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posted 21. Apr 2021

Dirk Braeckman. FERNWEH

10. Mar 202124. Apr 2021
Dirk Braeckman. FERNWEH 10 March - 24 April, 2021 Zeno X Gallery is pleased to present Dirk Braeckman’s seventh solo exhibition in the gallery, entitled FERNWEH. This loan word from German, which has no literal translation in English, means something like a desire to be far from home, to travel and explore new places. ‘Fern-weh’ translates literally as 'distance-pain’. It is the opposite of ‘Heim-weh’ or ‘home-pain’, i.e. homesickness. As always, an exhibition by Dirk Braeckman is a snapshot in time, one that provides a view of the recent evolutions in his practice. He continues to build on his existing oeuvre and relies on experimentation to keep exploring the boundaries of photography. Inevitably, the exceptional circumstances of the past year have had an influence on his new work. The absence of travel, the lack of spontaneous encounters and the longing for new places are clearly tangible. ‘Being on the road’ is an important part of life for him and as such is inextricably linked to his practice. Since life has, by necessity, played out indoors over the past few months, the locus of creation has also shifted from outside to inside, more specifically to the archive and the studio. Braeckman’s archive is an inexhaustible and disorderly source of images into which the negatives disappear for an indefinite time after the moment of recording. This interval between the moment of recording and the moment of selection is crucial: time separates the image from its original context and from the anecdotal nature of the moment. The ensuing distance is essential for the artist to be able to select the ‘right’ image, an image with which he can continue working in his studio. Rummaging through the archive became an alternative way of travelling, one which made him look at the old recordings through fresh eyes. Moreover, by re-photographing old images, he discovered the possibility of considering the archive as a world in itself and to use it as a basis for new recordings. Dirk Braeckman also spent more time than usual in his studio, where experimentation remains as central as ever. To construct and rework his images, he makes use of everything within reach, in addition to the traditional chemicals. Digital techniques further expand the possibilities for experimentation. The trick is to keep the balance and not lose sight of the objective. Like the title of the exhibition, Dirk Braeckman’s images are in a sense also untranslatable. Although the subjects seem familiar – landscapes, interiors, human figures – his photographs are not documents that try to capture a certain reality. On the contrary, Braeckman’s images refute the notion of photographs as evidence. By making the manipulation of the image visible but also by revealing their ambiguous nature, the artist emphasizes the lie of the image and exposes the multitude of possible interpretations. Braeckman’s images raise questions, but offer no answers. Dirk Braeckman was invited to participate in the São Paulo Biennial, which will take place later this year. In 2020 the artist had a duo exhibition at KINDL in Berlin; and in 2019 both The Modern Art Museum of Fort Worth in Texas and the House of Art in Ceské Budejovice in the Czech Republic held solo presentations of his work. In 2017, Braeckman represented Belgium at the Venice Biennale. He has had other solo exhibitions at Museum M in Leuven, BOZAR in Brussels, Le Bal in Paris, S.M.A.K. in Ghent, Kunsthalle Erfurt, De Appel in Amsterdam, De Pont in Tilburg and many others. His work has entered various museum and private collections around the world, including FOMU and M HKA in Antwerp, S.M.A.K. in Ghent, Mu.ZEE in Ostend, Museum Dhondt-Dhaenens in Deurle, MAC’s Grand-Hornu in Mons, Musée de la Photographie in Charleroi, Museum De Pont in Tilburg, Kunstmuseum Den Haag, Maison Européenne de la Photographie in Paris, FRAC Nord-Pas de Calais in Dunkirk, and Musée de l’Elysée in Lausanne.
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posted 20. Apr 2021

Moyra Davey | My Saints

18. Apr 202108. Aug 2021
opening: 17. Apr 2021
Moyra Davey | My Saints 18. Apr. - 8. Aug. 2021 Die Ausstellung wird am Sa, 17. April 2021 digital eröffnet. Mit dem Projektraum etabliert die Kestner Gesellschaft ein weiteres neues Format. Parallel zu den Ausstellungen werden in erster Linie Filme von internationalen Künstler*innen zu sehen sein. Als erste Position wird die kanadische Künstlerin Moyra Davey (*1958 in Toronto) vorgestellt, die neben Film auch in Fotografie arbeitet und das Schreiben zu ihrer künstlerischen Praxis macht. Moyra Daveys Filme bestehen aus lose zusammenhängenden, bewegten Bildern und enthalten persönliche Erzählungen, die inneren Monologen gleichen. Indem sie ihre eigenen Erfahrungen mit denen bekannter Künstler*innen, Schriftsteller*innen und Philosoph*innen in Beziehung setzt, sind Daveys Filme auch Reflexionen über die Natur der Existenz, des Denkens und des menschlichen Daseins. In dem Film „My Saints“ (2014) befragt sie beispielsweise ihre Familie und Freund*innen zu „The Thief's Journal", dem radikalen, semi-autobiografischen Roman des französischen Schriftstellers Jean Genet. Davey studierte an der Concordia University in Montréal, Kanada, und der University of California in San Diego, USA. 1989 wurde sie im Independent Study Program des Whitney Museum of American Art, New York, USA aufgenommen. Davey hatte internationale Einzelausstellungen unter anderem im Fogg Art Museum, Harvard University Art Museums, Cambridge, Massachusetts (2008), USA; Kunsthalle Basel, Schweiz (2010); Tate Liverpool, Großbritannien (2013); Institute of Contemporary Art, University of Pennsylvania, Philadelphia (2014), USA; und Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Österreich (2014). 2017 nahm sie an der documenta 14 in Athen, Griechenland teil. Moyra Davey lebt und arbeitet in New York, USA. Kurator: Adam Budak

artist

Moyra Davey 

curator

Adam Budak 
Kestner Gesellschaft, Hannover

Kestner Gesellschaft | Goseriede 11
30159 Hannover

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posted 19. Apr 2021

JOSEF ALBERS – INTERACTION OF COLORS

24. Apr 2021
JOSEF ALBERS – INTERACTION OF COLORS Die Ausstellung ist ab dem 24. April 2021 zu sehen Als Künstler erlangte Josef Albers Weltruhm, doch war er zeitlebens auch als Lehrer und Forschender von immenser Bedeutung für nachfolgende Generationen von Künstlern. Mit zahlreichen druckgraphischen Arbeiten, einigen Zeichnungen und Entwürfen auf Papier öffnet die Galerie Boisserée in ihrer Einzelausstellung einen Blick auf die unterschiedlichen Schaffensphasen des Künstlers. Albers Kunst war immer auch wissenschaftliches Experiment. Die Erfahrung lehrte ihn, dass in der visuellen Wahrnehmung ein Widerspruch zwischen physikalischer Wirklichkeit und psychischer Wirkung besteht, und so war es sein Bestreben, beim Betrachter Zweifel an der Wahrnehmung zu wecken – ihn zu genauerem Sehen anzuregen. „Ich will Augen öffnen.“ Dieses Ziel verfolgte er mit großer Konsequenz. Jahrzehntelang arbeitete er an seinen Variationen, um die Wechselwirkungen der Farbe, ihre Interaktionen und Interdependenzen, zum Ausdruck zu bringen, aber auch die Interaktion zwischen Bildfläche und imaginärem Raum. In den 1950er Jahren entstanden die ersten Bilder der Serie „Homage to the Square“, die am Ende seines Lebens über 2.000 Werke umfasste. In ihr untersuchte er in immer gleicher Grundstruktur des quadratischen Bildes die Wechselwirkungen von Farbe. Die Anmerkung des Künstlers „Ich male keine Quadrate, ich male Farbbeziehungen, kann man als prägnantesten Kommentar zu dieser Werkgruppe verstehen. Das Quadrat war ihm „nur ein Tablett“ - auf dem er seine Farben ausbreitete. Je nach Kombination der Farben wirken die Farben blasser oder leuchtender, dunkler oder heller, treten Flächen in den Hintergrund oder scheinen zu schweben, scheinen sich zu den Seiten hin auszudehnen. „Nie sind diese Phänomene aber an eine bestimmte Farbe gebunden – sie können von Bild zu Bild variieren“ (Ulrike Growe). Oberflächeneffekte und Texturen gibt es keine. „Es leuchtet ein, dass Albers, um diese Wirkung zu erzielen, besonders häufig den Siebdruck in seiner Graphik verwendet hat. Dieses graphische Verfahren lässt den Eindruck entstehen, als ob die Farbe mit dem Papier eine unauflösliche Einheit bildet. Es entsteht eben nicht die Situation von ‚Farbe auf etwas‘, sondern ‚Farbe gleich Trägermedium‘ “ (Siegfried Gohr, Katalogtext). In der Serie der „Structural Constellations“ aber auch in den zahlreichen Prägedrucken und den Acrylarbeiten wird die dynamische Interaktion zwischen Bildfläche und imaginärem Raum zum Thema. Sein Einfluss auf die Moderne Kunst in Europa und Nordamerika beruht neben seinem herausragenden Werk auch auf seinen Lehrtätigkeiten in Deutschland und den USA. Seine Vorlesungen bringen all seine Lebens- und Schaffenserfahrung zusammen, zugleich stellen sie die Quintessenz seiner jahrzehntelangen Auseinandersetzung mit dem Sehen als künstlerischem Wahrnehmungsprozess dar. Josef Albers wurde 1888 im Ruhrgebiet, in Bottrop, geboren. 88 Jahre später starb er in New Haven, Connecticut, USA. Das Exil in den USA wurde trotz mancher Verluste künstlerisch wie biografisch zu einer erfüllten Zeit. Seine Arbeiten sind wie eine Schule des Sehens und in ihrer Aussage und Wirkung von zeitloser Gültigkeit. (MF)

artist

Josef Albers 
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posted 18. Apr 2021

