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(11.10 – 28.11.2020)

Beide Künstler beschäftigen sich mit den Themen Identität und Erinnerung, jedoch mit sehr unterschiedlichen Materialien und Vorgehensweisen. Sarah Zagefka malt mit feinem Pinselstrich Bilder, menschenleer, doch die Umgebung der Menschen nah an den Betrachter herantragend, dass man das Gefühl hat, geradezu in ihr Leben einzutreten, als befände man sich dort, als erschienen sie, die Menschen, im nächsten Augenblick auf der Bildfläche. Eine realistische, aber nicht dem Fotorealismus verpflichtete Licht- und Schattenmalerei prägt die intime Atmosphäre der oftmals kleinen Formate und eröffnet Einblicke in Straßenszenen vor nächtlich erleuchteten Schaufenstern, Geschäfte mit Auslagen, Wohnräume und Ateliers. Und dann entdeckt man Hinweise, die irritieren, Fragen aufwerfen und zum Nachdenken anregen. Michael Schuster verwendet getrocknete, gepresste Laubblätter, meist Platanenblättern, aus denen er Silhouetten von menschlichen Figuren schneidet. Vorlagen für seine Werke und Rauminstallationen sind familiäre Fotoalben und gefundene Fotografien. Die ausgeschnittenen Figuren und Formen ordnet Schuster auf weißem Papier oder an einer weißen Wand als Rauminstallation an. So entsteht ein abstrakter, scheinbar lichtdurchfluteter, leerer Raum, den wir sofort mit eigenen Erinnerungen an Erlebtes aus unserem imaginären Gedächtnis füllen. Damit wird das private Foto zu einem universellen Bild.

Eine Vernissage kann wegen der Einschränkungen zur Eindämmung der Verbreitung von Covid 19 wahrscheinlich nicht stattfinden. Falls Führungen oder eine Finissage angeboten werden kann, geben wir das über unsere Homepage bzw. in den lokalen Medien bekannt.