreuung, bevor der Händler, Kritiker oder Kurator auf der Bildfläche erscheint. Sie sorgen für Solidarität unter den Künstlern oder fangen sie auf, wenn ihnen im Kunstzirkus ein Bein gestellt wurde. Nicht zuletzt thematisiert die Ausstellung also die gesellschaftliche Relevanz des Sammelns und seinen Einfluss auf die Bestimmung kollektiver Wertehorizonte.

In der Sammlung Reinking gehen klassische Positionen der Gegenwartskunst wie Björn Melhus, Jan Smejkal und Rainer Splitt einen Dialog mit jungen Künstlern wie Till Gerhard, Henning Kles oder Stefan Panhans ein. Rik Reinkings Sammlerleidenschaft orientiert sich an der Kunstproduktion seiner Generation. So macht es denn auch die Gegenwärtigkeit dieser Sammlung aus, dass sie auf einen Werkbegriff rekurriert, der das Werk als Handlungsraum erklärt. Selbstredend, dass es dabei um Begegnungen mit Künstlern geht und um Erlebnisse, in denen der Sammler dem Widerhall in der Kunst nachspüren kann.

Die Sammlung Federkiel schöpft aus ähnlichen Motiven, der Kunstwert ihrer Werke definiert sich ebenso kaum über traditionelle Regeln. Die Sammlerleidenschaft ihres Protagonisten Karsten Schmitz äußert sich eher leise und bescheiden, immer aber spontan und assoziativ umherschweifend. Seit Mitte der 1990er Jahre wächst eine Sammlung, in der mittlerweile über fünfzig Künstlerpositionen vertreten sind. NevinAladag, Benjamin Bergmann, Anna Degenkolb, Kaeseberg, Vollrad Kutscher und Olaf Nicolai gehören zu den von Schmitz forcierten Künstlern.

Pressetext