Camille Henrot | Mother Tongue

18. Apr 202108. Aug 2021
opening: 17. Apr 2021
**Camille Henrot | Mother Tongue** 18. Apr. - 8. Aug. 2021 Die Ausstellung wird am Sa, 17. April 2021 digital eröffnet. Wie finden wir einen Weg, um Ordnung in das Chaos unseres Lebens zu bringen? Wie gehen wir mit unserem gleichzeitigen Bedürfnis nach Bindung und Selbstbehauptung um? Und wie positionieren wir uns gegenüber gesellschaftlichen und privaten Erwartungshaltungen? In der Ausstellung „Mother Tongue“ der französischen Künstlerin Camille Henrot (*1978 in Paris) geht es um existenzielle Emotionen. In ihren Werken reflektiert sie das ambivalente Gefühl, hin und hergerissen zu sein zwischen dem Verlangen, sich zurückziehen und gleichzeitig Anteil nehmen zu wollen – sowohl auf persönlicher als auch auf politischer Ebene. Dabei navigieren Henrots Werke durch unsere Gegenwart im Spannungsfeld von rationalen Systemen und intuitivem Wissen. Die Kestner Gesellschaft freut sich, die erste umfassende, institutionelle Einzelausstellung der Künstlerin mit neuen Werkserien in Deutschland zu präsentieren. Zu sehen sind Zeichnungen, Malerei und Skulpturen, darunter die großformatigen Kalkputz-Fresken „Monday“ (2016) und die 3D-Filminstallation „Saturday“ (2017). Camille Henrot wurde auf der Biennale Venedig 2013 für ihr bahnbrechendes Werk „Grosse Fatigue“ mit dem Silbernen Löwen ausgezeichnet und erhielt 2017 die Carte Blanche im Palais de Tokyo in Paris, wo sie die monumentalen Ausstellung „Days are Dogs“ präsentierte. **Mother Tongue** Der Titel „Mother Tongue“ (dt: Muttersprache) lässt sich auf verschiedene Arten lesen: Er nimmt Bezug auf Sprache als Mittel der Weltaneignung, nimmt man das Wort „Tongue“ wörtlich, referiert es auf die Zunge als Organ des Ausdrucks und des Konsums. Die fortlaufende Serie von Zeichnungen, Gemälden und Bronzeskulpturen „Systems of Attachment“ befasst sich beispielsweise mit dem Spannungsverhältnis zwischen den Bedürfnissen nach Bindung und Trennung in der menschlichen Entwicklung, die im Säuglingsalter beginnen und sich das ganze Leben lang fortsetzen. **Ist heute morgen?** Die Werke der Ausstellung stellen sich nicht nur unserer unmittelbaren Gegenwart, sondern implizieren auch ein metaphysisches Potential. Die neue Serie „Is Today Tomorrow?“ entstand während des ersten coronabedingten Lockdowns, als sich Henrot, wie viele andere, in Selbstisolation übte. So entstanden täglich Werke mit Tagebuch-Charakter, die die spezifischen Momente widerspiegeln, in denen sie entstanden sind. Das Leben in einer Blase im fetalen Zustand wird ebenso reflektiert wie das Konzept von Zeit, das sich unter anderem durch die Titel der Werke ausdrückt, die alle das Wort „day“ enthalten, wie „Blue Monday“, „Wait Another Day“ und „Ruin my Day“. **Von intimen Auseinandersetzungen zu globalen Fragestellungen** Dass emotionale Arbeit immer auch mit Transformations- und Übergangsprozessen einhergeht, zeigt die eigens für die Ausstellung realisierte, überlebensgroße Bronzeskulptur „3,2,1“. Darin verliert ein hybrides Mensch-Vogelwesen eine Träne über die Menge an Abfall zu seinen Füßen, die während der Produktion entstanden ist. Individuelle, intime Auseinandersetzungen führen dabei immer auch zu umfassenden Fragestellungen nach ihren übergeordneten Systemen, wie zum Beispiel nach den gesellschaftlichen Anforderungen, die an ein Individuum gestellt werden, oder nach den Auswirkungen unseres Handelns auf nachfolgende Generationen. Henrots Werk wurde international mit umfassenden Einzelausstellungen unter anderen im Palais de Tokyo, Paris (2017), in der Kunsthalle Wien (2017), im New Museum, New York (2014) und in der Tokyo Opera City Art Gallery (2019) gewürdigt. 2021 ist die Künstlerin zudem mit einer Einzelausstellung in der National Gallery of Victoria in Melbourne, Australien vertreten und nimmt an der Liverpool Biennial in England teil. Kuratorin: Julika Bosch Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog im Verlag Walter König (dt/engl), mit Textbeiträgen von Emily LaBarge, Legacy Russell, Marcus Steinweg und einem Interview mit der Künstlerin.

curator

Julika Bosch 
Kestner Gesellschaft, Hannover

Kestner Gesellschaft | Goseriede 11
30159 Hannover

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posted 17. Apr 2021

Ghosts & Bones. Gizela Mickiewicz, Berenice Olmedo, Tenant of Culture

27. Mar 202130. Apr 2021
Ghosts & Bones. Gizela Mickiewicz, Berenice Olmedo, Tenant of Culture 27.03.2021 - 30.04.2021 Exhibition realized in cooperation with Jan Kaps (Cologne) and Soft Opening (London) as part of Friend of a Friend | Warsaw 2021.
Stereo, Warszaw

ul. Bracka 20b
00-028 Warszaw

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posted 16. Apr 2021

Stress Rehearsal

23. Feb 202124. Apr 2021
**Ab 23.02.2021 wieder geöffnet** Stress Rehearsal (Ausstellungsbeginn: 28.10.2020, 16-21h) mit Mohamed Allam, Will Benedict, Daniel Mølholt Bülow, Gillian Brett, Rah Eleh, Rachel Fäth, Line Finderup Jensen mit Adnan Popovič, Juri Schaden & Parastu Gharabaghi, Lola Gonzàlez, Hanna Husberg & Laura McLean, Mohammed Laouli, Yein Lee, Elisabeth Molin, Jean Painlevé, Oliver Ressler, Clemens von Wedemeyer, Catherine Sarah Young kuratiert von Malou Solfjeld (Curator in Residence 2020) Solidaritätsbekundungen auf Balkonen, stillgelegte Flughäfen und wieder aufatmende Naturwelten – für viele hat die COVID-19-Pandemie Hoffnungen auf “Zukünfte” genährt, in denen Gemeinschaft und Fürsorge eine zentrale Rolle spielen. Gleichzeitig verleitet die globale Gesundheitskrise zu dystopischen Visionen auf das Zusammenleben auf diesem Planeten. Unter anderem mobilisiert die Pandemie weiter xenophobe Ressentiments und potenziert soziale Ungleichheiten. Mehr noch, sie hat das Moment des Klimaaktivismus in den Medien in einem Ausmaß geschwächt, dass Wissenschaftler/innen wie der französische Philosoph Bruno Latour die Pandemie als “Generalprobe” für die uns bevorstehende, gravierende Klimakatastrophe deklarieren. Die Gruppenausstellung “Stress Rehearsal” stellt ökologische Fragen und Bedenken in den Vordergrund, ohne diese jedoch isoliert zu betrachten. Sie taucht ein in Abgründe wie beispielsweise ein Buschfeuer in Australien, im Meer versinkende Öltanker, den Meeresspiegelanstieg auf den Malediven oder Mülldeponien in Marokko. Die Ausstellung führt Arbeiten internationaler Künstler/innen zusammen, die kritisch Verflechtungen zwischen globaler Pandemie, Klimakrise, sozialer Ungleichheit und Turbo-Kapitalismus reflektieren. Durch eine Vielfalt an Perspektiven aus der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft, wird die Linearität von Zeit aufgebrochen und unsere Sinne für das Hier und Jetzt geschärft. Was ist unsere individuelle und kollektive Verantwortung für eine lebenswerte Zukunft? Welche neuen Formen des Handelns müssen wir entwickeln, um gemeinsame “Welten” zu gestalten – on- und offline, mit den Lebenden und den Nicht-Lebenden? Die Ausstellung eröffnet diese Fragen entlang drei verschiedener Bereiche; „We created this beast“ (als Bezug zu dem gleichnamigen Text von Bram Ieven und Jan Overwijk), „The pandemic as a dress rehearsal“ (in Anlehnung an einen Beitrag von Bruno Latour) und „The pandemic is a portal“ (als Verweis auf Arundhati Roy’s ebenso titulierten Artikel). Letzterer nimmt die Form eines Laboratoriums an und präsentiert ein wachsendes digitales Archiv mit Links und Texten, Videos und Bildern. Dieses dient als vielstimmige Plattform auf der Künstler/innen, Kurator/innen, Gelehrte, Aktivist/innen und Besucher/innen gleichermaßen eingeladen werden, Visionen und Perspektiven für ein weiteres Zusammenleben beizusteuern und zu verhandeln. Die Ausstellung zeigt eine Vielzahl an Videoarbeiten um zeitgenössische Formen der Wahrnehmung und des Konsums aufzugreifen und wurde von der Kuratorin Malou Solfjeld in Zusammenarbeit mit Alexandra Grausam, Aline Lenzhofer und Frederike Sperling des Teams von das weisse haus entwickelt.

