highlights specials idee kontakt impressum info

schnellsuche
terminsuche
termine
nächste 30 tage
biennalen
festivals
messen
künstler / kuratoren
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
kunststätten
alle länder
deutschland
Österreich
schweiz
akademien
biennalen
festivals
galerien
institutionen
kunstvereine
messen
museen+hallen
projekte
google


© kunstaspekte
internationale kunstinformationen

termine-archiv

Künstlerinnen der Avantgarde II


03.09.06-12.11.06

Kunsthalle Hamburg
Hamburger Kunsthalle
Glockengiesserwall
20095 Hamburg
Deutschland
fon +49 40 428 131 200
info@hamburger-kunsthalle.de
homepage


Künstlerinnen der Avantgarde (II)
in Hamburg 1890 bis 1933

mit Dorothea Maetzel-Johannsen, Elsa Haensgen-Dingkuhn, Hella Jacobs, Elfriede Lohse-Wächtler, Ursula Wolff-Schneider ...


Kunst wird von Männern gemacht – so das lange Zeit gängige Vorurteil. Auch zu Zeiten der Avantgarde hatten es Frauen schwer, mit ihren künstlerischen Werken im Kunstbetrieb und in den Museen ernst genommen zu werden und sich durchzusetzen. Hamburg und die Hamburger Kunsthalle bildeten da keine Ausnahme. Dass die neuere Kunstgeschichte Hamburgs jedoch entscheidend von Frauen mitgeprägt wurde, soll in zwei einander folgenden Ausstellungen erstmals umfassend gezeigt werden. Zu sehen sind Werke von Künstlerinnen, die seit Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Zeit des Nationalsozialismus mit ihrer Kunst eigenständige Positionen bezogen haben, oftmals entgegen gesellschaftlichen Konventionen.

Teil II

Wie kaum ein anderer Künstler in Hamburg vertrat Dorothea Maetzel-Johannsen (1886-1930) in ihrer Malerei und Druckgraphik eine stark vom Expressionismus geprägte, vollkommen eigenständige Formensprache.

Elsa Haensgen-Dingkuhn (1898-1991) stellte in einem sehr persönlichen malerischen Stil, angesiedelt zwischen Paula Modersohn-Becker und der Neuen Sachlichkeit, die Darstellung von Kindern in das Zentrum ihrer Kunst.

Das Werk von Hella Jacobs (1905-1974) ist heute fast vergessen. Um 1930 entstanden Kompositionen, die an der Neuen Sachlichkeit orientiert, einen eigenwilligen künstlerischen Beitrag dokumentieren.

Die Zeichnerin Elfriede Lohse-Wächtler (1899-1940) führte bereits früh das Leben eines Bohemien. Ihre Motive fand sie in den Kneipen und Bordellen, aber auch in der Psychiatrischen Anstalt, in die sie 1929 zeitweilig eingewiesen worden war. Von der eigenen Familie später erneut eingewiesen, wurde sie im Zuge der Euthanasie ermordet.

Die gebürtige Berlinerin Ursula Wolff-Schneider (1906-1977) konnte seit 1929 ihre Photoreportagen im „Hamburger Fremdenblatt“ und in der „Hamburger Illustrierten“ veröffentlichen. Ihre Aufnahmen, die ganz in der Neuen Sachlichkeit konzipiert waren, prägten einen vollkommen neuartigen Stil der Reportagephotographie. 1937 musste Ursula Wolff als Jüdin in die USA emigrieren.

Wegen des umfangreichen Materials gliedert sich das Projekt in zwei aufeinander folgende Teile, die jeweils mit einer Publikation begleitet werden.

Pressetext