daily recommended exhibitions

posted 26. May 2017

Anish Kapoor. Untitled 2006-07

14. May 201703. Dec 2017
GOMA This magnificent work is a fine example of Anish Kapoor's practice as one of the most significant sculptors of our time. Kapoor's work draws on metaphysical theory and ideas of the sublime, while his use of colour emphasises the sensory in his sculpture. His extraordinary works engage the viewer both physically and psychologically with their large scale and saturated colours. This commissioned sculpture is dedicated to former Queensland Art Gallery Director Doug Hall, AM, in recognitio

artist

Anish Kapoor 
Queensland Art Gallery / Gallery of Modern Art, Brisbane

Stanley Place, Cultural Precinct / South Bank
Q-4101 Brisbane

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posted 25. May 2017

NEW CITIZENS

30. Apr 201718. Jun 2017
NEW CITIZENS Kunstprojekt im öffentlichen Raum | Frankfurt am Main 30.04.2017–22.05.2017 Fotografien von Vitus Saloshanka kuratiert von Juliane v. Herz und Aileen Treusch NEW CITIZENS ist der Titel der jüngsten Portraitserie des Künstlers Vitus Saloshanka und zugleich der Name eines Ausstellungsprojektes im öffentlichen Raum in Frankfurt am Main vom 30.4. bis 22.5.2017, kuratiert und organisiert von Aileen Treusch und Juliane v. Herz. Seit 2010 lebt der gebürtige Weißrusse mit seiner Familie in seiner Wahlheimat Frankfurt am Main. Für NEW CITIZENS hat er über ein Jahr Geflüchtete in einem Wohnwagenstellplatz am Rebstockbad einzeln portraitiert, um sie im öffentlichen Raum ausstellen zu können. Gemeinsam mit den beiden Kuratorinnen entwickelte sich das Projekt zu einer vierwöchigen urbanen Schau in Frankfurt auf etlichen Gebäude- und Baustellenfassaden. Der Titel der Werkgruppe ist euphemistisch und zielt mitten ins politische Spannungsfeld der aktuellen Flüchtlingsdebatte. Dabei werden andere Bilder gezeigt als die bekannten, durch die Medien unendlich reproduzierten: Keine Flucht, keine anonymen Gruppen, keine Gegenwartskrisenbilder. Es sind großformatige Gesichter von Menschen, in die der Stadtdurchschreitende blickt, die aus der Unsichtbarkeit ihrer Unterbringungen an ungewöhnlichen Orten in der Stadt auftauchen und sich aus der Abstraktion des bloßen Begriffes »Flüchtling« lösen. Mit der plötzlichen Sichtbarkeit der Menschen, die längst die Stadt mit bewohnen, taucht unweigerlich die Frage auf, die schon Hannah Arendt stellte: »Wem wirdwelches Menschenrecht zuteil und gibt es eines für alle, oder mehrere für manche? Wer ist nur Bewohner, wer Bürger einer Stadt, wie erwirbt man Bürgerrecht?« Saloshankas Portraits, es liegt zunächst in der Natur des Genres, feiern das Individuum und zugleich seine vor allem herkunftsunabhängige und im besten Falle unantastbare Würde. Demokratieraum Stadt Der öffentliche Raum als Ausstellungsort birgt für sich bereits ein politisches Potential, da er ein demokratischer Raum der Meinungsvielfalt ist, über den die Stadtgesellschaft samt Stadtpolitik befindet und entscheidet. Ein Kunstprojekt im urbanen Raum betont die Stadt sowohl als Diskussionsraum, als experimentelle Bühne sowie auch als Freilichtmuseum. »Es liegt viel Potential in diesem Schauraum, der jedermann zugänglich und sichtbar ist. Andere Städte leisten sich eigene Stadtkuratoren, wie Hamburg, oder haben temporäre Kunst- und Architekturprojekte etabliert. Das wünschen wir uns für Frankfurt. Stadtentwicklung und Kunst im öffentlichen Raum sind für uns auf das Engste miteinander verzahnt«, bemerken die Kuratorinnen Juliane v. Herz und Aileen Treusch, die seit Jahren regelmäßig im urbanen Raum mit Projekten agieren und denStadtraum mit NEW CITIZENS erneut zur Debatte stellen. Sie haben ungewöhnliche Orte fürdie Installation der Bilder gefunden, u.a. etliche namhafte Projektentwickler großer Bauarealein der Hochhausstadt am Main als Partner und Förderer gewonnen und damit bewusst die Betonung auf die Zukunft der Stadtentwicklung gelegt, auf die Transit-Situation und die Frage, wie denn die Stadt und der Wohnraum aussehen werden, auch für die 'Neubürger'? Die Frage nach dem Raum für neue Bewohner in der Stadt befeuert natürlich die bestehenden politischen Debatten innerhalb einer Stadtgesellschaft um Knappheit, Teuerung und steigende Exklusivität des Mietwohnens in Großstädten. 