curator

Malou Solfjeld 
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posted 15. Apr 2021

Ursula Mayer. What Will Survive of Us

25. Sep 202002. May 2021
25/09/2020—02/05/2021 Ursula Mayer. What Will Survive of Us Distant sci-fi scenarios have now become our reality. Today, it is impossible to uphold a clear division between nature and culture. We live in the future in which humans are no longer the measure of all things, but just an element of the universe. Ursula Mayer’s first solo exhibition in Poland, What Will Survive of Us at the Ujazdowski Castle Centre for Contemporary Art, explores this new world emerging following a post-humanist breakthrough. The exhibition resembles a living organism, a temple, or the set design of a sci-fi film. A water-pumping system which connects rooms divided according to the five elements. It is a space that engages all the senses, a space filled with the smell of earth; the walls are painted with clay and ash. Here, technology and biology define the shape of a new realm governed by an algorithm. In Mayer’s art, the existing divisions do not apply and the borders of our community expand. In an era of rapid technological progress and the climate catastrophe, all values, rules, and basic definitions are constantly changing. We are no longer autonomous, finite identities, but rather we are becoming through our relationships with non-human beings and machines. Technology frees our bodies from the limitations of nature, but at the same time is a tool of control and reduces our sphere of freedom. Mayer examines the kaleidoscope of these changes. In her new work, created for the Ujazdowski Castle Centre for Contemporary Art, Mayer refers to the new post-humanist ontology and the works of such academics as Rosi Braidotti and Donna Haraway. She also draws from the philosophy of science, Eastern cosmology, and the works of science fiction writers such as Octavia E. Butler and Ursula K. Le Guin. Ursula Mayer’s practice spans a range of media, including film, video, and sculpture. In her work, she combines myth, biopolitics, and the semiotics of cinema in order to visualise and ruminate upon future, post-human ontology. Her solo exhibitions include Atom Spirit, Salzburger Kunstverein, Salzburg, Austria (2017); To What I Might Become, Moderna Museet, Malmoe, Sweden (2015); But We Loved Her, 21er Haus, Vienna, Austria (2013). Recently, Mayer’s works have been included in the 16th Istanbul Biennale, Istanbul (2019); Rewriting The Future, Site Gallery, Sheffield, England (2019); Be Fragile! Be Brave!, Estonian Centre for Contemporary Art, Tallin, Estonia (2017); SeMA Biennale, Mediacity Seoul, South Korea (2016), and The New Human, Moderna Musseet, Stockholm, Sweden (2016). Mayer is the recipient of the prestigious Jarman Award (2014) and the Otto Mauer Prize (2007).

artist

Ursula Mayer 
Ujazdowski Castle Centre for Contemporary Art, Warsaw

Ujazdowski Castle Centre for Contemporary Art | ul. Jazdów 2
00-467 Warsaw

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posted 14. Apr 2021

Carnivalesca - Was Malerei sein könnte

06. Mar 202102. May 2021
Carnivalesca - Was Malerei sein könnte 6.3. – 2.5. 2021 Teilnehmende Künstler*innen: Firelei Báez, Semiha Berksoy, Anna Betbeze, Anna Boghiguian, Hugo Canoilas, Beatriz González, El Hadji Sy, Donna Huanca, Helen Johnson, Lee Kit, Victor Man, Thao Nguyen Phan, Khalil Rabah, Raphaela Vogel u.a. „Durch die Kunst nur vermögen wir aus uns herauszutreten und uns bewusst zu werden, wie ein anderer das Universum sieht, das für ihn nicht das gleiche ist wie für uns und dessen Landschaften uns sonst ebenso unbekannt geblieben wären wie die, die es möglicherweise auf dem Mond gibt." (Marcel Proust, Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, 1913) Mit dieser Ausstellung wollen wir einen Dialog mit einer traditionellen Kunstform führen – mit der Malerei. Für unsere Annäherung an sie verwenden wir das Wort Karneval, weil es Ausgelassenheit und Freude bedeutet, hinter ihm zugleich aber auch eine gewisse Unsicherheit, ja, sogar Melancholie aufscheint. Der Karneval ist eine ursprünglich westlich-christliche, bis in die Antike zurückreichende Zeit des Feierns und hat auf der ganzen Welt unzählige synkretistische und kulturelle Transformationen erlebt. Seine Interpretationen stellen ihn als eine soziale Einrichtung dar, in der die edleren Funktionen des Denkens und der Seele zugunsten eines „grotesken Leibs degradiert"1 sind, welcher der Erneuerung der Gesellschaft und der Welt dient. Im Karneval gibt man Neigungen nach, die scheinbar die soziale Ordnung bedrohen, letztlich aber doch soziale Normen festigen. Als soziale Transformation oder auch als Instrument unterschiedlicher Gruppen lenkt der Karneval die Aufmerksamkeit auf Konflikte und Missverhältnisse. Wir hoffen, diese Bedeutung auf eine Diskussion über zeitgenössische Malerei übertragen zu können. Die Malerei in der westlichen Welt scheint von einer Reihe unausgesprochener Regeln beherrscht zu werden. Sie begrenzen den Einfluss, den sie in unseren ästhetischen Diskursen haben könnte. Der einflussreiche Kunstkritiker Clement Greenberg hatte eine äußerst rigide Vorstellung von ästhetischer Erfahrung und ihrer Autonomie. Sie wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zum Paradigma der westlichen Malerei und besteht bis heute latent fort. Um es klar und deutlich zu sagen: Greenberg lehnte die soziale Rolle der Kunst grundsätzlich ab. Die Ästhetik des autonomen Kunstwerks, was Benjamin H. D. Buchloh Greenbergs "konservativen Formalismus"2 genannt hat, beeinflusste sowohl die Vorstellungen vom Zweck der Malerei als auch ihre Rezeption. Die Wirkungen, die von einer solchen Malerei ausgingen, prägten dabei in ganz wesentlicher Weise den Kunstmarkt, und sie tun das bis heute. Wenn es um den Diskurs der Malerei geht, scheint sich im westlichen Kontext eine reduktionistische Konzeption durchzusetzen. Die Reduktion ist vielleicht die älteste konzeptuelle Obsession der westlichen Welt. Bei ihren anthropozentrischen und eurozentrischen Vorstellungen vom Subjekt und seinem Engagement in der kulturellen Produktion greift sie auf jahrhundertealte ererbte Individualisierungsprozesse zurück, wobei es ihr um Kohärenz, Zusammenhalt oder Einfachheit geht. Dem können wir die Idee der Diversität von Erfahrung entgegensetzen wie die Idee einer Vielfalt in der Gesellschaft und ihren sozialen Strukturen sowie, mit Blick auf die Künste im Besonderen, sogar die Idee individueller Erfahrungen in der Multitude.3 Es sind gemeinschaftliche Merkmale, „hybrid, fluide, deterritorialisiert und in ständiger Bewegung", die im politischen Denken von Michael Hardt & Antonio Negri sowie dem Philosophen Paolo Virno4 entwickelt wurden. Kurz gesagt, hier greift die Vorstellung von einem instabilen Subjekt. Einem facettenreichen, polymorphen, vielfach diskursiven Subjekt, das an multiplen Schnittpunkten Gestalt annimmt und den Weg bereitet für eine neue intersubjektive Politik des Sehens von Malerei. Wie ihr Titel schon andeutet, erweitert diese Ausstellung den Rahmen der Betrachtung, um einen neuen Blick auf die Malerei zu werfen und eine Reihe von Aspekten zur Diskussion zu stellen, die wir gemeinhin mit der Sphäre der Malerei und dem Handeln der von uns als "Maler" bezeichneten Subjekte assoziieren. Sie wird den Blick auf die Malerei erweitern und bedeutende, höchst einflussreiche internationale Künstlerinnen und Künstler wie Entwicklungen der Malerei von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart ins Zentrum der Betrachtung stellen, die in westlichen Veranstaltungsorten lange Zeit vernachlässigt wurden. Unsere Ausstellung wird wichtige Fortschritte hervorheben, die von ihnen und einer jüngeren Generation von Künstlerinnen und Künstlern gemacht wurden, die die Grenzen der Malerei weit über den bloßen Rahmen und die Leinwand ihrer Bilder hinaus verschoben und auf die Auseinandersetzung mit dem Sozialen und Politischen ausgedehnt haben. Und sie wird eine zeitgenössische Szene internationaler Malerei in der Vielfalt ihrer künstlerischen Ansätze beleuchten, die Diversität ihres diskursiven Engagements im Medium der Malerei demonstrieren und die Art und Weise, wie diese Malerei einer Vielzahl individueller Ausdrucksformen kulturübergreifend Form und Gestalt verleiht. Auf einer ersten grundlegenden Ebene bedeutet dies, das Erbe einer in der Vergangenheit als Malerei der frühen Moderne kanonisierten Kunst in Frage zu stellen – die Werke von Künstlern, die überwiegend, wenn nicht gar fast ausschließlich, weiße Männer aus Nordamerika und Westeuropa waren. Heute anerkennen wir, dass ein solcher Blick auf die Malerei sich erheblich verändert hat durch die Kunst vieler Frauen und Männer aus allen Kulturen und allen Teilen der Welt. Ihre künstlerische Tätigkeit lässt sich nicht allein durch eine, sondern nur durch viele Kunstgeschichten begreifen, was bereits seit geraumer Zeit hegemoniale Vorstellungen von Kunst und Kunstproduktion in Frage stellt. Künstlerinnen und Künstler aus vielen verschiedenen Ländern, Kulturen und Traditionen zeigen ihre Werke heute international. Jene alte, für die westliche Kunstwelt zentrale Wahrnehmung, die ein bestimmter akademischer Kunstdiskurs fetischisierte, hat keinen Platz mehr in einer gültigen Erzählung darüber, was Malerei war und ist. Zweitens beschäftigen sich viele Künstler*innen, die heute als Maler*innen tätig sind, mit realen sozialen und politischen Fragen - mit solchen, mit denen sich jeder Mensch identifizieren kann. Der menschliche Körper, seine Empfindungen und alle Arten von Ängsten, die mit ihm verbunden sind, stehen wieder einmal im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit vieler Künstlerinnen und Künstler und vieler ihrer Gemälde, die heute entstehen. Von diesem Standpunkt aus fordern sie dominante Prinzipien von Abstraktion und ästhetischer Autonomie heraus, die möglicherweise heute noch genauso stark sind wie in den Tagen der klassischen Moderne. Die zeitgenössische Kunst spiegelt die Probleme wider, mit denen wir in unserem täglichen Leben konfrontiert sind: Wie wir handeln, wie wir denken und was wir glauben sollen. Im Gegensatz zu Greenbergs Thesen ist die Kunst sowohl für Künstlerinnen und Künstler als auch für Betrachterinnen und Betrachter sozial, und das besondere Medium der Malerei ist eine kritische Form, die als Mittel zur Kommentierung von Gesellschaftspolitik durchaus geeignet ist. Schließlich wird auch deutlich, dass die Geschichte der Malerei als eine Reihe von Konflikten, Auseinandersetzungen und widersprüchlichen Entwicklungen erzählt werden muss, von denen viele bis heute in starkem Maße ungelöst sind. Jeder Versuch zu verstehen, was die Malerei sein könnte, muss dieser Komplexität sowohl in historischer als auch in zeitgenössischer Hinsicht Rechnung tragen. Diese Ausstellung beleuchtet daher die sehr unterschiedlichen Formen engagierter malerischer Praxis in gleichberechtigter Weise. Ganz im Geiste des Karnevals, der alle Hierarchien infrage stellt zugunsten einer Vielzahl von Positionen und Haltungen. Wir schlagen vor, die Malerei nicht als ordentlichen und strukturierten Diskurs zu betrachten. Was vielmehr ein solches „Medium" oder eine solche „Disziplin" im heutigen nicht-disziplinären Feld der Kunst ausmacht, ist ein karnevalesker Raum. Einer, in dem das Performative, Körper, Künstlersubjekte und ihre Gesten sowie ihre vielfältigen, globalen Geschichten und Bedeutungen formal gleichberechtigt sind. * 1 In der Terminologie von Michail Bachtin (A. d. Ü.) 2 Benjamin H. D. Buchloh, Allegorical Procedures: Appropriation and Montage in Contemporary Art, in ARTFORUM international, Bd. 21/1, September 1982, S. 43-56 und S. 47. Nachdruck in Formalism and historicity. Models and Methods in Twentieth-Century Art, MIT Press, Cambridge/Mass. 2015. 3 „Multitude“ ist ein Begriff aus der politischen Philosophie: ein nicht homogenes Beziehungsgeflecht (A. d. Ü.). 4 Zur Idee der Multitude in den Künsten, siehe z.B. Pascal Gielen, The Murmuring of the Artistic Multitude. Global Arts, Politics and Post-Fordism, dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Valiz Books, Amsterdam 2015.
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posted 13. Apr 2021

