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Wo warst du! All Ambra
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Tiroler Künstlerschaft Kunstpavillon Rennweg 8a A-6020 Innsbruck Österreich fon 0043 / 512 - 581133 pavillon@kuenstlerschaft.at
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Stadtturmgalerie Herzog-Friedrich-Str. 21 A-6020 Innsbruck Österreich Tel. 0043/(0)512/57 81 54 stadtturm@kuenstlerschaft.at
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| Wo warst du! All Ambra
Kuratorin: Bärbel Vischer
Ort: Kunstpavillon, Innsbruck
mit Abel Auer, Dorota Jurczak, Armin Krämer, Michael Conrads, Robert Elfgen, Hella Gerlach, Norbert Gmeindl, Franz Huemer, Volker Hüller, Małgorzata Neubart, Miriam Tölke
Die Reise führt in die Kunst- und Wunderkammer, die durch Bündelung von Sichtweisen eine einzigartige Verdichtung der Welt entstehen lässt, und ihrem Wesen nach die Antithese zur makroskopischen Projektion bildet. Die Kammer ist ein Laboratorium, in dem alchimistische Prozesse stattfinden, die durch fokale Konzentration tatsächlich die Umwandlung der Materie bewirken. Hier wird eine Allschau von Dingen außergewöhnlicher Diversität geboten - aus allen Erdteilen und den Bereichen Natur, Kunst, Technik, Philosophie, Magie. Das privilegierte Auge wählt frei im Spektrum des Gesamtbildes, der strukturierten und gleichzeitig zufälligen Anordnung, übt sich, den Ausschnitt variierend und laufend refokussierend, quasi in mikroskopischer Betrachtung. Durch die wundersame Nachbarschaft von Dingen entstehen flexible, sich erneuernde Bedeutungsfelder und Konstellationen. Die Sammlung befindet sich in einem permanenten Prozess der Erweiterung, analog zur Erschließung der Welt. Inhalte und Präsentation spiegeln einen universellen Anspruch wieder, der nicht eingelöst werden kann. In der ‚Wunderkammer’ Cerebrum laufen assoziative Denkvorgänge ab, die in der Ressource des Eigenen schöpfen, das gleichfalls auf ein kollektives Ganzes bezogen ist.
Inspirationaler Gegenstand der Ausstellung, die in Zuge eines gruppendynamischen Prozesses entsteht, der vor Ort abgeschlossen wird, ist die manieristische Kunst- und Wunderkammer von Schloss Ambras bei Innsbruck, die von Erzherzog Ferdinand II. von Tirol (1529-95) aufgebaut wurde. Der ab 1573 errichtete Gebäudekomplex, heute zum Wiener Kunsthistorischen Museum gehörig, wurde zum ersten Mal in der nachantiken Architekturgeschichte bereits für die Aufnahme einer Sammlung geplant. Im Kunstpavillon entsteht eine temporäre Gesamtinstallation, eine Kammer von Abel Auer, Dorota Jurczak und Armin Krämer, in die weitere künstlerische Beiträge von Michael Conrads, Robert Elfgen, Hella Gerlach, Norbert Gmeindl, Volker Hüller, Franz Huemer, Malgorzata Neubart und Miriam Tölke integriert werden.
Bärbel Vischer, Juli 2006
Pressetext
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