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Dank an


20.06.09-01.08.09

Galerie Isabella Czarnowska, Berlin
Galerie Isabella Czarnowska (vorm. Kacprzak)
Rudi-Dutschke-Str. 26
10969 Berlin
Deutschland
fon ++49 (0) 30 258 99 604
mail@galerie-czarnowska.de
homepage


Dank an
Kurator: Raimar Stange

Künstler: Anna Witt, Asta Gröting, Bernd Krauß, Candice Breitz, Christine Würmell, Heike Bollig, Jürgen Drescher, Katharina Fritsch, Maria Cruz, Michael Sailstorfer, Miroslaw Balka, Monika Baer, Peter Friedl, Philip Topolovac, Reinhard Mucha, Silva Agostini, Stefanie Trojan, Thomas Schütte, Ulrike Solbrig


Pressetext:

Dank an

... die Kollegen, Weggefährten und Freunde Jürgen Dreschers, die an dieser Ausstellung teilnehmen. Denn Jürgen Drescher ist wohl das, was man zu Recht einen "Künstler-Künstler" nennt, also ein Künstler, der im Betriebssystem Kunst seit mehreren Jahrzehnten gleichsam als „Geheimtipp“ gerade von seinen Kollegen Anerkennung genießt. Und er ist ein Artist, der anno 1981 ein Stück weit Kunstgeschichte geschrieben hat, als er im Rahmen des Rundgangs an der Düsseldorfer Akademie als erster deutscher Künstler eine funktionstüchtige Bar gestaltet und zudem als Kunstwerk behauptet hat.

Die Ausstellung "Dank an" nun stellt Künstler und Künstlerinnen aus drei Generationen vor, die mit diesem "Künstler-Künstler" in einen Dialog treten. Dazu zeigen sie hier von ihnen selbst ausgesuchte Arbeiten, die mit denen Dreschers in Bezug stehen. Die sich so ereignenden Referenzen sind überaus unterschiedlicher Art, das Spektrum reicht von der freundschaftlichen, fast schon intimen Geste (Asta Gröting, Bernd Krauß) bis hin zu diversen formalen Bezügen. Da wird dann auf die skulpturalen Arbeiten Jürgen Dreschers ebenso angespielt (Katharina Fritsch, Miroslaw Balka, Michael Sailstorfer) wie auf seine textorientierten Stücke (Candice Breitz, Christine Würmell) oder auf dessen filmischen Produkte (Silva Agostini, Anna Witt).

Immer aber erweisen sich die formalen Referenzen zu der Kunst von Jürgen Drescher weder als zufällig, noch als dezidiert gewollt. Vielmehr ergeben sich diese Bezüge gleichsam im wahrsten Sinne des Wortes selbstverständlich aus parallelen Fragestellungen und ähnlichen Haltungen der Kunst und Welt gegenüber. Genau diese spannenden ästhetischen Momente auszuloten ist das vorrangige Anliegen von "Dank an".

Raimar Stange, Berlin, 2009