Worst-Case Scenario: Four Artists from Greenland

06. Mar 202130. May 2021
Worst-Case Scenario: Four Artists from Greenland Pia Arke, Julie Edel Hardenberg, Elisabeth Heilmann Blind, Jessie Kleemann March 6–May 30, 2021 At Lunds konsthall we regularly focus on countries or regions we think deserve the attention of the interested public. This, we have found, also allows us to spark debate among those more specialized than ourselves. Yet it is always legitimate to ask: “Were the exhibiting artists selected because of their origins or because of their artistic relevance?” Our answer tends to be: “For both these reasons, at the very least.” That, we feel, is certainly true of Worst-Case Scenario: Four Artists from Greenland. Almost 45 years ago, in the autumn of 1974, we hosted Greenlandic Art Today. Back then “glacial” was a synonym for “unchangeable, or changeable only at an extremely slow pace.” Today we have been disabused of this complacency, as we observe how fast the Arctic ice sheet is melting away. On March 11, 2020, The Guardian carried this headline: “Losses of ice from Greenland and Antarctica are tracking the worst-case climate scenario, scientists warn.” We were already planning this exhibition and promptly appropriated the keyword for our title, to illustrate how topical Greenland has become through no fault of its own. On July 19, 2019, Jessie Kleemann flew out (by helicopter, a regular mode of transport in Greenland) to the Sermeq Kujalleq glacier near Ilulissat in West Greenland, where meltwater is menacingly collecting, to carry out one of her theatricalized, trance-inducing performances. Barefoot in the snow, she was struggling to manage a large and unwieldy black “veil” or “sail” in the strong wind. The video documentation of Arkhticós Doloros conveys the terrifying sensation of being—and acting—at the ground zero of the climate crisis. Yet this is not the only lens through which our exhibition title may be read and understood. When Sweden’s leading newspaper Dagens Nyheter introduced its readership to postcolonial theory back in 1995, in a series of nine articles authored and commissioned by critic and writer Stefan Jonsson, photographs by Pia Arke accompanied all the texts, one of which was Jonsson’s interview with her. This series also became an important point of reference for Arke’s own essay Ethno-Aesthetics, first published in 1995, where she states: “The ethnic condition is in truth ironic: on the one hand, by our own example, we are a necessary, external contribution to the European self-view; on the other hand, owing to this very self-view, we do not quite match European superiority, and must generally remain a sadly outdistanced supplement, an unbearable reminder of the ethnic, the political, the economic—in short, everything ‘un-aesthetic’ about aesthetics.” The “post” in postcolonial mustn’t be taken literally as temporal information. In most postcolonial societies the colonial condition continues to be a lived reality. The fact that Greenland has the world’s highest suicide rate (especially among young indigenous men) cannot be properly analyzed in isolation from the continuing reality of being a Danish colony. This de facto status began with the protestant mission in West Greenland in the 1720s and ended (but only de jure) in 1953, after much of Denmark’s sovereignty over the world’s largest island had already de facto been transferred to the United States during the Second World War. Even after the introduction of home rule in 1979 and the expansion of self-governance 20 years later have, Denmark remains Greenland’s paymaster and international trustee, and the US retains its military base at Thule. Of the four artists in our exhibition, Julie Edel Hardenberg is the only one permanently residing in Greenland. Her practice centers on the constant, continuous unmasking of its postcolonial realities as simultaneously tangible and intangible (the networks of influence and ownership overlapping with inherited colonial privilege), symbolic and literal (the meaning and use of identity markers such as the Greenlandic and Danish national flags). The survival and revival of precolonial culture become all but indistinguishable in Elisabeth Heilmann Blind’s reinterpretation of uaajeerneq, the Inuit mask dance tradition. Like so much indigenous knowledge, it is self-evidently ancient without being archaeologically traceable to the period before the early second millennium CE, when the ancestors of today’s Greenlandic Inuits arrived from what is now Canada and Alaska. In Heilmann-Blind’s creative reworkings this immaterial heritage is enriched by influences from traditional and postwar Japanese dance and from contemporary “western” performance art. This exhibition aims to be as hybrid and fluid as the four practices it tries to contain. The curatorial agenda is pared down to offer just the necessary scaffolding for presenting these four engaging artists to the interested public. The three co-curators—Åsa Nacking and Paula Luduşan Gibe of Lunds konsthall, Anders Kreuger of Kunsthalle Kohta in Helsinki—wish to thank all the participating artists and the estate of Pia Arke, represented by her son Søren Arke Petersen. We thank the institutional lenders of Arke’s work: the Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk, Denmark, Brandts Art Museum in Odense, the Malmö Art Museum and the Nuuk Art Museum. We also thank Nordic Culture Point, headquartered in Helsinki, for its generous financial support.
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posted 12. Apr 2021

