short biography

Marcel Duchamp (geb. 1887 in Blainville/Frankreich, gest. 1968 in Neuilly-sur-Seine/Frankreich) war Maler, Objektkünstler, Medienperformer und einer der ersten Konzeptkünstler.

Dadaismus, Einleitung der Konzeptkunst, Ironisierung des Kunstbetriebs, Malerei, Bildhauerei, Objekte, Readymades

Marcel Duchamp wurde am 28. Juli 1887 in Blainville (Rouen) geboren. Von seinen insgesamt fünf Geschwistern sind Jacques Villon, Raymond Duchamp-Villon und Suzanne Duchamp ebenfalls als Künstler bekannt geworden. Nach seinem Abschluss am Lycée Corneille besuchte er die Académie Julian in Paris. Zwischen 1908-1911 verbrachte er viel Zeit im Hause seines Bruders Jacques Villon, wo er mit ihm und anderen Künstlern wie Albert Gleizes, Henri Le Fauconnier, Roger de La Fresnaye, Jean Metzinger und Guillaume Apollinaire die Puteaux-Gruppe bildete. Die in dieser Gruppe entstandenen Werke werden dem Orphismus zugerechnet. 1909 nahm er an der gemeinsamen Ausstellung des Salon des Indépendants teil. 1915 zog Duchamp nach New York. Dort war er Mitbegründer der "Society of Independent Artists". Das Ausstellungsmotto der Gruppe lautete: "No Jury - No Prizes". Zu den ausgestellten Künstlern zählten u.a. Constantin Brancusi, John Marin, Man Ray, John Sloan, Joseph Stella, Pablo Picasso, Maurice Prendergast, Marcel Duchamp. Zusammen mit Henri-Pierre Roché und Beatrice Wood gab er 1917 "The Blind Man" heraus, eine frühe dadaistische Publikation. Ab 1919 pendelte Duchamp immer wieder zwischen Paris und New York. In Paris lernte er 1920 die dadaistischen und später surrealistischen Dichter André Breton, Louis Aragon, Paul Eluard, Philippe Soupault und Jacques Vaché kennen. Im gleichen Jahr gründete er gemeinsam mit Katherine Sophie Dreier und Man Ray die "Société Anonyme Inc.", welche Ausstellungen, Lesungen, Konzerte und Symposien zum Modernismus organisierte und zahlreiche Publikationen veröffentlichte. 1955 nahm er die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an. Seine erste große Retrospektive fand 1963 im Pasadena Museum of California Art statt. 1964 nahm er an der documenta III in Kassel teil und postum auch an der documenta 5 und 6. Marcel Duchamp starb am 2. Oktober 1968 in Paris.

Marcel Duchamp war Maler, Objektkünstler und Medienperformer. Die zu Anfang seiner Karriere entstandenen gemalten Werke können dem Impressionismus, Fauvismus, Symbolismus und Kubismus (Orphismus) zugerechnet werden. Sein wohl berühmtestes kubistisches Bild "Nu descendant un Escalier n* 2" (1912) stellte er erstmalig auf dem Salon de Indépendants (1912) aus, wo es massive Kritik von Künstlerkollegen erfuhr. Bekannt ist Duchamp vor allem für seine Ready-mades, wie z.B. das "Roue de Bicyclette" (1913) oder das Urinal "Fountain" (1917). Es handelt sich dabei um eine Radikalisierung des durch Dada- und Surrealismus entstandenen Konzepts des Objet trouvé. Mit den gekauften und als Kunst ausgestellten Objekten stellte er den tradierten Kunstbegriff radikal in Frage und war so prägend für die Entwicklungsrichtung neuer Kunst, wie der Objektkunst, Konzeptkunst oder der Pop Art.
Madleen Römmer, kunstaspekte 2011

show more show less

collection/s

Guggenheim Museum - New York Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart, Berlin MCA Museum of Contemporary Art, Chicago Centre Pompidou, Paris MUMOK Wien MOMA - The Museum of Modern Art, New York Moderna Museet Stockholm Musée d´Art Moderne de la Ville de Paris Neue Galerie, Graz Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam LACMA - Los Angeles County Museum of Art Museum Ostwall im Dortmunder U Staatsgalerie Stuttgart Moderna Museet Malmö Walker Art Center, Minneapolis Berkeley Art Museum and Pacific Film Archive Irish Museum of Modern Art, Dublin Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz Menil Collection, Houston Peggy Guggenheim Collection, Venice Vancouver Art Gallery Philadelphia Museum of Art National Gallery of Canada, Ottawa Musée d´Art Moderne, Saint-Etienne Miami Art Museum Staatliches Museum Schwerin Museum of Contemporary Art, Roskilde Leeds Art Gallery IMU University of Iowa Museum of Art, Iowa City Perez Art Museum Miami Staatliche Museen zu Berlin D. Daskalopoulos Collection Tehran Museum of Contemporary Art Les Abattoirs - Frac Midi-Pyrénées, Toulouse Bowdoin College Museum of Art, Brunswick Oklahoma City Museum of Art RUBELL FAMILY COLLECTION Miami Frac Nord - Pas de Calais, Dunkirk Emily Harvey Foundation, New York Punta della Dogana - Francois Pinault Foundation, Venice Norton Simon Museum, Pasadena Museu Berardo, Lissabon Museum of New Zealand - Te Papa Tongarewa, Wellington Kresge Art Museum, East Lansing Frac Poitou-Charentes, Angoulême KMD Kunsthalle Marcel Duchamp, Wolfsburg Musée Maillol Heart - Herning Museum of Contemporary Art Jose Mugrabi Collection Tate Collection Ca la Ghironda, Bologna John and Mable Ringling Museum of Art, Sarasota Yale University Art Gallery
show more show less

related