13 aus der Serie ausgewählte Bilder verteilen sich über den Stadtkern an Gebäudefassaden. Darunter sind Kulturinstitutionen wie das Literaturhaus, Bildungsstätten wie die Universitätsbibliothek, ein Privathaus in der Schweizer Strasse, oder auch eine jüdische Gedenkstätte. Drei Kirchen, als Institution unverzichtbare Flüchtlingshelfer, sind involviert. Die Öffentlichmachung von Portraits in der Stadt war im Entstehungsprozess des Projektes bereits ein politisches Unterfangen, ohne dass hier explizit 'politische Kunst' gezeigt wird. Schon den Künstler beschäftigte bei seiner Annäherung an das Flüchtlingscamp und seine Bewohner die Frage nach der Stadtentwicklung, nach dem Stadtgefüge. Ähnlich zu seiner Serie HIGH HOPES (2011–13), in der er die radikale Verwandlung der russischen Riviera-Landschaft samt ihren Bewohnern für die Olympiade in Sotchi manifestierte. Dort beschäftigte ihn die Frage, wie Menschen mit einem sich verändernden Lebensraum umgehen – und hier: Warum leben geflüchtete Menschen vorübergehend in einer Transitzone auf einem extra geschaffenen 'Eiland', abgeschirmt von der übrigen Stadtbewohnerschaft? Wer schützt wen vor wem? Wie werden sich die Flüchtlingscamps verändern, auflösen, erweitern, welche Wohnformen gibt es demnächst? Die hier Portraitierten leben oder lebten in demselben, sehr klug konzipierten Wohnwagenstellplatz, das Familien in kleinen Wohn-Units die Möglichkeit einer Privatsphäre erlaubt, im Kontrast zu den großen Turnhallen. Die temporäre Wohnsituation der Geflüchteten findet eine räumliche und bildhafte Analogie in der zeitlich auf 4 Wochen begrenzten Ausstellung im öffentlichen Stadtraum. Hierbei interessiert die Ausstellungsmacherinnen vor allem das Spannungsverhältnis einer Visibilität und Invisibilität von Lebensräumen. Saloshanka, im Rückgriff auf die Kunstgeschichte und das in Malerei und Fotografie klassische Halbportrait vor neutralem Grund, fragt nach dem gesellschaftlichen Verständnis gegenüber dem Einzelnen, der hinter dem abstrakten Begriff und der Gruppe der 'Flüchtlinge' steht. Wider dem furchtsamen Denken, das von der Angst vor dem 'Fremden' geprägt ist. Die Bilder sind im Gegensatz zu anderen Flüchtlingsbildern weder pathetisch noch stereotyp. Sie zielen auf den Dialog mit dem Betrachter, das Narrativ liegt in den Bilder selbst. Es werden keine Fluchtgeschichten mitgeliefert, obgleich der Künstler während seiner vielen Begegnungen tief in die Lebensgeschichten der Modelle geblickt hat, weil das Gespräch zwischen Künstler und Modell Teil des Schaffens ist. »Mich interessieren grundsätzliche Fragen der Wahrnehmung. Meine Absicht, diese Portraits im öffentlichen Raum zu zeigen, bestand darin, zu beobachten, ob sich die Wahrnehmung der Betrachter verändert, ob Kunst Denken verändert« sagt der Künstler. * Vitus Saloshanka Vitus Saloshanka (*1974 in Minsk), bekannt geworden durch seine fotodokumentarische Serie zu Sotschi und seinen Bewohnern an der russischen 'Riviera' in der Zeit der Olympiavorbereitungen, arbeitet seit letztem Jahr an der Portraitserie NEW CITIZENS, seine ersten Arbeiten mit digitaler Kamera. Im Kontrast zu seinem Fotodebüt »High Hopes« im Jahre 2011, das mit einem Stipendium der VG Bild Kunst