Erwin Olaf | Im Wald

14. Apr 202122. May 2021
14.04.2021 - 22.05.2021 Erwin Olaf | Im Wald Galerie Ron Mandos proudly presents Im Wald, Erwin Olaf’s first solo exhibition at the gallery. In the exhibition, Olaf – a Dutch artist who has gained worldwide recognition for his highly stylized and meticulously choreographed photographs – unveils Im Wald, Ladies Hats and April Fool 2020. In these recent series of works, he draws attention to a number of global issues, including climate change and the corona pandemic, an investigation that simultaneously exposes our human frailty.

artist

Erwin Olaf 
Ron Mandos, Amsterdam

Prinsengracht 282
NL-1016 HJ Amsterdam

Netherlandsshow map
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posted 11. Apr 2021

Daniel Knorr - Flagship Store

02. Mar 202125. Apr 2021
MAR 2 – APR 25, 2021 **Daniel Knorr. Flagship Store** (16.02.–25.04.2021) Im Jahr 2018 in Kassel zur Documenta-Zeit sahen die Kunstenthusiastinnen und Enthusiasten aus der ganzen Welt ein verwirrendes Schauspiel. Aus dem Zwehrenturm des Friedericianums stieg konstant weißer Rauch auf. Was wie ein Brand aussah, war tatsächlich eine Installation des Künstlers Daniel Knorr. Kurz zuvor hatte er im Athener Teil der Documenta sich noch als eine Art Archäologe des Alltags betätigt und mit einer monumentalen Schrottpresse Fundstücke und Abfall, den er auf den Athener Straßen aufgelesen hatte, zu Katalogen pressen lassen, die die Besucherinnen und Besucher der Documenta als Unikate kaufen konnten. Knorr gilt als Meister der Bedeutungsverschiebungen und als Künstler der Partizipation. Betrachterinnen und Betrachtern seiner Kunst fällt es selten leicht sich unbeteiligt zu fühlen. Oft ermächtigt er sie sogar zur aktiven Teilhabe und jeder besorgte Anrufer und jede besorgte Anruferin bei der Kasseler Feuerwehr wurde zum Teil des Kunstwerkes, das als vergängliches Ereignis, hauptsächlich in den Erzählungen weiterlebt. 
In Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Tübingen zeigt das IKOB - Museum für Zeitgenössische Kunst, die erste Einzelausstellung Knorr's in Belgien.

artist

Daniel Knorr 
IKOB, Eupen

Rotenberg 12 B
B-4700 Eupen

Belgiumshow map
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posted 09. Apr 2021

Gabriella Hirst. Darling Darling

11. Feb 202130. May 2021
Gabriella Hirst. Darling Darling Ian Potter Moving Image Commission 2020 February 11–May 30, 2021 ACMI and The Ian Potter Cultural Trust are excited to announce the world premiere of Darling Darling, by Gabriella Hirst, as the first solo art exhibition in the new ACMI. Darling Darling is a two channel video installation exploring hierarchies of care, romanticism and the enduring colonial gaze upon the Australian landscape and the devastation of Australia’s third largest waterway, the Barka Darling River. The installation presents two contrasting perspectives of the same body of water: the detailed work by art conservators to restore the 19th century painting, The flood in the Darling, 1890, by colonial painter WC Piguenit, and the environmental crisis facing the Barka Darling today, as a result of drought, climate change, and severe water mis-management. Presented simultaneously, the sounds from these two contrasting locations leak into one another, blurring the boundaries between these two seemingly distinct treatments of care and implicating the viewer in the contradictions of the Gallery. The film is a timely investigation into the nature of environmental care and neglect, scrutinising the colonial gaze on Country and the relationship between pictorial framing and ecological destruction. Darling Darling was filmed at various sites on Barkindji Country, under the guidance of Barkindji Elder Uncle Badger Bates, and on the sovereign lands of the Gadigal at the Art Gallery of NSW (AGNSW). Darling Darling is the result of Australia's most significant commission for moving image art, the Ian Potter Moving Image Commission (IPMIC), an initiative of the Ian Potter Cultural Trust and ACMI. Hirst's 2020 commission follows previous recipients who include Angelica Mesiti, (2013) and Daniel Crooks (2016). To explore more about Gabriella Hirst's Darling Darling, visit here to view supporting content about her work including essays and videos. About Gabriella Hirst Gabriella Hirst (she/her) is an artist. She was born and grew up on Cammeraygal land (Australia) and is currently living between Berlin and London. She works primarily with moving image, performance, and with the garden as a site of critique and care. Gabriella’s practice and research explores connections between various manifestations of capture and control—spanning plant taxonomies, landscape painting, art conservation and nuclear history. Credits: Producer: Bridget Ikin DoP Barka-Darling River: Meg White DoP AGNSW: Justine Kerrigan Film editor: Sam Smith Sound recordist: Daniel Miau Sound editor: Liam Egan Barkandji consultant: Uncle Badger Bates Regional liaison/location manager: Justine Muller Production coordinator: Mia Timpano Production assistant: Lesley Holland Videographer AGNSW: Christopher Snee Camera assistant: Cameron Dunlop Sections of the work were filmed by permission at the Art Gallery of New South Wales (AGNSW) in close collaboration with Conservators Paula Dredge, AGNSW Head of Painting Conservation, Andrea Nottage, Painting Conservator and Barbara Dabrowa, AGNSW Senior Conservator of Fine Arts – Frames.
ACMI - Australian Centre for the Moving Image, Melbourne

ACMI | Federation Square, Flinders St
VIC 3000 Melbourne

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posted 08. Apr 2021

SHIMABUKU 
- The 165-metre Mermaid and Other Stories

19. Feb 202103. Oct 2021
The exhibition The 165-metre Mermaid and Other Stories stems from a mediaeval Japanese legend and unfurls in the manner of an epic poem. It tells of the artist’s adventures and encounters as he goes with the flow, roving between his native Japan and Monaco via Brazil, Australia and many other lands. Freely combining performance, land art, music and cooking, Shimabuku’s poetic actions are forever spinning new tales. His texts, which form the narrative thread of the exhibition, interweave installations, films, sculptures and photographs executed over the past thirty years. Shimabuku was born in Kobe in 1969. He studied at the Osaka College of Art then at the San Francisco Art Institute before moving to Berlin in 2004 and living there for 12 years. Since 2016 he has lived in Naha on the Southern Japanese island Okinawa, where his family comes from. From older works conceived in the Kobe region, which he happily compares topographically to the Riviera, to his latest installations produced in Monaco, Shimabuku develops a practice inspired by the profound attention he pays to his environment. On his travels, he makes elements of the landscape or popular culture into his own, leading experimental poetic actions that combine humour, performance, music or cooking. On a visit to Fukuoka he discovered the legend and relics of a mermaid whose body was 165 metres long and decided to make this story his own and expand it, buying a long rope also 165 metres long. Taken around the world, this rope brings him closer to the fish-woman and becomes a vector linking fiction to reality, past to present and Japan to the different countries where the work is presented. Acquired by the Nouveau Musée National de Monaco in 2018, the installation I’m travelling with 165-metre Mermaid (1998–ongoing) forms the starting point for the exhibition and is enriched by the presence of artefacts produced in Monaco by different craftspeople invited in turn to make this story into a work of their own. Each of Shimabuku’s work can be seen as a poetical-philosophical experience, questioning our relationship with otherness and engaging with an individual or collective action of care and attention. Initiated on Norihama beach following the tsunami in 2011, the installation Erect has been made into a new specific production created in Monaco following the poem-protocol established by the artist. Put things upright. Lift things lying on the ground. Stand the trees and rocks scattered on the beach vertically. Working in numbers, we will put numerous things upright. Pooling our energy, we will try to lift the large trees. And maybe we will lift something in our hearts too. (Shimabuku) The exhibition The 165-metre Mermaid and Other Stories will be accompanied by a catalogue published jointly by the NMNM and the Berlin publisher Manuel Raeder (Bom Dia Books). This major monograph of Shimabuku’s work will feature previously unpublished texts by Nicolas Bourriaud, Claire Le Restif and Rirkrit Tiravanija.

artist

Shimabuku 

curators

Celia Bernasconi 
Nouveau Musée National de Monaco

NOUVEAU MUSÉE NATIONAL DE MONACO | 56, boulevard du Jardin Exotique
MC 98000 Monaco

Monacoshow map
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posted 07. Apr 2021

Schule der Folgenlosigkeit

06. Nov 202009. May 2021
Schule der Folgenlosigkeit Übungen für ein anderes Leben 6. November 2020 bis 9. Mai 2021 Ein Projekt von Friedrich von Borries Wie sähe ein Leben aus, das – im ökologischen, aber auch im virologischen Sinne – möglichst folgenlos bleibt? Könnte Folgenlosigkeit ein neues regulatives Ideal werden, wie Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit, unerreichbar, aber dennoch erstrebenswert? Welche Auswirkungen hätte ein solches Streben auf die materielle und immaterielle Gestaltung unseres Alltags, auf die Wirtschafts- und Sozialordnung, auf unseren Glauben und auf die Art, wie wir miteinander umgehen? Und welche Vorbilder lassen sich für ein solches Leben in Gegenwart und Geschichte finden? Diese Fragen stellt die Schule der Folgenlosigkeit, ein künstlerisch-diskursives Projekt von Friedrich von Borries im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G). Von Borries verknüpft Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden. Besucher*innen können hier im Selbstversuch Entscheidungen abgeben, ihre Hände in Unschuld waschen oder sich im Nichts-Tun üben. Ein digitales Begleit- und Diskursprogramm in Form einer App sowie das Stipendium für Nichtstun ergänzen das Projekt. Im Rahmen der Ausstellung wird das Stipendium für Nichtstun vergeben, deren Bewerber*innen in der Ausstellung gezeigt werden. Ein diskursive Bildungsprogramm in Form einer App ergänzt das Projekt. Der Selbstlernraum in der ehemaligen Aula des MK&G ist der zentrale Ort der Schule der Folgenlosigkeit. In dieser raumgreifenden Installation erproben sich Besucher*innen spielerisch in möglicher Folgenlosigkeit – und konfrontieren sich mit den daraus erwachsenden Konsequenzen. In abwechslungsreichen Übungen wie Entscheidung abgeben, Sorge tragen oder Nichts-Tun liefern sie sich dem Zufall am Glücksrad aus, waschen ihre Hände in Unschuld oder üben sich im Warten. Das Schaudepot zeigt ausgewählte Objekte aus dem MK&G, die als Werkzeuge und Ausrüstungsgegenstände einer nach Folgenlosigkeit strebenden Gesellschaft verstanden werden können. So zeugen etwa Astragale (aus Schafsknochen gefertigte Spielsteine) davon, wie im antiken Griechenland der Zufall in die Entscheidungsfindung mit einbezogen wurde. Indonesische Amulette aus dem 19. Jahrhundert sollen vor Kontakt mit sogenannten Dschinen schützen: Diese unsichtbaren Wesen können, so die magisch-religiöse Vorstellung, durch menschliches Handeln Schaden nehmen und Rache suchen. Interventionen in die bestehenden Sammlungspräsentationen des MK&G eröffnen weitere Perspektiven auf historische Vorläufer eines folgenlosen Lebens. So wird beispielsweise an einer chinesischen Tee-schale mit Goldlack-Reparatur (12./13. Jahrhundert) im Bereich Ostasien gezeigt, dass Zerstörung nicht immer negative Folgen haben muss. Die japanische kintsugi-Technik entfaltet eine ganz eigene Ästhetik, die den Wert des wiederhergestellten Objektes sogar steigern kann.   Die Schule der Folgenlosigkeit schreibt außerdem ein „Stipendium für Nichtstun“ aus. Für die drei zu vergebenden Stipendien, die jeweils mit 1.600 Euro dotiert sind, können sich alle Interessierten ab sofort bis zum 15. September 2020 bewerben. Die Entscheidung der Jury, der u.a. der Philosoph Armen Avanessian (bekannt durch seine Theorie der Beschleunigung) angehört, wird zum Beginn der Ausstellung verkündet. Weitere Informationen unter www.hfbk-hamburg.de. Die politischen, technischen, ökonomischen und ästhetischen Dimensionen von Folgenlosigkeit mitsamt ihrer Ambivalenz und Widersprüchlichkeit werden von Friedrich von Borries und dem österreichischen Filmemacher Jakob Brossmann in begleitenden Filmen reflektiert. Eine vom Berliner Künstlerkollektiv Refrakt entwickelte App führt in Form eines Spiels durch die Ausstellung und stellt Exponate und Übungen vor. Darüber hinaus hält sie vertiefende Inhalte wie Filmbeiträge oder Expert*inneninterviews zur Ausstellung bereit. Friedrich von Borries (*1974) ist Architekt und seit 2009 Professor für Designtheorie an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK). Sein Berliner Projektbüro Friedrich von Borries agiert im Spannungsfeld von Architektur, Design, Kunst und Stadtentwicklung. 2010 kuratierte er die Ausstellung Klimakapseln. Überlebensbedingungen in der Katastrophe im MK&G. Die Schule der Folgenlosigkeit ist eine Initiative der HFBK Hamburg in Kooperation mit dem MK&G. Die Schule der Folgenlosigkeit wird gefördert durch die Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke der Freien und Hansestadt Hamburg (BWFGB), die Hamburg Open Online University (HOOU), die Friede Springer Stiftung, die Kursbuch Kulturstiftung sowie die Leinemann Kunststiftung Nikolassee und unterstützt von der Hamburg Innovation GmbH. Weitere Partnerinnen sind die Katholische Akademie Hamburg sowie die Evangelische Akademie der Nordkirche. Das diskursive Bildungsprogramm ist eine Kooperation zwischen der Bundeszentrale für politische Bildung und der HFBK Hamburg.
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posted 06. Apr 2021

Voluspa Jarpa. Syndemic Studies

20. Mar 202114. May 2021
Voluspa Jarpa. Syndemic Studies Kuratiert von Tiago de Abreu Pinto Eröffnung: Samstag, den 20. März 2021, 16-21 Uhr Laufzeit: 20. März bis 14. Mai 2021 Voluspa Jarpa, Gewinnerin des neuen Julius Baer Art Prize for Latin American Female Artists präsentiert erste Solo Show in Berlin NOME freut sich, die Einzelausstellung Syndemic Studies von Voluspa Jarpa ankündigen zu können, kuratiert von Tiago de Abreu Pinto. Syndemic Studies ist die Studienphase des Projekts SINDEMIA, mit dem Jarpa den ersten Julius Baer Art Prize for Latin American Female Artists, gewonnen hat, in Zusammenarbeit mit dem Modern Art Museum in Bogota - MAMBO (2021). Der Begriff “syndemisch” wurde in den 1990er Jahren im Bereich der medizinischen Anthropologie eingeführt, um die synergetische Natur von Krankheiten zu beschreiben, d.h. wie eine Erkrankung mit anderen Krankheiten interagiert. In Syndemic Studies diagnostiziert Jarpa die vielfältigen, miteinander verflochtenen Krankheiten, von denen ihr Heimatland Chile derzeit betroffen ist. Zwischen Oktober 2019 und Juni 2020 erlebten die Bürger Chiles eine Krise nach der anderen. Eine soziale Revolte breitete sich auf den Straßen der Städte des Landes aus, die durch eine Erhöhung der U-Bahn-Tarife ausgelöst wurde, sich aber schnell auf breitere Themen im Zusammenhang mit wirtschaftlicher und sozialer Ungleichheit ausweitete. Als “social outbreak” (dt.: sozialer Ausbruch) bezeichnet — ein Begriff, der typischerweise bei der Ausbreitung von Krankheiten verwendet wird — brachten die Versammlungen, die im öffentlichen Raum stattfanden, neue Konstellationen dessen hervor, was die Theoretikerin Ariella Azoulay "die zivile Sprache der Revolution" nennt. Bestehend aus einer Reihe von Gesten, Bewegungen, Zeichen, Klängen und Bildern, die zeitgenössische geopolitische Grenzen sowohl transzendieren als auch untergraben, kann diese Sprache von jedem gesprochen werden, "aber niemals allein, ihre Aussagen werden von vielen und durch viele gemacht." Voluspa Jarpa greift auf das visuelle Vokabular dieses sozialen Schocks zurück, um eine Reihe neuer Arbeiten zu schaffen, die die Sprachen von Macht und Widerstand erforschen. Luftgewehrkugeln, mit denen Demonstranten gezielt geblendet wurden, und Laser, mit denen Demonstranten die Polizei verwirrten, erscheinen in unterschiedlichen Formationen in einer Reihe von "Studien", darunter eine Laser-Installation, eine "schwebende" Skulptur aus Metallkugeln und Drucke von durch Kugeln zerlöcherten Bäumen. Voluspa Jarpa (geb. 1971, Rancagua, Chile) lebt und arbeitet in Santiago de Chile. Ihre Arbeiten wurden in bedeutenden internationalen Einzelausstellungen gezeigt, darunter Cuerpo político: archivos públicos y secretos in der Gabriela Mistral Gallery der Universidad de Chile (2017) und En nuestra pequeña región de por acá im MALBA, Buenos Aires (2016). Sie hat an vielen internationalen Ausstellungen teilgenommen, darunter in Altered Views, Chilenischer Pavillon auf der 58. Biennale von Venedig, Italien (2019); bei der BIENALSUR, Riad und Buenos Aires (2019); in Artists & Agents - Performance Art and Secret Services (Gewinnerin des AICA "Exhibition of the Year" Award in 2020), HMKV, Dortmund (2019); Proregress, 12. Shanghai Biennale (2018); Parapolitics: Kulturelle Freiheit und der Kalte Krieg, Haus der Kulturen der Welt, Berlin (2017-2018); Resistance Performed - Aesthetic Strategies under Repressive Regimes in Latin America, Migros Museum, Zürich (2016); 31. Sao Paulo Biennale, Brasilien (2014); und 12. Istanbul Biennale (2011).

