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wir sind wieder wer


14.04.07-06.05.07

Kunstverein Harburger Bahnhof
Hannoversche Straße 85 / Im Fernbahnhof über Gleis 3/4
21079 Hamburg
Deutschland
fon 040-76753895
info@kunstvereinharburgerbahnhof.de
homepage


ausser der Reihe:
wir sind wieder wer
Eine Ausstellung auf Einladung und in einer Architektur von Tatjana Sarah Greiner

mit Ulla von Brandenburg, Niina Braun, Michael Conrads, Carola Deye, Tatiana Echeverri Fernandez, Julia Horstmann, Stefan Panhans, Mirka Raito, Ingrid Scherr, Linn Schröder, Kerstin Stoll, Mette Thiessen, Mark Wehrmann, Anke Wenzel, Janina Wick, Kathrin Wolf


Pressetext:

Eröffnung: Samstag, 14. April 2007, 18 Uhr
Konzert Mark Wehrmann / Alex de Large: 20 Uhr

Filmprogramm »Magnetic Ladyland«:
28. April 2007, 20.30 Uhr
Videokunst und Weiblichkeit, Werke aus der Sammlung des Neuen Berliner Kunstvereins, präsentiert von Katja Albers

In der von Tatjana Sarah Greiner entwickelten Ausstellungsarchitektur dreht sich alles um die veräußerbaren Werke. Malerei, Skulpturen, Collagen und Fotografie in unterschiedlichen Formaten werden in einem Labyrinth aus Messestellwänden gehängt sein. Diese Stellwände finden normalerweise immer dort ihre Anwendung, wo nicht ausreichend Wandfläche vorhanden ist und es darauf ankommt, temporär einen Raum zu bilden. Gemeinhin gilt die Ausstellungssituation an Stellwänden für den oder die Künstlerin als die »allerunterste Kategorie ignoranter und demütigender Kunstinstrumentalisierung«, negiert sie doch jede Genauigkeit für einen Betrachtungskontext des unter diesem Vorsatz entwickelten Werkes und kann damit zu Recht als Respektlosigkeit verstanden werden. Die Messewände sind in dieser Ausstellung jedoch weit mehr als nur mobile Wandfläche. Sie werden den Raum des Kunstvereins in eine Art Labyrinth verwandeln und werden somit zu einer Übertreibung, einer Verausgabung der eigentlich auf Bescheidenheit und Funktionalität zielenden Materialität des Mediums.

»Wir sind wieder wer« zielt in ihrer Besetzung dabei weder auf eine Repräsentanz für eine potentielle Verwertbarkeit eines Kunstmarktes, noch auf eine formelle Verbindlichkeit der teilnehmenden Künstlerinnen untereinander. Tatsächlich teilen die Künstlerinnen nicht mehr, als den sozialen Hintergrund einer Freundschaft zu der einladenden Tatjana Sarah Greiner – ein mehr oder weniger »sich nahe stehen«, was durchaus auch mal in der künstlerischen Formsprache untereinander seinen Ausdruck finden kann. »Wir sind wieder wer« als Aussage und als Architektur ist ausdrücklich und vor allem eine ironische Aneignung der Bedingungen des Kunstbetriebs. In dieser Ausstellung stellen sich im Einzelnen 15 interessante künstlerische Positionen und im Ganzen ein Bild für einen Protest jeder Ignoranz dem künstlerischen Werk und seinen Autoren gegenüber, mit dem Wunsch das Soziale – die gemeinsame Verbindung als eigentliche Stärke zu behaupten.

Videorundgang durch die Ausstellung mit Tatjana Sarah Greiner unter
http://www.netsamurai.de/kunstverein/ausstellungen-wir-sind-wieder-wer.htm
(vielen Dank an Jens Ullheimer)