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In der Reihe „Sculpture 21st“ zeigt Johannes Brus seine neueste Skulpturengruppe „Tanzen für Brancusi“, die im Lehmbruck Museum zum ersten Mal öffentlich präsentiert wird. Entstanden aus seiner langjährigen Auseinandersetzung mit Constantin Brancusi, einem der wichtigsten Bildhauer der Moderne, finden Brus‘ Tänzerinnen in der Glashalle einen idealen Aufstellungsort: Dort umgarnen die dynamischen Werke eines der Hauptwerke Brancusis „La Négresse Blonde“, aus der Sammlung des Museums. Die Skulpturen treten dabei in einen künstlerischen Dialog und stellen die Diskussion um Figur und Abstraktion, Tradition und Avantgarde auf den Prüfstand.

Während Brancusi in der Abstraktion den Weg zur vollendeten Form suchte, überführt Brus die ideale Form wieder in eine Figur. Mit diesem figurativen Ansatz nimmt der Künstler in der Geschichte der Bildhauerei eine Sonderposition ein. In den 1980er Jahren, der Zeit des Minimalismus, hält Brus an der figurativen Darstellung fest und entwickelt seinen eigenen Stil. So entstehen eigenwillige Skulpturen, die heute erneut an Aktualität gewinnen. Brus Arbeiten zeugen von einem respektvollen Umgang mit dem „Meister“ Brancusi und sind als ehrliche Hommage zu verstehen.