artist

Voluspa Jarpa 
NOME Berlin

Potsdamer Str. 72
10785 Berlin

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posted 05. Apr 2021

PAOLO CANEVARI - SELF-PORTRAIT / AUTORITRATTO

22. Feb 202117. Apr 2021
PAOLO CANEVARI SELF-PORTRAIT / AUTORITRATTO 22 Febbraio - 17 Aprile 2021 Italian contemporary artist Paolo Canevari is best known for transforming everyday materials and icons into large-scale sculptures that confront his audience with stark, political and philosophical commentary. Throughout his career, Canevari has worked in a variety of media, most notably tyres and inner tubes, painting, drawing, performance, animation and film. The provocative nature of the artists’ works, and his active role within art world in New York, where he lived and worked for many years, have kept Canevari in the spotlight of both the American and Italian contemporary art scenes. Cardi Gallery is proud to present the first major solo show of Canevari’s work in the UK, an extensive survey exploring thirty years of the artist’s practice, the culmination of a decade-long collaboration with the gallery. A museum-scale exhibition occupying four floors at Cardi London in Mayfair, ‘Self-portrait / Autoritratto’ brings together over 30 works including sculptures, drawings and installation that range from the artist’s notorious 1990s rubber sculptures to his most current series ‘Monuments of the Memory: Landscapes’ and ‘Constellations’. Many of the works are shown here for the first time. ‘Self-portrait / Autoritratto’ aims
to illustrate Canevari’s worldview
through the artist’s deeply
introspective creative process.
It brings to the fore not only a
reflection on the self but also,
in the artist’s words “…a political
reading of making art, intended to
measure what Pasolini had defined
“the injustice of the world”. “Art is a democratic, progressive force, so it should ideally serve society, not the powers that be. In my work, the use of icons, symbols, and forms from various cultures is a way of drawing attention to their true meaning, tied to dogmas or other forms of power; they’re a way to open up a dialogue with the viewer and stimulate a reaction. […] The “political” character of my work is just one of many possible interpretations of what I do.” “What I wish to express is a radical, subversive attitude towards art and the idea of art as it has been conceived and conveyed by globalised consumeristic society, therefore raising the level of moral and ethical perception of the world.” The ambiguity of Canevari’s artworks, suspended in their brutalist aesthetic between irony and disquiet, is a successful result of both conceptual and formal transformation of industrial materials. Oil and its applications (synthetic rubber, exhaust motor oil, etc) are at the heart of his vocabulary; in his hands they become ambiguous symbols of the systemic violence that permeates today’s declining world, where the threat of war – whether in the name of spiritual or monetary values – is constant and humankind’s memory is tragically too short. “To me, an artwork is profoundly important when it does not recoil into a one- way structure – whether ideological or technical – but when it opens up to different perspectives for the viewer, therefore broadening their thought.” Paolo Canevari The exhibition is accompanied by a catalogue with an essay by the eminent American curator Robert Storr; an interview with Iranian artist Shirin Neshat and a homageto Canevari by the acclaimed Italian novelist Andrea Camilleri. A series of artist talks, and exhibition tours will be held in conjunction with the show.
Cardi Gallery, London

22 Grafton Street
W1S 4EX London

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posted 04. Apr 2021

Rinus Van de Velde. I’d rather stay at home, ...

02. Mar 202120. Jun 2021
opening: 02. Mar 2021
Rinus Van de Velde I’d rather stay at home, ... 02.03.2021 - 20.06.2021 Rinus Van de Velde (*1983) erzählt fiktive autobiografische Geschichten mittels grossformatiger Kohlezeichnungen, dreidimensionaler Kartonwelten, Filmen, Fotografien, Farbstiftzeichnungen und Keramik. Zwischen Realität und Fiktion schwankend, tauchen in seinen Werken schei-ternde Helden, grossmütige Forscher und schlaksige Tennisspieler in langen Hotelfluren auf. Mit I’d rather stay at home, ... widmet das Kunstmuseum Luzern dem belgischen Künstler Rinus Van de Velde die erste umfassende Einzelausstellung. Der Kern der Präsentation bilden die Vi-deos The Villagers (2019–2020) und La Ruta Natural (2019–2021). The Villagers erzählt Ge-schichten verschiedener Protagonisten, die durch ein Bergdorf und das Regenwetter verbunden sind: Ein Abenteurer brät im Wald sein Spannferkel, ein anderer ist im Nirgendwo mit dem Auto unterwegs, während sich der eine Künstler ein Hotelzimmer zu eigen macht und der andere Kopfüber im Atelier malt. La Ruta Natural («Naturpfad») ist der zweite Film von Rinus Van deVelde. Der Titel ist ein Palindrom, eine Folge von Buchstaben die vor- und rückwärts gelesen (den gleichen) Sinn ergibt. In La Ruta Natural verfolgt der Held scheinbar einen Plan, der darin mündet, mittels einer komplizierten Maschinerie einen roten Luftballon aufzublasen und losflie-gen zu lassen. Auf seinem Weg fährt er in einem hellblauen Cabriolet eine spektakulär steile Passstrasse hinab. Danach überschüttet er das Gefährt mit Benzin und zündet es an. Der Wagen taucht schon in The Villagers auf, der Fahrer trägt nun aber eine Maske mit Rinus Van de Veldes Gesicht, was ihm ein puppenhaftes Aussehen verleiht. Dieser Maske begegnen Besucherinnen und Besucher am Eingang zur Ausstellung. Wie die Filme in endloser Schlaufe laufen, folgt die Ausstellung keiner linearen Erzählung. Dieselben Protagonisten, Requisiten und Szenen tauchen auf Zeichnungen, in Filmen und Kulissen auf und oft erschliessen sich die Objekte erst bei der zweiten Begegnung. So taucht man immer tiefer in Rinus Van de Veldes Kosmos ein und trifft an jeder Kreuzung eine Entscheidung, bis man in den Requisiten beinahe verloren geht, zwischen einem meterlangen Tunnel, durch den der Protagonist im Film in einen unterirdischen Maschinenraum gelangt, und dem Hausdach, dass aus dem Hochwasser ragt und im Film einem Pärchen Schutz bietet. Rinus Van de Velde baut die Kulissen in seinem Atelier mit viel Liebe zum Detail aus Holzlatten, Karton und Pappmaché. Die Helden in seinem Werk erinnern an die Typen aus Filmen und Geschichten, Figuren, die ihre Gültigkeit verloren haben: Das schweigsame Grossmaul, das sich alleine durch die entlegensten Regionen kämpft, der introvertierte Held, der einsam im Atelier an seinem Lebenswerk schafft. Die Vergeblichkeit ihrer Expeditionen und Absurdität ihrer Unternehmungen weckt Neugierde und lässt uns über die menschliche Unzulänglichkeit lächeln. Rinus Van de Velde nutzt die Zeichnung, um einer Idee oder einem Plan Form zu geben, für die Visualisierung von Ideen und der Schaffung seiner fiktiven Universen. Die Zeichnungen zitieren pseudo-autobiografische Momente aus dem Leben des Künstlers: Als Forscher im Einbaum oder als Maler im Studio nimmt er beliebige Identitäten an. Dabei bedient er sich frei im kunsthisto-rischen Repertoire von Malstilen. Verspielte Keramiken mit Referenzen zu Bob Dylan oder Gus-tave Courbets L’Origine du monde sind eigenständige Objekte. kuratiert von Fanni Fetzer

curator

Fanni Fetzer 
Kunstmuseum Luzern

Europaplatz 1
CH-6002 Lucerne

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posted 03. Apr 2021

Daniel Dewar & Grégory Gicquel

26. Mar 202120. Jun 2021
Daniel Dewar & Grégory Gicquel 26. März – 20. Juni 2021 Erster Ausstellungstag: Donnerstag, 25. März 2021 Daniel Dewar & Grégory Gicquel Das Künstlerduo Daniel Dewar und Grégory Gicquel experimentierte über die Jahre mit einer Vielzahl von Materialien und Techniken. Diese erlernen sie zunächst autodidaktisch und stellen dafür auch teilweise die Arbeitsmittel wie Webrahmen oder holzbefeuerte Brennöfen her. Sie hauen Stein, schnitzen Holz, formen Ton und Keramik und greifen auch handwerkliche Techniken wie Sticken und Weben auf. Den Bruch mit der Tradition stellen die beiden durch die Verbindung der Medien mit ihren Motiven dar: Massive Kästen und Schränke aus Eichenholz beispielsweise, aus denen Eingeweide, Tierteile oder menschliche Gliedmaßen hervorwachsen, amüsieren und irritieren gleichermaßen. In ihren Werken verschmelzen Menschen, Tiere und Pflanzen zu einer bizarren und sinnlichen Einheit. Durch Kontextverschiebung und phantasievolle Kombinationen schaffen Dewar & Gicquel absurde Objekte, die wie Chimären oder Fabelwesen einer anderen Wirklichkeit angehören. Daniel Dewar, geboren 1976 in Forest of Dean (GB), lebt und arbeitet in Brüssel. Grégory Gicquel, geboren 1975 in Saint-Brieuc (FR), lebt und arbeitet in Plévenon (FR). * Zur Ausstellung erscheint ein Künstlerbuch.
Wiener Secession