unterstützt wurde, konzentriert sich Saloshanka nun auf den Menschen als Individuum, gelöst vom Kollektiv. Seit über einem Jahr beheimatet der Wohnwagenstellplatz auf dem Rebstockgelände Flüchtlinge aus Afghanistan, Syrien, Iran, Irak und Eritrea. Die temporäre Unterkunftsstation grenzt unmittelbar an den Parkplatz des Rebstockbads – ein Freizeit- und Erholungsort für die Bürger Frankfurts und der Region. In Form mobiler Wohnwagen ist sie für etwa zwei Jahre angelegt und bietet mit 50 mobilen Einheiten Platz für etwa 130 Flüchtlinge – hauptsächlich Familien mit Kindern. In vorsichtiger Annäherung hat Saloshanka die Menschen aus verschiedenen Ländern einzeln portraitiert. Die Werkserie verstehet sich als eine künstlerische Auseinandersetzung zum Umgang mit der Flüchtlingsthematik in den deutschen, auch internationalen Medien – den Diskrepanzen in der Gesellschaft zu Akzeptanz und Ablehnung der deutschen Flüchtlingspolitik aufgrund der großen Anzahl aufgenommener Flüchtlinge (Belastung des Sozialsystems), den Berührungsängsten in der Bevölkerung (fremde Kultur, fremde Werte), gegenüber der hohen Hilfsbereitschaft der Bevölkerung. In fortlaufenden, intensiven Gesprächen mit dem Künstler, selbst Einwanderer, haben die Portraitierten ihre Geschichte mitgeteilt, ein Vertrauensverhältnis ist entstanden. Bewusst werden den Betrachtern bei der Präsentation der Portraits in der Stadt die biografischen Erlebnisse, insbesondere die Fluchtgeschichte, vorenthalten und rücken das bloße Gesicht in den Vordergrund. Die Portraitierten sind einverstanden mit ihrer Darstellung im öffentlichen Raum, bleiben dabei namentlich anonym. Die Serie besteht bisher aus ca. 20 Portraits und soll auf ca. 25 erweitert werden. * ERÖFFNUNG Das Kunstprojekt wird am 30.4.2017 mit einem öffentlichen Konzert des syrischen Pianisten Aeham Ahmad und dem Ensemble »Staccato Burnout« des BRIDGES Orchesters auf dem Rossmarkt um 12 Uhr eröffnet und in den kommenden Wochen von einem Programm mit Debatten, Filmscreenings, Tanz und weiteren Veranstaltungen mit einer Reihe von Kooperationspartnern begleitet, die sich den Themen Menschrecht, Flucht, Integration, Heimat und Fremde bis hin zur Frage nach der zukünftigen europäischen Einwanderungspolitik widmen. ORTE Geplant sind 13 Installationen an unterschiedlichen öffentlichen und auch privaten Gebäuden im Stadtzentrum. Darunter: Matthäuskirche, Dreifaltigkeitskirche, Friedenskirche, Literaturhaus, WINX-Tower, Kornmarkt Arkaden, Erinnerungsstätte Synagoge Friedberger Anlage, Kaiserpassage, Schweizer Straße 5, Neue Mainzer Straße 57, Frankfurt LAB, Universitätsbibliothek J.C. Senckenberg (Bockenheim), Steigenbergerhotel am HBF (Südseite). Hinweis für Fotografen und TV zur Installation der Portraits in der Stadt: Die Portraits werden ab Mittwochmorgen, 26. April 2017, an den Fassaden installiert. Bitte setzen Sie sich wegen Details und Absprachen für etwaige Film- oder Fotoaufnahmen und geplanten Berichterstattungen mit uns in Verbindung. In Zukunft widmet er sich einer Werkgruppe: NEMUNAS JOURNEY/SECOND RELIGION. Sie entsteht aus dem Erkunden einer 'sozialen Landschaft' entlang des Flusses Nemunas, der in Teilen die Grenze zwischen EU und Russland bildet und symbolisch für den ehemaligen Eisernen Vorhang steht. http://newcitizens.de/
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posted 24. May 2017

Susan Hefuna: Angst Eats Soul

18. May 201717. Jun 2017
Pi Artworks Istanbul is pleased to announce Susan Hefuna's solo exhibition, Angst Eats Soul, featuring three video works by the artist. Parallel to her Istanbul exhibition, Hefuna's works from Guggenheim collection is on view at The Creative Act: Performance, Process, Presence by Guggenheim Abu Dhabi, which runs until the end of July. