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posted 27. Nov 2022

Territories of Waste

14. Sep 202208. Jan 2023
opening: 13. Sep 2022 06:30 pm
Territories of Waste Über die Wiederkehr des Verdrängten 14. September 2022 – 8. Januar 2023 Eröffnung: Dienstag, 13.09.2022, 18:30 Uhr Territories of Waste zeigt vom 14. September 2022 bis 8. Januar 2023 Auseinandersetzungen mit Waste, den verdrängten Hinterlassenschaften unserer Zivilisation. Die Künstler:innen der Aus- stellung machen die globalen und ökologischen Folgen unseres Konsums sichtbar. Die rund 25 künstlerischen Positionen – unter anderem Julien Creuzet, Agnes Denes, Hira Nabi beschäftigen sich mit jenen Auswirkungen unserer Güter- und Müllproduktion, die sich unserem Blick entziehen. Neben Abfällen, die in anderen Ländern anfallen, steht auch die Verschmutzung der Umwelt im Zentrum ihrer Arbeiten. Romy Rüegger, Eric Hattan und andere Künstler:innen präsentieren neue Arbeiten, die sich direkt auf den Basler Kontext beziehen. Mit Installationen, Videos, Skulpturen, Fotografien und Performances geht die Ausstellung von unserer Gegenwart aus, während historische Arbeiten zeigen, dass sich Künstler:innen schon seit den 1960ern mit Verschmutzung und der Zerstörung der Umwelt beim Rohstoffabbau beschäftigten. Der Künstler Jean Tinguely äußerte in seinen Arbeiten Kritik an der Konsumgesellschaft. Sie stellten für das Museum Tinguely den Ausgangspunkt dar, sich aus einer heutigen, geopolitischen Perspektive mit dem Übriggebliebenen, mit Waste zu befassen. Die Arbei- ten der Ausstellung rücken das Verdrängte in den Mittelpunkt, zeigen die Narben der Landschaft und machen unser Verwoben-Sein miteinander, mit anderen Lebewesen und mit der Erde über Bilder und Geschichten erfahrbar. Sie vermitteln damit nicht nur Wissen über Zusammenhänge, sondern haben viel mehr noch die Kraft unser Denken zu öffnen. Die Beschäftigung mit Müll intensivierte sich nach dem Zweiten Weltkrieg, als zum ersten Mal der Begriff der geplanten Obsoleszenz auftauchte und als Ökologie allmählich ins globale Bewusstsein rückte. Die Zoologin Rachel Carson schrieb über die zunehmende Verschmutzung durch Pestizide, gleichzeitig wurden Müllberge zu Zeichen der westlichen Überflussgesellschaft: ein weithin sichtbares Zuviel. Die Abfallproduktion ist indes nicht geringer geworden, im Gegenteil. 2020 wurden in der Schweiz pro Kopf durchschnittlich 700 Kilogramm Müll verursacht, eine der höchsten Raten der Welt. Eine ausdifferenzierte Abfallwirtschaft sorgt aber dafür, dass der Müll weniger sichtbar geworden ist, zumindest in Europa und in Nordamerika. Doch sind Schwermetall, Feinstaub und Mikroplastik in der gesamten Ökosphäre verteilt. Zugleich zeichnet sich eine Verschiebung in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Übriggebliebenen ab: Das Verdrängte kehrt unweigerlich zurück, denn Müll verschwindet nie, er wandert nur im Kreis, wie die Biologin Lynn Margulis erläuterte. Während früher Abfall vielfach als lokales und technisch zu lösendes Problem behandelt wurde, rückt die globale Bedrohung durch Verschmutzung und Umweltzerstörung zunehmend ins Bewusstsein. Der englische Begriff Waste spiegelt diese Perspektivverschiebung im Nachdenken über das Übriggebliebene. Das Nachdenken über Waste wird nicht nur in der zeitgenössischen Kunst aufgegriffen, sondern wurde von dieser auch initiiert und geprägt. Künstlerinnen und Künstler fragen in der Ausstellung in Basel nach den versteckten und verdrängten ökologischen Bedingungen unseres Konsums und machen sie sichtbar: Die Künstlerin Pinar Yoldaş stellt sich vor, wie Lebewesen aussähen, die aus unseren mit Mikroplastik angefüllten Ozeanen hervorgehen könnten. Weniger Science-Fiction wendeten das Duo Tita Salina & Irwan Ahmett an: Ihr Video erzählt von Plastikverschmutzung und der Vermüllung von Flüssen in Jakarta. Anca Benera & Arnold Estefán haben Proben von jenen Stränden in der französischen Normandie gesammelt, an denen im Sommer 1944 die Alliierten landeten. Sie stellten fest, dass der Sand noch immer Schwermetall enthält. Julien Creuzets Installation behandelt mit filigranen Skulpturen und einem Film im Stil eines Musikvideos die Verschmutzung durch Pestizide auf den Französischen Antillen. Was Waste unsichtbar macht, ist nicht nur seine mikroskopische Grösse, sondern auch die Tatsache, dass Müll heute entlang (neo-)kolonialer Geografien global verschoben wird. Davon erzählt zum Beispiel Hira Nabi, deren dokufiktionaler Film von Frachtschiffen handelt, die an der Küste Pakistans ausgeschlachtet werden. Auch stehen die durch Bergbau und Rohstoffgewinnung zerstörten Landschaften im Zentrum künstlerischer Praktiken. Die Künstlerin Otobong Nkanga präsentiert ihre Recherchen zu einer Kupfermine in Tsumeb, Namibia in einer Installation mit Objekten, Bildern und Video. Sie erinnert damit an die Orte, die zum Zweck der Rohstoffgewinnung unter anderem unter deutscher Kolonialherrschaft ausgebeutet wurden. Zerstörte Landschaften und wastelands entstehen vor allem im Globalen Süden – weit weg, verdrängt und unsichtbar, aber durch Konsum und Abfallexport mit Europa verbunden. Die zeitgenössischen Arbeiten stehen in der Ausstellung im Dialog mit ikonischen historischen Werken: So färbte der argentinische Künstler und Umweltaktivist Nicolás García Uriburu 1981 das Rheinwasser bei Düsseldorf grün. Der Rhein war damals einer der am stärksten verschmutzen Flüsse Europas. Joseph Beuys schloss sich ihm an, und sie füllten das Wasser in Flaschen und verkauften es. Schon etwas früher beschäftigte sich die Performancekünstlerin Mierle Laderman Ukeles auf der anderen Seite des Atlantiks mit der Arbeit, die nötig ist, um eine Wohnung, ein Museum oder eine Großstadt sauber zu halten, sie definierte diese Kunst als Maintenance Art. Auch die Museumsarbeit selbst ist ein Faktor, wenn es um Abfall geht. Das zeigt Eric Hattans Arbeit in der Ausstellung. Der Schweizer Künstler baut aus alter Ausstellungsarchitektur, die in diesem Jahr angefallen ist und gesammelt wurde, im Zentrum der Schau eine temporäre Installation. Sie regt auch zu kritischem Nachdenken über den Ressourcenverbrauch der Ausstellungsgestaltung an. Sein humorvoller Umgang mit Materialien aus Kunst und Alltag erinnert an die Arbeiten Tinguelys. Die Ausstellung ist wie eine Landschaft konzipiert, in der zeitgenössische und historische Werke sowie eigens realisierte Arbeiten Vielstimmigkeit erzeugen, ohne dem Publikum einen didaktischen Parcours vorzugeben. Territories of Waste knüpft an Jean Tinguelys Haltung an: «Wir hätten so gerne Ewigkeit, Sicherheit, Dauerhaftigkeit und Unvergänglichkeit im Besitz, im Denken oder im Sein. Doch unser einziger Besitz ist Veränderung.» Das Museum will anregen, sich mit solchen wichtigen gesellschaftlichen Wandlungen auseinanderzusetzen. Deshalb bietet die Ausstellung eine Plattform, die das Bewusstsein für das (neo-)koloniale Ausbeutungssystem, die Zusammenhänge unterschiedlicher Lebensformen, für Kreisläufe auf unserem Planeten und die Endlichkeit von Ressourcen schärft. Nachhaltigkeit und die Grenzen des Wachstums sind auch im Kunstbetrieb dringende Themen. Territories of Waste nimmt sich dieser Themen an und bietet Raum für Diskussion und kritisches Nachdenken. Die Ausstellung wird begleitet von einem Programm mit Künstler:innengesprächen und Workshops, die gemeinsam von Museumspädagog:innen und teils von Mitarbeitenden des Tiefbauamt Basel durchgeführt werden (u. a.). Das Angebot lädt ein, die Themen der Ausstellungen zu vertiefen. Künstler:innen: Arman, Helène Aylon, Lothar Baumgarten, Anca Benera & Arnold Estefán, Joseph Beuys, Rudy Burckhardt, Carolina Caycedo, Revital Cohen & Tuur Van Balen, Julien Creuzet, Agnes Denes, Douglas Dunn, Julian Aaron Flavin, Eric Hattan, Eloise Hawser, Fabienne Hess, Barbara Klemm, Diana Lelonek, Hira Nabi, Otobong Nkanga, Otto Piene, realities:united, Romy Rüegger, Ed Ruscha, Tita Salina & Irwan Ahmett, Tejal Shah, Mierle Laderman Ukeles, Nicolás García Uriburu, Raul Walch, Pinar Yoldaş. Kuratorin Dr. Sandra Beate Reimann
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posted 26. Nov 2022

Dana Washington-Queen: Resume At the Point of Interruption

09. Sep 202208. Jan 2023
Sep 9, 2022 – Jan 8, 2023 **Dana Washington-Queen: Resume At the Point of Interruption** Lens-based artist dana washington-queen (b. 1985) uses writing and video-making as an inquiry into freedom and escape. What are freedom’s possibilities? Where can it be found; what does it feel like? These questions, among others, animate the video installations, collages, and sculptures that constitute Resume at the Point of Interruption. The title of this exhibition is taken from the National Basketball Association rulebook, section XIV, which stipulates that officials can suspend a game for unusual circumstances. The game must then resume where the basketball was at the point of interruption. washington-queen, who grew up playing sports, situates the iconography of basketball in histories both deep and personal to see how the laboring, spectacularized, and surveilled Black body functions for different gazes—and performs minor, fugitive, and creative acts of freedom at the same time. washington-queen’s text “The Black Noetic” (on view here) is the conceptual springboard for all of the presented works. This text was inspired in part by poet Kevin Young’s statement that “the fabric of black life has often meant its very fabrication, making a way out of no way, and making it up as you go along.” Ultimately, the exhibition is an experimental portrait of improvisatory Black life, a moving portrait that traces a continuum of interruption, suspension, and possible recovery. Documentation of all works and select videos will also be accessible on thepointofinterruption.com. Resume at the Point of Interruption was curated by Enjoli Moon. This exhibition is supported by the Ellsworth Kelly Award, made possible by the Ellsworth Kelly Foundation and the Foundation for Contemporary Arts.

curator

Enjoli Moon 
ICA Richmond

601 W Broad St
VA 23220 Richmond

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posted 25. Nov 2022

Kingdom of the Ill

01. Oct 202205. Mar 2023
1. Oktober 2022 – 5. März 2023 Eröffnung 30. September 2022 **Kingdom of the Ill Das zweite Kapitel von TECHNO HUMANITIES (2021-2023)** Kingdom of the Ill, von Sara Cluggish und Pavel S. Pyś kuratiert, ist eine internationale Gruppenausstellung, die das gesamte MUSEION bespielt und am 30.September 2022 eröffnet. Die Ausstellung markiert das zweite Kapitel des vom Museion-Direktor Bart van der Heide lancierten Langzeitprojekts TECHNO HUMANITIES. Kingdom of the Ill, untersucht die Beziehung zwischen dem Individuum und zeitgenössischen sozialen, betrieblichen und institutionellen Systemen, die auf das Erleben von Pflege und Wohlbefinden einwirken. Die Ausstellung reagiert auf aktuelle Debatten über Krankheit und Gesundheit, Verschmutzung und Sauberkeit sowie Pflege und Vernachlässigung und stellt sich die Frage, wie und von wem festgelegt wird, ob ein Körper krank oder gesund ist. Wie bestimmen öffentliche Sozialsysteme und betriebliche Sozialeinrichtungen das Gesundheitswesen, und wie können wir gängige Definitionen von guter gesundheitlicher Verfassung in Frage stellen? Kann man in Zeiten einer globalen Pandemie, zunehmender sozialer Ängste, steigender Gesundheitskosten, zunehmender Überwachung medizinischer Informationen und wachsender Prekarisierung der Kreativbranche überhaupt wirklich gesund sein? Kingdom of the Ill, zeigt unter anderem Werke von Enrico Boccioletti, Brothers Sick (Ezra and Noah Benus), Shu Lea Cheang, Heather Dewey-Hagborg & Phillip Andrew Lewis, Julia Frank, Sharona Franklin, Barbara Gamper, Nan Goldin, Johanna Hedva, Ingrid Hora, Adelita Husni-Bey, Ian Law, Carolyn Lazard, Lynn Hershman Leeson, Juliana Cerqueira Leite & Zoë Claire Miller, Mary Maggic, Mattia Marzorati, Prescription Addiction Intervention Now (P.A.I.N.), Erin M. Riley, P. Staff, und Lauryn Youden. Von der in Berlin lebenden Künstlerin Ingrid Hora stammt die anlässlich der Ausstellung in Auftrag gegebene Skulptur Collective Effort für die MUSEION Passage. Das Werk zeigt Ton-Abdrücke von Freiwilligen und Fachleuten in der regionalen Pflegearbeit. Collective Effort wurde von Frida Carazzato kuratiert und verweist auf immaterielle Netzwerke bürgerlichen Engagements und Zeichen des Vertrauens, die Initiativen wie das mehrjährige Forschungsprojekt CHRIS (Cooperative Health Research in South Tyrol) vorantreiben. CHRIS entstand als Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Biomedizin des Forschungszentrums Eurac Research in Bozen und den Südtiroler Gesundheitsbehörden. CHRIS umfasst eine wachsende DNA-Bank, mit der die Präventivmedizin in der alternden Bevölkerung des Vinschgaus gestärkt und ausgebaut werden soll, um das Auftreten und das Entstehen von Volkskrankheiten besser verstehen zu können Kingdom of the Ill, kodifiziert einen signifikanten Moment, in dem Ungleichheiten offensichtlich werden, die dazu geführt haben, grundlegende Methoden von Gesundheitsversorgung, Hilfsnetzwerken, Wohlbefinden und Freundschaft neu zu überdenken. Kingdom of the Ill. Das zweite Kapitel von TECHNO HUMANITIES (2021-2023) Kuratiert von Sara Cluggish und Pavel S. Pyś Ausstellungsgestaltung Diogo Passarinho Studio
Museion, Bozen/Bolzano

MUSEION OF MODERN AND CONTEMPORARY ART | Piazza Piero Siena, 1
39100 Bolzano

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posted 24. Nov 2022

Life Between Buildings

02. Jun 202216. Jan 2023
02.06.2022 - 16.01.2023 **Life Between Buildings** Inspired by the history of community gardens in New York City, Life Between Buildings explores how artists have engaged the city’s interstitial spaces—“vacant” lots, sidewalk cracks, traffic islands, and parks, among others—to consider the politics of public space through an ecological lens. Bringing together select archival materials and artworks from the 1970s through the present day, the exhibition looks beyond a history of artists transforming buildings (such as MoMA PS1) to how they have engaged the spaces in between, turning negative spaces into sites for common life: gardens, installations, performances, and gatherings. Beginning in the 1970s, at a moment when New York City faced a severe fiscal crisis, grassroots groups across New York City began converting lots into community gardens. This coincided with artists’ efforts to think beyond the confines of the studio, gallery, and museum as sites for their work. At certain moments, these histories intertwined: artists made work in conversation with, and sometimes directly joining, community efforts to rethink the cityscape, recovering space towards creative, communal, and ecological ends. By repurposing liminal and overlooked sites, these groups and artists ask us to rethink how life—human and non-human—can grow in a city where space has become increasingly scarce and nature progressively imperiled. Life Between Buildings is organized by Jody Graf, Assistant Curator, MoMA PS1.

curator

Jody Graf 
MoMA PS1, Long Island City

MoMA PS1 | 22-25 Jackson Ave. at 46 Ave., Queens
NY 11101 Long Island City Queens

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posted 23. Nov 2022

Reminder_Grenzen der Freundschaft

26. Jun 202230. Apr 2023
opening: 26. Jun 2022 02:00 pm
Reminder_Grenzen der Freundschaft Tourismus zwischen DDR, ČSSR und Polen 26.06.2022-30.04.2023 Eröffnung 26.06.2022, 14 Uhr Durch Europa verlief im Kalten Krieg der „Eiserne Vorhang“, doch auch die Grenzen zwischen den sozialistischen „Freundesländern“ waren ein Politikum und nur beschränkt passierbar. In den sechziger Jahren wurden sie zwar etwas durchlässiger, einen wahren Aufbruch markiert jedoch das Jahr 1972: In der DDR, ČCSR und Polen traten Regelungen in Kraft, die den wechselseitigen Grenzübertritt ohne Pass und Visum erlaubten. Millionen von Menschen nutzten dies bereits im ersten Jahr. Sie unternahmen Urlaubsreisen, Tagesausflüge oder Einkaufstouren in die Nachbarländer. Die Ausstellung beleuchtet die vielschichtigen Reiseerfahrungen hinweg über die „Grenzen der Freundschaft“. Zu sehen sind touristische Sachzeugnisse aus dem Museum Utopie und Alltag, aus weiteren Sammlungen und Archiven sowie von privaten Leihgeber\*innen: von Reisekatalogen, Plakaten, Kartenmaterial bis zu Urlaubssouvenirs, Ansichtskarten, Fotoalben und Kleinbildfilmen. Eine Ausstellung des Museum Utopie und Alltag, in Kooperation mit dem Zentrum für Interdisziplinäre Polenstudien der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Die Ausstellung beleuchtet die vielschichtigen Reiseerfahrungen hinweg über die „Grenzen der Freundschaft“. Zu sehen sind touristische Sachzeugnisse aus dem Museum Utopie und Alltag, aus weiteren Sammlungen und Archiven sowie von privaten Leihgeber\*innen: von Reisekatalogen, Plakaten, Kartenmaterial bis zu Urlaubssouvenirs, Ansichtskarten, Fotoalben und Kleinbildfilmen. Besucher\*innen sind eingeladen, die Ausstellung durch ihre persönlichen Reiseandenken und Erinnerungen zu ergänzen! Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt des Museum Utopie und Alltag und des Zentrums für Interdisziplinäre Polenstudien der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Studierende haben unter Leitung von Dr. Mark Keck-Szajbel, der umfangreiche kulturwissenschaftliche Forschungen zu den „Grenzen der Freundschaft“ vornahm und hierüber seine Dissertation verfasste, die Schau seit Sommer 2021 maßgeblich erarbeitet. Gefördert ist das Projekt durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Das Museum Utopie und Alltag ist Teil der Initiative Stadt der Brückenbauer und unterstützt damit die Bewerbung von Frankfurt (Oder) als Standort für das Zukunftszentrum für Europäische Transformation und Deutsche Einheit.
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posted 22. Nov 2022

THE 1970s: _____ Video and film pioneers in the 1970s in Belgium / Alexander Kluge: Minutenfilme #5

24. Sep 202218. Dec 2022
September 24–December 18, 2022 Opening night: September 24, 6–9pm **THE 1970s: _____ Video and film pioneers in the 1970s in Belgium Alexander Kluge: Minutenfilme #5** argos is excited to present two new exhibitions: THE 1970s: _____ and Alexander Kluge: Minutenfilme #5. THE 1970s: _____ THE 1970s: _____ highlights a remarkably prolific era of artistic production in Belgium that saw the acceleration of audiovisual experimentation with artists fully exploring the creative and technological possibilities of video and film. Played out predominantly across the geo-cultural axis of Liège—Antwerp, with important digressions in Brussels, Aalst, Namur, and Knokke, it marks a period during which artists developed new forms of production that were often collaborative, immaterial, and interdisciplinary in nature. THE 1970s: _____ is the first public manifestation of a long-term research project launched by argos in 2018. The exhibition divides the findings of this research into four main themes: means of production, events, artist collectives, and the interdisciplinary. There is also special emphasis on the utopian potential of video and film, as the exhibition recreates a selection of key installations from the era besides presenting digitised artworks originally shot on U-matic, Sony Open Reel, 16mm, and Super 8. Artists: Lili Dujourie, Marc Verstockt, Jacques Charlier, Daniël Dewaele, Frank Van Herck, Filip Francis, Raoul Van Den Boom, Daniël Weinberger, Barbara & Michael Leisgen, Jacques Lennep, Groupe CAP, Edith Dewitt, Gary Bigot, Hubert Van Es/Flor Bex, Chris Goyvaerts, Robert Stéphane, Guy Jungblut, Jan Debbaut, Luc Deleu, Leo Copers, Roger D’hondt, Joëlle de La Casinière, Philippe Van Snick, Philippe Incolle, Yves De Smet, De Nieuwe Coloristen, Guy Schraenen, Maurice Roquet, Bernard Queeckers, Pierre Courtois, ... Curators: Dagmar Dirkx with Niels Van Tomme * Alexander Kluge: Minutenfilme #5 Minutenfilme #5 is the fifth chapter of a year-long, rotating exhibition presenting five sequential constellations of eight films each by Alexander Kluge. Compiled by the eminent German filmmaker especially for this occasion, this presentation features selections of recent Minutenfilme—short, hybrid films that typically run from one to eight minutes. Ranging from the theoretical to the operatic, from the cosmic to the mathematical, these short films spring from the filmmaker’s ever-curious and critical mind to enter into dialogue with contemporary and historical events. Kluge’s idiosyncratic editing technique—influenced by both the classic editing style of Hollywood and the dialectic editing theories of Soviet cinema—allows him to condense complex, and oftentimes highly absurd, ideas into a few minutes. The result is ironic, sharply biting social commentary that imagines an active role for the viewer: “The viewers are the medium, what they cannot imagine neither can exist in the medium.” Alexander Kluge: Minutenfilme is organised in cooperation with Literaturhaus Berlin and Goethe-Institut Brüssel. Curator: Niels Van Tomme
ARGOS, Brussels

Werfstraat 13 Rue du Chantier
B-1000 Brussels

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posted 21. Nov 2022

Richard Long

16. Nov 202221. Jan 2023
16 November 2022 – 21 January 2023 at 27 Bell Street, London **Richard Long** Richard Long has been in the vanguard of conceptual art since he created the iconic work, A Line Made by Walking (1967), while still at Saint Martin’s School of Art. By transforming a journey – or physical intervention – within the landscape into an object in its own right, Long changed the way art was perceived. Long has since walked the earth through mountains and deserts, from shorelines to grasslands and from rivers to snowscapes. He mediates his experience of these places through photographs, maps and text works, where measurements of time and distance, place names and phenomena are vocabulary for both original ideas and powerful, condensed narratives.

artist

Richard Long 
Lisson Gallery, London

27 Bell Street
NW1 5DA London

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posted 20. Nov 2022

Gormley /Lehmbruck - Calling on the Body

23. Sep 202226. Feb 2023
Gormley/Lehmbruck - Calling on the Body” 23. September 2022 bis 26. Februar 2023 Das Lehmbruck Museum zeigt die bislang größte Ausstellung des britischen Bildhauers Antony Gormley in Deutschland. Gormley, international bekannt als einer der wichtigsten und einflussreichsten Bildhauer der Gegenwart, ist ein langjähriger Bewunderer der Werke Wilhelm Lehmbrucks, ihrer Innerlichkeit, Ausgeglichenheit, Ruhe und ihres reflexiven Potenzials. Die Ausstellung ist als Dialog zwischen den beiden Künstlern angelegt und zeigt Schlüsselwerke, die mit fast einem Jahrhundert Abstand voneinander geschaffen wurden. Sie zieht Parallelen zwischen Gormley und Lehmbruck, die beide den Körper als Ort der Transformation hin zu einem Zustand des reinen Seins und der stillen Kontemplation begreifen. „Calling on the Body” bezieht den auratischen Lehmbruck-Flügel und das gesamte Museum mit ein. Verteilt über 3000 Quadratmeter Ausstellungsfläche, setzen Gormleys Skulpturen dabei im ganzen Gebäude Interpunktionszeichen. Die ausgewählten Arbeiten spiegeln die große Bandbreite seines Schaffens, von den bahnbrechenden frühen Bleiarbeiten zu der neueren Serie „Slabworks”, die den Körperraum in Architektur verwandelt. Mit den 300 lebensgroßen Betonbunkern von „Allotment II” (1996) wird zudem eine raumgreifende Installation präsentiert. Im Atrium des Museums schließlich scheint „Drift VI” zu schweben, ein Energiefeld, das einen Hohlraum in Form eines Körpers umschließt. Das Werk Antony Gormleys (geb. 1950 in London) wurde vielfach ausgestellt, in Großbritannien wie auch international, zuletzt im Museum Voorlinden, Niederlande (2022), in der National Gallery Singapore, Singapur (2021), der Royal Academy of Arts, London (2019), auf der Insel Delos, Griechenland (2019) und im Philadelphia Museum of Art (2019). Er wurde unter anderem ausgezeichnet mit dem Turner Prize 1994, dem South Bank Prize for Visual Art 1999, dem Bernhard Heiliger Award for Sculpture 2007, dem Obayashi-Preis 2012 und dem Praemium Imperiale 2013. 2014 wurde er in der Neujahrsliste zum Ritter geschlagen, seit 2003 ist er Mitglied der Royal Academy. Begleitend zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog im Hatje Cantz Verlag mit Texten von Söke Dinkla, Jon Wood und Ronja Friedrichs sowie einem Interview des Journalisten Tobias Haberl mit Antony Gormley. Die Ausstellung wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, dem Landschaftsverband Rheinland (LVR), der Kulturstiftung der Länder, der Sparkasse Duisburg, der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland und der duisport – Duisburger Hafen AG.
Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg

Friedrich-Wilhelm-Str. 40
47051 Duisburg

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posted 19. Nov 2022

Stefan Panhans & Andrea Winkler. HIIIIIIIT

30. Sep 202226. Nov 2022
opening: 29. Sep 2022 07:00 pm
FR, 30.09.2022 – SA, 26.11.2022 Eröffnung: DO, 29.09.2022, 19:00 Uhr **Stefan Panhans & Andrea Winkler. HIIIIIIIT** mit einem Begleitprogramm von Sunny Pfalzer Kuratorin: Katharina Brandl Angeblich stehen wir unter Beschuss. Sind es nicht Viren, dann sind es Geflüchtete, die in der politischen Rhetorik zu aufbrausenden Wellen wurden, ist es nicht der Klimawandel und das drohende Ende der Welt, sind es die sich wiederholenden Finanzmarktkrisen. Man liebäugelt damit, Mauern zu bauen, den eigenen CV unter dem Schlagwort des „lebenslangen Lernens“ immer weiter zu trimmen und jeden Cent wegzulegen – alles mit dem Ziel des persönlichen Risikomanagements angesichts systemischen Versagens. HIIT ist das Akronym für einen Fitnesstrend, dem „Hochintensiven Intervalltraining“. Das Zirkeltraining verspricht „explosive“ Übungen, die effizient – mit größtem Output und geringem Zeitaufwand – Ergebnisse liefern sollen. Auf unser aller Navigieren in den Zeiten großer Unsicherheit bezogen, lässt uns dieser Trainingstrend fragen: Können wir überhaupt so viel trainieren, uns so gut anpassen, dass wir unserer krisenhaften Gegenwart standhalten können? Die Ausstellung HIIIIIIIT von Stefan Panhans und Andrea Winkler zeugt von dem Paradigma sozialer und individueller Wehrhaftigkeit unserer Gegenwart (inklusive der damit einhergehenden Überforderung) – gespiegelt in den Modi seines individuellen Vollzugs. Stefan Panhans und Andrea Winklers künstlerische Praxen kreuzten sich immer wieder; Andrea Winkler stattete etwa Stefan Panhans Videos aus und prägt damit seine Bewegtbilder, Stefan Panhans filmischer Blick wirkte auf Andrea Winklers plastische und installative Praxis. Seit 2017 arbeiten die beiden Künstler:innen vermehrt in expliziter Kollaboration und schufen durch ihre Zusammenarbeit eine Reihe an überzeugenden Videoinstallationen, die neben Arbeiten der beiden Künstler:innen erstmals in einer Duo-Ausstellung in Wien gezeigt werden. In ihrer Zweikanal-Videoinstallation Border Control (2021) untersuchen und transformieren sie in Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Tänzerinnen performativ etwa Trainingseinheiten von Grenzschutztruppen an der österreichischen Südgrenze, Einschulungen von neuen Mitarbeiter:innen von Security-Unternehmen und militärische ‚Bootcamps‘. DEFENDER (2021), eine Videoperformance mit Musical-Anleihen, trieft vor rastlos und fast wie besessen vorgetragenen, gesprochenen und gesungenen Slogans fortlaufender Selbstoptimierung von (spirituellen) Motivationstrainern sowie Textpassagen aus SUV-Werbungen, die erstaunliche Parallelen dazu aufweisen. In der Miniserie und Installation HOSTEL (Stefan Panhans, 2018, Regieassistenz und Ausstattung Andrea Winkler) performen fünf Kulturarbeiter:innen die Sisyphos-Aufgabe des Überlebens im Kulturbetrieb. Die Ausstellung spiegelt individuelle und gesellschaftliche Vorstellungen von Risikomanagement und Wehrhaftigkeit und fragt: Wie vollziehen wir unsere zwanghaften Versuche der Absicherung gegen chronische, systemische Krisen unter den Bedingungen einer neoliberalen Gesellschaftsform, die so gut wie jegliche Verantwortung für Erfolg oder Scheitern immer stärker in die Individuen selbst verlegt und nur ein Ziel kennt: ein vermeintliches wirtschaftliches Wachstum? Stefan Panhans lebt und arbeitet in Hamburg und Berlin. Er arbeitet vor allem mit den Medien Video und Fotografie und untersucht in seiner Praxis die mediale Prägung unserer Gegenwart, die (Macht-)Struktur hinter Prozessen der Digitalisierung und deren Auswirkungen auf unser Denken und unsere Körper. Seine Arbeiten wurden neben diversen Filmfestivals unter anderem im Haus am Waldsee, Berlin, dem La Panacée, Montpellier, dem Museum für Gegenwartskunst Siegen, im mumok kino, im EAV Parque Lage, Rio de Janeiro, den Deichtorhallen Hamburg, der Fluentum Collection, Berlin, der Camera Austria, Graz, dem Goethe-Institut in Porto Alegre, dem W139 in Amsterdam oder im Edith-Russ-Haus für Medienkunst gezeigt. Andrea Winkler lebt und arbeitet in Hamburg und Berlin. Die Künstlerin arbeitet vor allem in raumgreifenden Installationen, die szenographisch wirken. Sie rekontextualisiert die Semantik von Objekten, die choreografisch in den öffentlichen Raum eingreifen, wie Absperrbänder oder Ketten. Winkler hat an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und an der Slade School of Fine Art in London studiert. Ihre Arbeiten waren unter anderem im n.b.k. und in der nGbK, beide in Berlin, im Kunsthaus Aarau, bei Devening Projects, Chicago, in der Shedhalle Zürich, dem Kai 10 | Arthena Foundation Düsseldorf, dem Frankfurter Kunstverein, der Neuen Kunsthalle St. Gallen und der Istanbul Modern zu sehen. Ihre jüngsten gemeinsam produzierten Arbeiten wurden bisher in Einzel- und Gruppenausstellungen und Festivals unter anderem im HMKV, Dortmund, dem Tabakalera, International Centre for Contemporary Culture, San Sebastian, der Transmediale im HKW Berlin, bei den Rencontres Internationales Paris/Berlin und der Videonale im Kunstmuseum Bonn gezeigt und werden 2022 zum Beispiel im Kunstnernes Hus, Oslo, der Kunsthalle Nürnberg und dem Kunstverein Rosa Luxemburg Platz in Berlin zu sehen sein.

artists & participants

Stefan Panhans,  Sunny Pfalzer,  Andrea Winkler 
KUNSTRAUM NIEDEROESTERREICH, Wien

KUNSTRAUM NOE | Herrengasse 13
A-1014 Vienna

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posted 18. Nov 2022

ZWISCHENFORMEN. CAROLIN OSTHAUS, JAIME MORAGA VASQUEZ

09. Oct 202211. Dec 2022
opening: 09. Oct 2022 03:00 pm
08.10.2022 - 11.12.2022 Samstag, 8. Oktober 2022 ab 19:00 Uhr Opening mit Konzert von JAIME MORAGA VASQUEZ (Stockhausen - Tierkreis - Percussion) ORT: KW/RANDLAGE **ZWISCHENFORMEN CAROLIN OSTHAUS JAIME MORAGA VASQUEZ** Ein kooperatives Ausstellungsprojekt der Kunsträume marie wolfgang, Essen und KW/Randlage, Worpswede an zwei Orten – im Rahmen des 2. Randlage Artfestivals Wahlverwandtschaften. Das interdisziplinäre Projekt ZWISCHENFORMEN von Carolin Osthaus und Jaime Moraga Vasquez betrachtet das Verhältnis von Musik und Malerei und versucht eine isolierte Wahrnehmung der beiden Disziplinen zu überwinden. Ein gemeinsames Repertoire an Gestaltungsmitteln – wie Komposition, Klang-Farbe und Form als Elemente der beiden Kunstrichtungen – bildet die Zwischenformen für einen Ausgangspunkt gemeinsamer Interpretationen. Das Ergebnis ihrer Zusammenarbeit ist eine Ausstellung von 17 Gemälden (mit Tusche, Pigment und Acryl auf Fotopapier oder Polyester), die in Bezug zu den mit einem komplexen Set an Schlagwerk live gespielten Musikstücken stehen. Die genutzten Variationsmöglichkeit reichen hierbei bis hin zur Improvisation. In ihrem Projekt haben die Künstlerin und der Künstler in der Auseinandersetzung mit Karlheinz Stockhausens Werk “Tierkreis” einen Weg gefunden, auf dem sich ihre Ergebnisse zwischen abstrakten und konkreten Momenten bewegen. Eine strenge Zuordnung von akustischen Frequenzen und optischen Lichtwellen bildet dabei die übergeordnete Verbindung zwischen der Musik und der Malerei. Die gemeinsame Interpretation der einzelnen Tierkreiszeichen entsteht durch ihre experimentelle und interdisziplinäre Vorgehensweise. Grundlage dafür sind zunächst die Erkenntnisse aus der genauen Analyse der Melodien und ihr festgelegtes Farbkonzept. Daraus lassen sie eine neue Dynamik aus freien Rhythmen, Artikulationen und (Farb-)Tönen entstehen, bei der sich die materiellen und immateriellen Ausdrucksweisen gegenseitig beeinflussen und ergänzen. Alle 12 Tierkreiszeichen werden malerisch und musikalisch interpretiert. Einige Sternzeichen nehmen in der Ausstellung eine besondere Rolle ein und sind durch ein in Relation zum Hauptwerk stehendes zweites Gemälde vertreten (Aquarius, Aries, Cancer, Leo, Libra). Alle Bilder verdeutlichen in abstrakter Bildsprache im Dialog mit der Musik eine individuelle Auslegung der unterschiedlichen Menschentypen, können zusätzlich durch ihre besondere Haptik an Strukturen fremdartiger Oberflächen oder mikrobiologische Aufnahmen erinnern, wodurch die Bedeutung des Tierkreises eine über Musik und Malerei hinausreichende Dimension bekommt. Ein kooperatives Ausstellungsprojekt der Kunsträume marie wolfgang, Essen und KW/Randlage, Worpswede an zwei Orten – im Rahmen des 2. Randlage Artfestivals Wahlverwandtschaften. Geöffnet i.d.R. sonntags von 14 bis 17 Uhr und nach Absprache nach telefonischer Vereinbarung unter 04792 9878-350. Zur Ausstellung gibt es einen Katalog und eine Sonderedition der Werke. Eintritt frei!

artists & participants

Jaime Moraga Vasquez,  Carolin Osthaus 
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posted 17. Nov 2022

Patricia L. Boyd. Ceiling Analysis

19. Nov 202205. Feb 2023
opening: 18. Nov 2022 07:00 pm
19.11.2022 - 05.02.2023 Eröffnung: 18.11.2022, 19 Uhr **Patricia L. Boyd Ceiling Analysis** Patricia L. Boyd thematisiert in ihrem Werk häufig die Wechselbeziehungen zwischen Präsentationstechniken und institutionellen Dynamiken, indem sie räumliche Eingriffe vornimmt, welche die Wahrnehmung und Bewegung der Betrachter*innen in den Ausstellungsräume verändern. Sie arbeitet mit einer Reihe von Medien, darunter Skulptur, Fotografie, Schreiben und Video. Vielen ihrer Arbeiten liegt eine rekursive Struktur zugrunde, da die Herkunft der Arbeiten in ihre aktuelle Zurschaustellung erneut integriert wird. Dies gilt etwa für die Werkserie Wall Pieces (2017 – fortlaufend), für welche die Künstlerin zunächst Negativabgüsse von Teilen eines Bürostuhls und eines Plattentellers aus ausrangiertem Speisefett anfertigt, die dann in bestehende oder teilweise neu gebaute Galeriewände eingelassen werden. Am Ende der Ausstellung werden die Abgüsse zusammen mit dem sie umgebenden Stück weißer Wand entfernt, um mit diesem dauerhaft verbunden zu bleiben. Patricia L. Boyd, geboren 1980 in London, lebt und arbeitet in New York und London. Sie war bereits 2018 in der von Anthony Huberman kuratierten Gruppenausstellung Other Mechanisms in der Secession zu sehen und hatte seitdem vielbeachtete Einzelausstellungen im Münchener Kunstverein (2020), Front Desk Apparatus, New York (2019), Christian Andersen, Kopenhagen (2019) und Cell Project Space, London (mit Rosa Aiello, 2019). Programmiert vom Vorstand der Secession Kuratiert von Annette Südbeck
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posted 16. Nov 2022

Evelyn Richter

22. Sep 202208. Jan 2023
22.09.2022 – 08.01.2023 **Evelyn Richter** Im Herbst 2022 zeigt der Kunstpalast eine umfassende Ausstellung zum Werk von Evelyn Richter. Richter, die im Oktober 2021 mit 91 Jahren in Dresden gestorben ist, zählt zu den bedeutendsten Fotografinnen Deutschlands. 2020 erhielt sie den erstmals ausgelobten Bernd und Hilla Becher-Preis der Stadt Düsseldorf für ihr Lebenswerk. In einer mehr als 60 Jahre umspannenden Schaffenszeit dokumentierte Richter ostdeutsche Lebenswelten so kritisch wie empathisch und stellte dabei stets den Menschen ins Zentrum ihrer Betrachtung. Es ist die erste ausführliche Vorstellung von Richters Œuvre in einem Museum in Westdeutschland. Die Schau präsentiert alle zentralen Werkgruppen der Künstlerin von den Anfängen ihrer Karriere bis zur Jahrtausendwende, darunter reiche Serien zu Ausstellungsbesuchenden in Museen von Moskau bis Köln, zu Künstler*innen und insbesondere Musiker*innen in Aktion, zu Menschen im Transit, in Zügen und S-Bahnen sowie zum Themenkomplex Arbeit, wobei Richter insbesondere Frauen und Auszubildende in den Blick nimmt. Auch angewandte Arbeiten Richters werden gezeigt, wie ihr einschlägiges Buchprojekt zum Thema der frühkindlichen Entwicklung, zu welchem sie andere namhafte ostdeutsche Fotograf*innen von Helga Paris bis Christian Borchert einlud. Erstmals wird zudem ein Blick auf bislang ungesehene Auftragsreportagen möglich. Ergänzt wird die Werkschau durch Archivmaterial, unter anderem zur Rezeption von Richters Schaffen in Westdeutschland. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Kunstpalast, Düsseldorf, dem Museum der bildenden Künste Leipzig und dem Evelyn Richter Archiv der Ostdeutschen Sparkassenstiftung im Museum der bildenden Künste Leipzig. Kuratorin der Ausstellung in Düsseldorf: Linda Conze Kurator*innen der Ausstellung in Leipzig (Frühjahr 2024): Dr. Jeannette Stoschek und Philipp Freytag
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posted 15. Nov 2022

FRANCIS UPRITCHARD. A Loose Hold

18. Sep 202220. Nov 2022
18.09.2022 - 20.11.2022 **FRANCIS UPRITCHARD. A Loose Hold** Die Skulpturen von Francis Upritchard (*1976, Neuseeland, lebt und arbeitet in London) sind zwischen Realismus und Fantasie angesiedelt; sie sind theatralisch, aber auch eine scharfe Beobachtung der menschlichen Natur. Ihre Werke bestehen aus einer Vielzahl von Materialien wie Gummi, Bronze, Stein und Glas und untersuchen sowohl materielle als auch ästhetische Aspekte humaner und anthropomorpher Formen. Upritchards Arbeit stützt sich auf handwerkliche Traditionen und Design, und verbindet Referenzen aus Science-Fiction und Folklore mit antiken Skulpturen und dem Tierreich. In A Loose Hold schafft die Künstlerin eine skulpturale Rauminstallation, der sie humane und anthropomorphe Formen verleiht und die sie sorgfältig zu geheimnisvollen Umgebungen arrangiert. Oft schmücken handgewebte Decken, krawattengefärbte Seidenstoffe und massgeschneiderte Kleidungsstücke die geschickt gefertigten Skulpturen, welche manchmal mit gefundenen Objekten kombiniert werden. Die variierende Massstäblichkeit der Skulpturen, die winzig oder monumental sein können, fordert im Zusammenspiel mit ihrer Präsentationunseren Blick heraus. Upritchards Werke sind von Neugier und der Erforschung der menschlichen Form charakterisiert. Am ausgeprägtesten widerspiegelt sich das Menschenähnliche in der Gruppe bekleideter Figuren, die von Hand in Polymerton modelliert werden und etwa einen Meter hoch sind. Gesicht, Arme und Füsse sind in einer Palette monochromer Farben oder mit geometrischem Muster bemalt. Die kultur- und zeitübergreifenden Skulpturen widersetzen sich einer einfachen Kategorisierung und lassen mehrere Lesarten zu. Zum Beispiel trägt keine eine Uniform, sodass man sie einem bestimmten Beruf zuordnen könnte. Stattdessen ist die Kleidung seltsam. In jüngster Zeit hat Upritchard intensiv mit Form und Material experimentiert und eine Gruppe von Dinosauriern und anderen Wesen aus Extrakten von wilden Gummibäumen geschaffen. Sie wirken natürlich, zur selben Zeit aber monumental und brutal in der Ausführung. Einige dieser Arbeiten sind in Bronze gegossen, wodurch sie weniger biegsam werden und eine andere Wahrnehmung von Materialität bedingen. Der Wildgummi verleiht der Ausstellung ihren Namen – A Loose Hold. Er stammt von einer Beschreibung über die Arbeit mit dem Material: Es braucht eine gewisse Geschwindigkeit und Lockerheit, damit sich der Gummi geschmeidig oder authentisch anfühlt. Eine weitere Inspiration für die Ausstellung war der fantastische Roman Piranesi (2020) der britischen Autorin Susanna Clarke. Die Erzählung spielt in einem Haus, das eine Paralleldimension – bestehend aus einer unerschöpflichen Anzahl von Gängen und Atrien – darstellt, die bei den Eintretenden nach und nach zum Verlust der Erinnerung führt. Die sehr visuelle Sprache beschreibt detailliert die vielen gigantischen Statuen sowie andere Attribute des Hauses, wie seine Treppenstufen. In der Ausstellung finden wir Spuren, welche ein Gefühl von Clarkes fiktivem Haus anklingen lassen. Die Skulpturen in der Salle Poma sind keine archetypischen Darstellungen, sondern Objekte, die alle nach ihrer eigenen Auffassung lesen können, egal welchen Geschlechts und Alters. Beängstigend oder freundlich: Das kann von der Stimmung der Betrachter*innen abhängen. A Loose Hold ist die erste Einzelausstellung der Künstlerin in der Schweiz. Sie beinhaltet über 100 Werke, wobei Upritchard alle – mit einzelnen Ausnahmen – eigens für ihre Solopräsentation in Biel neu geschaffen hat. Publikation Ergänzend zur Ausstellung erscheint eine monografische Publikation in drei Sprachen (eng/dt/fr) in Kooperation mit dem Verlag Dent-De-Leone, London, mit Texten von Stefanie Gschwend und der 12-jährigen LPPL. Kuratorinnen der Ausstellung Stefanie Gschwend und Felicity Lunn
Centre Pasquart, Biel/Bienne

Faubourg du Lac 71-75
CH-2502 Biel/Bienne

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posted 14. Nov 2022

Wael Shawky

08. Nov 202217. Dec 2022
10 November – 17 December 2022 at 508 West 24th Street, New York **Wael Shawky: Isles of the Blessed** Wael Shawky’s sixth solo exhibition with Lisson Gallery, and second in New York, continues the artist’s ongoing investigation into how multiple accounts of history have been conceived, recorded and disseminated. Featuring a recent single-channel film along with a number of new paintings, the presentation explores how myths often become belief. A natural storyteller, Shawky takes historiographical and literary references as starting points for his concentrated narratives, in which he interweaves fable, fact and fiction. At the heart of the exhibition is Isles of the Blessed (Oops!...I forgot Europe), 2022, presented in the United States for the first time after debuting at Bozar – Centre for Fine Arts in Brussels earlier this year. Featuring a new clay variation of Shawky’s archetypal marionette, the film is a recitation of a pivotal lore in the founding of Europe. The figurine narrates the classical Greek mythological story of Isles of the Blessed in Arabic, Shawky’s first language. The apologue follows Cadmus and Harmonia to the island, sent at the request of Zeus who seduces Europa, Cadmus’ sister, and brings her to Crete where legend explains she offered her name to the continent. Previous works by Wael Shawky have re-interpreted the complex history of the artist’s native region of Alexandria, Egypt, inviting analysis into collective belief systems, from faith to the recording of history. Having previously explored the stories and traditions of the Middle East, Shawky turns here to the European fantasy. Through Isles of the Blessed (Oops!...I forgot Europe) he draws parallels between Greek mythology and Islamic and Judeo-Christian theology. Bearing in mind a shared tradition of oral storytelling, the Arabic narration indicates the historical alignment. Beyond themes of flood, clay, sacrifice, deity, the work alludes to the enduring tension between fiction and history and the perseverance of myths across eras and origins. Religiously and geographically antagonistic, the work interrogates the prevalence of Alexandria in Eurocentric parables and adds an alternative perspective on the traditionally Western historiography. Presented alongside the film are new paintings that offer an apparatus for storytelling. Originally trained as a painter, Shawky employs the canvas as a space “where fictions become realities”. The paintings delve further into the realms of the magical, layering mythological scenes onto historical narratives. Shawky points to history as a construct and the paintings explore the fantastical facets of the stories echoed in the film. The works in the exhibition point to myths that once became beliefs, only to eventually dwindle once more as fantastical fiction. Weaving predominant western denominations into the mythological drama, Shawky invites the viewer to navigate today’s truths, myths and stereotypes. About the artist Based on extensive periods of research and enquiry, Wael Shawky’s work tackles notions of national, religious and artistic identity through film, performance and storytelling. Whether instructing Bedouin children to act out the construction of an airport runway in the desert or organizing a heavy metal concert in a remote Egyptian village, Shawky frames contemporary culture through the lens of historical tradition and vice versa. Mixing truth and fiction, childlike wonder and spiritual doctrine, Shawky has staged epic recreations of the medieval clashes between Muslims and Christians in his trilogy of puppets and marionettes – titled Cabaret Crusades: The Horror Show Files (2010), The Path to Cairo (2012) and The Secrets of Karbala (2015) – while his three-part film, Al Araba Al Madfuna, uses child actors to recount poetic myths, paying homage, rather than mere lip-service, to the important narratives of yesteryear. Wael Shawky was born in Alexandria in 1971 where he lives and works. Recent solo exhibitions have been held at M Leuven Museum, Brussels, Belgium (2022); The Modern Art Museum of Fort Worth, Fort Worth, TX, USA (2021), The Louvre Abu Dhabi, Abu Dhabi, UAE (2020); The Polygon, Vancouver, Canada (2020); ARoS, Aarhus Kunstmuseum, Aarhus,Denmark (2018); Museum of Contemporary Art (MOCA), Yinchaun, China (2017); Castello di Rivoli, Turin, Italy (2016); Fondazione Merz, Turin, Italy (2016); Kunsthaus Bregenz, Austria (2016); Fondazione Merz, Zurich, Switzerland (2016); MATHAF, Doha, Qatar (2015) and MoMA P.S.1, New York, NY, USA (2015); K20 Düsseldorf, Germany (2014-15); Serpentine Galleries, London, UK (2013-14); KW Contemporary Art Institute, Berlin, Germany (2012); Nottingham Contemporary, UK (2011); Walker Art Center, Minneapolis, MN, USA (2011); Delfina Foundation, London, UK (2011) and Cittadellarte – Fondazione Pistoletto, Biella, Italy (2010). He has participated in Lahore Biennale, Lahore, Pakistan (2020); Desert X, Al Ula, Saudi Arabia (2020); 14th Istanbul Biennial, Turkey (2015); the 11th Sharjah Biennial, UAE (2013); Documenta 13, Kassel, Germany (2012); the 9th Gwangju Biennial, South Korea (2012); SITE Santa Fe Biennial, NM, USA (2008); the 9th Istanbul Biennial, Turkey (2005); and the 50th Venice Biennale, Italy (2003). Recent awards include the inaugural Mario Merz Prize (2015); the Award for Filmic Oeuvre created by Louis Vuitton and Kino der Kunst (2013); the Abraaj Capital Art Prize (2012); the Schering Foundation Art Award (2011), as well as The International Commissioning Grant and an award from the Lower Manhattan Cultural Council, in 2005. In 2010, Shawky founded the educational space MASS Alexandria. About Lisson Gallery Lisson Gallery is one of the most influential and longest-running international contemporary art galleries in the world. Today the gallery supports and promotes the work of more than 60 international artists across two spaces in London, three in New York, and one in Shanghai, as well as forthcoming galleries in Beijing and Los Angeles. Established in 1967 by Nicholas Logsdail, Lisson Gallery pioneered the early careers of important Minimal and Conceptual artists, such as Art & Language, Carl Andre, Daniel Buren, Donald Judd, John Latham, Sol LeWitt, Richard Long and Robert Ryman among many others. It still works with many of these artists as well as others of that generation from Carmen Herrera to the renowned estate of Leon Polk Smith. In its second decade the gallery introduced significant British sculptors to the public for the first time, including Tony Cragg, Richard Deacon, Anish Kapoor, Shirazeh Houshiary and Julian Opie. Since 2000, the gallery has gone on to represent many more leading international artists such as Marina Abramović, Ai Weiwei, John Akomfrah, Susan Hiller, Tatsuo Miyajima and Sean Scully. It is also responsible for raising the international profile of a younger generation of artists led by Cory Arcangel, Ryan Gander, Van Hanos, Hugh Hayden, Haroon Mirza, Laure Prouvost, Pedro Reyes, Wael Shawky and Cheyney Thompson.

artist

Wael Shawky 
Lisson Gallery, New York

LISSON GALLERY | 504 West 24th Street
NY 10011 New York

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posted 13. Nov 2022

The Otolith Group - Xenogenesis

07. Jul 202212. Feb 2023
The Otolith Group Xenogenesis July 7, 2022–February 12, 2023 IMMA presents Xenogenesis, an exhibition by The Otolith Group, the artist collective founded in London in 2002 by Anjalika Sagar and Kodwo Eshun. Featuring a cross-section of key works produced by The Otolith Group between 2011 and 2018, the exhibition reflects the artists’ ongoing commitment to creating what they think of as “a science fiction of the present.” Through images, voices, sonic images, sounds, and performance Sagar and Eshun “are usually classified as an art collective, but in truth they operate something like a production company, something like an academy, something like a library, something like a radio station” (Ed Halter, Artforum, May 2022). The Otolith Group’s pioneering artworks, which include post-cinematic essayist films, videos and multiple screen installations, address contemporary social and planetary issues, the disruptions of neocolonialism, the way in which humans have impacted the earth, and the influence of new technology on consciousness. Xenogenesis is named after The Xenogenesis Trilogy, Octavia Butler’s title for her science fiction novels. Along with Octavia Butler (1947-2006), other key figures that form a compositional matrix for the exhibition include the composer and musician Julius Eastman (1940–1990) and the polymath and educator Rabindranath Tagore (1861–1941). Curated by Annie Fletcher, Director of IMMA, the exhibition at IMMA is the final stage of a major international collaboration, having originated at the Van Abbemuseum, the Netherlands, and toured to Buxton Contemporary, Melbourne; Institute for Contemporary Art at Virginia Commonwealth University, Richmond; Southern Alberta Art Gallery, Lethbridge; the Sharjah Art Foundation, Sharjah; and the Museum of Contemporary Art Metelkova, Ljubljana, Slovenia. The Otolith Group, and their longstanding curatorial platform The Otolith Collective, will enact the Department of Xenogenesis (DXG) at IMMA, a time space for convening public online and offline discussions, performance, screenings and exhibitions with artists, filmmakers, theorists and musicians. The DXG builds upon the exhibition and has developed throughout the tour. New publication: The exhibition is accompanied by a major new publication, Xenogenesis, an extensive and comprehensive polyphonic exploration of the work of The Otolith Group. Edited by The Otolith Group with Megs Morley and designed by Luca Frei, Xenogenesis has been published by IMMA and Archive books, with the generous support of their inernational partners. Hardcover, 432 pages, 118 illustrations. The Otolith Group was founded by artists and theorists Anjalika Sagar and Kodwo Eshun in 2002. The anatomical entity of the otolith operates as a kind of figurative black box for withholding intention and calculating discrepancy. Articulating the idea of the Otolith with the idea of the Group alludes to the histories of collective practices invented by artists that theorise and theorists that practice art within and beyond the United Kingdom. The post-cinematic practice of Eshun and Sagar is informed by an aesthetics of the essayistic that takes the form of a science fiction of the present in which moving images, sonic speculations, performances, publications and installations explore the intertemporal crises and interscalar catastrophes that construct the Racial Capitalocene. The Otolith Group has been commissioned to develop and exhibit their works, research, installations and publications by a wide range of museums, public and private galleries, biennials and foundations worldwide.

curator

Annie Fletcher 
Irish Museum of Modern Art, Dublin

IMMA | Kilmainham
8 Dublin

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posted 12. Nov 2022

A Movement in Every Direction: Legacies of the Great Migration

30. Oct 202229. Jan 2023
October 30, 2022 — January 29, 2023 **A Movement in Every Direction: Legacies of the Great Migration** The Great Migration (1915–1970) saw more than six million African Americans leave the South for destinations across the United States. This incredible dispersal of people across the country transformed nearly every aspect of Black life and culture. A Movement in Every Direction: Legacies of the Great Migration explores the ways in which its impact reverberates today through newly commissioned works across media by 12 acclaimed Black artists, including Akea Brionne, Mark Bradford, Zoë Charlton, Larry W. Cook, Torkwase Dyson, Theaster Gates Jr., Allison Janae Hamilton, Leslie Hewitt, Steffani Jemison, Robert Pruitt, Jamea Richmond-Edwards, and Carrie Mae Weems. The exhibition is co-curated by Jessica Bell Brown, Curator and Department Head of Contemporary Art at the BMA and Ryan N. Dennis, Chief Curator and Artistic Director of the Center for Art & Public Exchange (CAPE) at the Mississippi Museum of Art.
The Baltimore Museum of Art °

BMA - Baltimore Museum of Art | 10 Art Museum Drive
MD-21218 Baltimore

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posted 11. Nov 2022

Neo Muyanga. A Mass of Cyborgs

01. Oct 202212. Mar 2023
01.10.2022 - 12.03.2023 **Neo Muyanga A Mass of Cyborgs** The Center for Art, Research and Alliances (CARA) presents A Mass of Cyborgs, the first solo exhibition by South African artist and composer Neo Muyanga. The new arts nonprofit, research center, and publisher, which opened to the public on October 1st, aims to expand public discourses and historical records to reflect art’s abundant pasts, presents, and futures. Curated by CARA Executive Director and Chief Curator Manuela Moscoso, the exhibition explores and reclaims the sounds that compose the history of protest songs in the Pan-African context. Deepening Muyanga’s engagement with songs as a catalyst for action, as a tool to be deployed, and as material that can be enacted to prompt radical change, A Mass of Cyborgs gathers new and old works, exploring how sound and voice can radiate empowerment, invoke historical and individual memory, and hold firm as archives of knowledges that ring out against both insidious and explicitly articulated systems of separation, domination, and oppression. In one of the exhibition’s works, a new commission entitled Hymn to the Strange, shifting figures weave through generations and timescales as a Greek chorus might—collectively narrating both the submission and precarity of their lives and the strength of their resistance amidst such vast, indeterminate, and often unforeseeable forces. Hymn to the Strange is a collaborative project with The Unsung—a community-based music collective devoted to celebrating stories of the Black experience, directed by Tyrone Clinton Jr. Produced live at CARA’s space, it includes a sound installation, video animations in collaboration with Bianca Turner, and three live choral rehearsal-performances every other Saturday (with several holiday exceptions) through March 2023. The bi-weekly performances will vary and transform over the course of the exhibition, through a process of continued correspondence between The Unsung and Muyanga. A full list of dates is available here, and visitors are welcome to join at any time. At 3pm on October 15th––between the 2:30pm and 4:30pm performances of Hymn to the Strange––Muyanga and Moscoso will explore songs, cyborgs, and the process of making the exhibition in conversation at CARA. Older works are also included in the exhibition, such as Muyanga’s A Maze in Grace (2021), which is on view in the US for the first time. The piece, which was previously produced at the Liverpool and São Paulo Biennials, reconsiders one of the best-known and most performed songs in the history of music: “Amazing Grace.” Written and composed in 1772 by John Newton, a repentant slave-trader seeking redemption, the song came to be widely known for its role in the construction of Black musical identity and in the fight for abolition. In addition, Muyanga shows a variation of his work House of MAKEdbA (2019), a tribute to exiled South African jazz singer Miriam Makeba. Although much has been written about Makeba as a jazz singer and intellectual, her role as a primary translator of what it meant to be an African in a world of declining empire has been reduced to a footnote in modern history. Alongside the works presented by Muyanga, CARA has just released the photobook of Brooklyn-based artist Marilyn Nance, Marilyn Nance: Last Day in Lagos. Co-published with Fourthwall Books, and shortlisted for the 2022 Paris-Photo Aperture Foundation PhotoBook Awards, the book was edited by Oluremi C. Onabanjo and includes a foreword by Julie Mehretu as well as an extensive conversation between Nance and Onabanjo.

artist

Neo Muyanga 

curator

Manuela Moscoso 
Center for Art, Research and Alliances (CARA)

225 West 13th Street
10011 New York

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posted 10. Nov 2022

Qiu Zhijie

29. Oct 202218. Feb 2023
29.10.2022 - 18.02.2023 **Qiu Zhijie** In his first solo exhibition in the UK, Qiu Zhijie (b. 1969 Zhangzhou, China) occupies the whole of Talbot Rice Gallery’s historic Georgian Gallery with new series of ink-paintings and an atmospheric installation evoking an archaeological dig. Qiu’s practice embraces calligraphy, poetry, teaching, criticism and curating and as a thinker, and cartographer he has earned worldwide critical recognition for his concept and practice of ‘total art’. Through this approach he brings together different cultures and knowledge-systems to propose alternative worldviews. Qiu Zhijie has long been celebrated for his large-scale ink on paper paintings and sculptures of topographies, inscribed with geo-political and speculative, fictional descriptions. His body of new work will be informed by remote-sensing technology, an extrasensory imaging method that applies ‘false’ colours to interpret environmental data. Qiu’s psychedelic paintings suggest an organic, bristling geo-political reality. A series of pits inset with paper reliefs and lit with a single bulb will turn the gallery floor into an archaeological site, what Qiu calls a “palaeontological dig and a time machine of humanity”. They are realized using the centuries-old Chinese technique of padding with sponges: “It is a very advanced traditional technique,” explains the artist, “usually employed to transpose onto paper inscriptions and graphic motifs depicted on ancient vases. All the studies about traditional Chinese inscriptions on stone, jade, bronze, etc. are based on this technique. The main difference between padding and a cast is that the former is able to transform the three-dimensional into the two-dimensional, in effect to transform the world into texts.” A major exhibition of this artist is well overdue in the UK and arrives at a time of a rapidly developing, fractious geopolitical landscape, and a return to chilling relations between centres of power, underpinned by the unsustainable dependence on the extraction and distribution of resources. Against this backdrop, Qiu’s sprawling maps, infused with logical indicators of topography as well as illogical projections of fantasy, surreal linguistic play, and philosophical provocations, represent an entangled, complicated, contradictory world which for all its diversity, is also inseparably co-dependent. Biography Qiu Zhijie (b. 1969 Zhangzhou, China) lives and works in Beijing. He is Vice President of Central Academy of Fine Arts and Dean and professor of the School of Experimental Art at the Central Academy of Fine Arts, and professor of the School of Intermedia Art at China Academy of Art. Major solo exhibitions include: Mappa Mundi, UCCA, Beijing (2019); Living Writing, 21st Century Museum of Contemporary Art, Kanazawa (2018), Journey without Arrivals, Van Abbe Musuem, Eindhoven, travelling to Centre d'Art Contemporain, Geneve and Lunds Konsthall, Sweden (2017-2018). He has contributed to the 56th Venice Biennale (2015); the 31st São Paulo Biennial (2014); the Göteborg Biennial (2013); the 53rd Venice Biennale, Chinese Pavilion (2009); The Real Things: Contemporary 6th Chinese Art, Tate Liverpool (2007); the Gwangju Biennale (2006); the Yokohama Triennale (2005); and the 25th São Paulo Biennial (2002). Qiu also curated the first video art exhibition in China in 1996, and, between 1999 and 2005, a series of exhibitions called Post-sense Sensibility, the purpose of which was to promote the work of young Chinese artists. In 2012 he was the curator of the 9th Shanghai Biennale.

artist

Qiu Zhijie 
Talbot Rice Gallery, Edinburgh

Talbot Rice Gallery, The University of Edinburgh, Old College, South Bridge
GB-EH8 9YL Edinburgh

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posted 09. Nov 2022

Mike Kelley. Subharmonic Tangerine Abyss

27. Oct 202225. Feb 2023
27.10.2022 - 25.02.2023 **Mike Kelley Subharmonic Tangerine Abyss** Beginning 27 October 2022, Hauser & Wirth Hong Kong is proud to present the late Los Angeles-based artist’s first solo exhibition in Greater China: ‘Mike Kelley. Subharmonic Tangerine Abyss.’ Organized in collaboration with the Mike Kelley Foundation for the Arts, the exhibition includes works from one of Kelley‘s most significant later series, Kandors, including three distinct kinds of videos that Kelley included in his original Kandors show at Jablonka Gallery in 2007—videos documenting crystal growth, animations and a bottle projection. Kelley began his Kandors series in 1999, in preparation for a show at the Kunstmuseum Bonn that sought to emphasize and portray ‘new media of the past’—retrospective images of an idealized future. In response to the exhibit, Kelley chose to focus on the fictional city of Kandor: the hometown of the popular Superman comics’ eponymous hero. According to the books, Superman was sent to Earth as an infant from Kandor, the capital of his home planet Krypton, which was under attack and risked total destruction. Although sentenced to a future of displacement, loneliness, and longing on Earth, Superman uses his alien powers for the good and salvation of mankind on his adopted planet. He later discovers that Kandor still exists, though in miniature form: stolen by an intergalactic archvillain Braniac prior to Krypton’s demise, the city was shrunk to a toy-sized metropolis and preserved inside of a glass bottle. Superman ultimately wrestles Kandor from Braniac and keeps the city in his Fortress of Solitude, sustaining its citizens with tanks of Kryptonic atmosphere. As Kelley once explained, Kandor functions for Superman as ‘a perpetual reminder of his inability to escape the past, and his alienated relationship to his present world.’

artist

Mike Kelley 
Hauser & Wirth Hong Kong

15-16/F, H Queen’s, 80 Queen's Road Central
Central 999077 Hong Kong

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posted 08. Nov 2022

Monica Bonvicini - I don't like You very Much

10. Sep 202213. Nov 2022
10.9. – 13.11.2022 | Beim Stadthaus **Monica Bonvicini - I don't like You very Much** «Certainly, drawings are different from sculptures. I’m constantly drawing. The drawings are indeed much closer to me.» Das multimediale künstlerische Schaffen von Monica Bonvicini (*1965 in Venedig) ist von gesellschaftlicher Brisanz; es umfasst neben Skulptur und Installation auch Videos, Performance, Fotografie und Zeichnung. Stets hinterfragt die Künstlerin die gesellschaftlichen Verhältnisse – Machtstrukturen, Geschlechterrollen – und übersetzt diese in prägnante Werke in unterschiedlichsten Medien. Das Kunst Museum Winterthur richtet der Künstlerin die erste institutionelle Einzelausstellung in der Schweiz aus. Diese rückt einen zentralen Aspekt ihres Schaffens ins Zentrum: die Zeichnung. Seit Mitte der 1980er Jahre realisiert Bonvicini ein umfangreiches zeichnerisches Œuvre: Skizzen, Entwürfe und Konzepte für skulpturale Werke sowie autonome grossformatige Zeichnungen wie die eindrückliche Serie der Hurricanes and Other Catastrophies. Im Kunst Museum Winterthur werden diese Zeichnungen im Dialog mit bestehenden plastischen Werken und neuen Betonskulpturen zu sehen sein. Monica Bonvicini studierte in Los Angeles und Berlin, wo sie seit vielen Jahren lebt und arbeitet. Ihr Schaffen war seit den 1990er Jahren in zahlreichen Einzel‐ und Gruppenausstellungen zu sehen, u.a. an den Biennalen von São Paulo, Istanbul, Berlin und Venedig, wo sie 1999 den Goldenen Löwen erhielt. 2020 wurde ihr der renommierte Oskar‐Kokoschka‐Preis verliehen, der Österreichische Staatspreis für bildende Kunst. Gemeinsam mit dem Kunsthaus Graz wird das Kunst Museum Winterthur eine umfangreiche Publikation zum Schaffen von Monica Bonvicini realisieren. Kurator: Konrad Bitterli

curator

Konrad Bitterli 
Kunst Museum Winterthur

Museumstrasse 52
CH-8400 Winterthur

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