press release

Adidal Abou-Chamat – Inter-Sections
06.03.2016 – 01.05.2016

Die Künstlerin Adidal Abou-Chamat setzt sich seit einigen Jahren in ihren Foto- und Videoarbeiten, Zeichnungen und Objekten mit westlichen Rollenbildern, Klischees, Vorurteilen gegenüber fremden Kulturen und deren gesellschaftlichen Projektionen auseinander. In ihren Arbeiten thematisiert die in Deutschland aufgewachsene Künstlerin zum einen ihre Selbstwahrnehmung als Frau und Künstlerin, geprägt mit einem deutsch-syrischen Hintergrund, zum anderen untersucht sie die vielschichtige arabische Identitätsbildung inmitten des israelisch- palästinensischen Konflikts . Auch in ihrer künstlerischen Dekonstruktion von Idolen ihrer Jugendzeit, wie beispielsweise Che Guevara, Leila Khaled, Malcolm X, Angela Davies etc., spürt sie den daraus resultierenden Identifikationsmechanismen mit der Wirkung des coolen Rebellentums und den kommerziellen Vermarktungsprozessen nach.

Adidal Abou-Chamat reflektiert stets die vielschichtigen Assoziierungen der in den Medien verbreiteten Bilder mit der ganzen Spannbreite ihrer politischen und ästhetischen Implikationen von Bedrohung, Verzweiflung und Widerstand und deren mehrdeutigen Kodierungen in der Gesellschaft.