Friedrichstraße 12
A-1010 Vienna

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posted 02. Apr 2021

The Absence of Mark Manders

20. Mar 202120. Jun 2021
The Absence of Mark Manders Sat. 20 Mar - Sun. 20 Jun, 2021 Sculptures looking as though a mere touch would bring them crashing down, objects of obscure age and origin, a studio bearing the evidence of departed occupants, long dark corridors, ... Welcome to the world of Mark Manders, a mixture of calmness and unease. The Museum of Contemporary Art Tokyo (MOT) is delighted to present the first solo exhibition at a Japanese art museum by Mark Manders, a Dutch artist who occupies a unique position in the contemporary art scene. Mark Manders was born in 1968 in Volkel, the Netherlands, and currently works from his studio in Ronse, Belgium. In 1986, at the age of eighteen, he had a sort of epiphany that inspired his “Self-Portrait as a Building” concept. This has informed his work ever since, utilizing the form of a "building" for over thirty years as the framework for a self-portrait of an imaginary artist named, like the artist himself, “Mark Manders.” During this period, the artist has produced a series of sculptures and objects to be placed in the rooms of the building, presenting them as installations. By means of the overall layout of these works, he is constructing a human figure, which results in the creation of a world with a unique and extremely large framework. Based on this fictional framework, the creative world of his works displays an unparalleled vision, and attracts worldwide acclaim, as does the quality of each of the individual works, probing deeply into the concept of sculpture. For this solo exhibition, Manders conceived of the whole exhibition as the installation of a single work, the building. Individual works are assembled from images based on art history and personal memories, from statuary and words, and from a variety of furniture and other objects. To the viewer, they invoke complex emotions, distort the sense of time, and encourage thought and introspection. Each independent work is fascinating in isolation, but being part of a larger framework reveals new aspects that are even more captivating. Each work manifests as a part of this imaginary building, where the real Manders who produces the works and the self-portrait of the imaginary Manders intermingle, fading and reappearing as they lure viewers into a fictional space. At the same time, individual works are interchangeable—like words in a sentence, they can be swapped around according to the room and the configuration. Because of that, the imaginary building as a whole resembles an automatic mechanism undergoing constant modification and updating. The “Absence” in the title is one of the keywords behind all of Manders’ works. It carries multiple meanings, including reference to the stillness and the sense that what can be seen in an installation is a moment frozen in time, to the traces of departed occupants, and to the way that agency flits between the real artist and the imaginary artist. It can also be considered to denote the fact that the work is autonomous, capable of maintaining an independent existence even if the artist is absent. Manders’ world continues to enthrall those who enter it, encouraging them to reconsider their thoughts regarding the meaning of art, and their thoughts regarding time and experiences of human life and imagination. This solo exhibition is a highly valuable opportunity to gain a deep appreciation of Manders’ work and to observe its unique structure. Viewers are recommended to hone their senses and take their time to encounter this world to the full. * Highlights Meticulously crafted works—"Frozen moment" Each and every work by Manders incorporates a multitude of elements, such as his personal memories and lifestyle, and fragments of art history from a number of periods and regions. Some works appear heavily weathered, with fragile material likely to collapse at any moment, while others have the moist gloss of freshly-sculpted clay. There are works combining parts in inconceivably tense arrangements, and works with strangely uncomfortable scale. In addition to the mixture of calmness and unease, from these carefully calculated and meticulously executed works comes the sense that everything froze in place at the same instant, stopping the flow of time. This world, which the artist describes as a “frozen moment,” incites a longing for an unchanging world without decay, leaving a powerful impression on viewers. Intriguing installations at the heart of Manders’ practice Each of Manders’ individual works is viable in its own right, but the works are all connected to the idea of a "building" as the self-portrait of an imaginary artist named “Mark Manders.” In that sense, a viewer standing in front of one of these physical works is simultaneously in the imaginary room that is a part of the building. This space where fact and fiction overlap is one of the great attractions of Manders’ works. The artist began working on his ideas for this exhibition back in March 2019, and conceived of the whole of the exhibition gallery space on one floor at the museum (1,000m2) as a single work. Installation is a key part of Manders’ practice. His world can only be appreciated to the fullest extent by actually entering these installations. Venice Biennale exhibit presented for the first time in Japan The exhibition incorporates the well-known works that have been a consistent feature of the artist’s recent major solo exhibitions. These include his representative works Nocturnal Garden Scene and Mind Study, which MOT is arranging to borrow from museum collections in Belgium and the Netherlands to be exhibited in Japan for the first time. Mind Study was part of his presentation at the 55th International Venice Biennale in 2013. In addition, Manders plans to produce one of the room motif installations that he professes to be very fond of. Viewers who enjoyed the interplay between the works of Manders and Michaël Borremans in their dual exhibition at the 21st Century Museum of Contemporary Art, Kanazawa (19 September 2020 – 28 February 2021) will be fascinated to see Manders’ works from a different perspective. The differences in approach between the two exhibitions results in a rare opportunity for a multifaceted exploration of the work of Mark Manders, leading to a deeper understanding of the attraction and significances of his work. Profile of Mark Manders Born in 1968 in Volkel, the Netherlands, and currently lives and works in Ronse, Belgium. Studied design at the Arnhem Academy of Art and Design from 1988 to 1992. Since 1986, his works have been based on his “Self-Portrait as a Building” concept. Creating sculptures and objects to be placed in the rooms of this imaginary building, he presents his works as a series of installations. In 1988, he collaborated with Roger Willems to launch Roma Publications. In addition to Manders’ artist books and exhibition catalogues, this publishing company produces books for other artists, and makes the notional newspapers that are one of Manders’ representative works. He has participated in many international art festivals, including the São Paulo Biennale (1998), Documenta 11 (2002) and the Venice Biennale (2013). Solo exhibitions include an exhibition that toured Europe from 2008 to 2009, an American tour in 2011, and, more recently, an extensive retrospective at the Bonnefantenmuseum in the Netherlands (2020). He has also produced monumental outdoor sculptures for the Public Art Fund (2019, Central Park, New York, USA) and Rokin Square (2017, Amsterdam, the Netherlands). His main exhibitions in Japan have been the inclusion of Tokyo Newspaper in “Territory: Contemporary art from the Netherlands" at Tokyo Opera City Art Gallery (2000), participation in the Aichi Triennale (2016), and “MICHAËL BORREMANS MARK MANDERS: Double Silence” at the 21st Century Museum of Contemporary Art, Kanazawa (2020). * Exhibition Catalogue It is scheduled to be published by HeHe at the end of April, 2021. Including installation views and texts by the artist, it will be the first Mark Manders monograph to be published in Japan.

artist

Mark Manders 
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posted 01. Apr 2021

Helen Mirra - Nine Years of Slope-Walking

10. Dec 202025. Apr 2021
Helen Mirra Nine Years of Slope-Walking 10 Dec 2020 - 25 Apr 2021 The work presented here by artist Helen Mirra is the result of more than nine years during which her daily activity has been to walk through different topographies. Walking, writing, and weaving: all everyday activities, all performed in the present tense, producing a record of time through action, a sort of meditation in motion. What we see exhibited here today is time, time in the present tense. The significance of the pieces is the process of making, of waking and walking, of walking and weaving: taking the threads of linen, wool and silk, and creating from them a composition whose beauty and value reside not only in the materials, the natural dyes, and the simple designs, but also in the concrete realization of a present time. Being and making: making in order to be. Helen Mirra was born in Rochester, New York in 1970 and lives in Muir Beach, CA. In 2015 she participated in the 12th Havana Biennial with a month-long walking project. She also participated in the 30th São Paulo Biennial (2012) and the 50th Venice Biennial (2003). A fifteen year survey (1996-2010) of her work was presented at Culturgest in Lisbon in 2014. Major exhibitions include “Acts for placing woolen and linen” at Cample Line (2020), Thornhill SCT; “No Horizon” at the Berkeley Art Museum (2019); “Gehen, weben/Caminare, tessere” at Kunst Meran/Merano Arte (2017); “Hourly Directional” at Radcliffe Institute for Advanced Study and with Ernst Karel at the MIT List Visual Arts Center (both Cambridge MA and in 2014); “gehend (Field Recordings 1-3)”, which was held at three venues: Haus Konstruktiv, Zürich (2012), KW Institute for Contemporary Art, Berlin, and Bonner Kunstverein (both 2011), “65 Instants” at the Berkeley Art Museum (2003), “Declining Interval Lands” at the Whitney Museum in New York (2002); and “Sky-wreck” at the Renaissance Society at the University of Chicago (2001). Mirra has been awarded various fellowships and residencies, including the Guggenheim Fellowship (2020), OCA in Oslo (2007/08), DAAD in Berlin (2005/2006), and IASPIS in Stockholm (2011).

artist

Helen Mirra 
Museo de Arte de Zapopan

Andador 20 de Noviembre 166, Zapopan Centro, Jalisco
45100 Zapopan

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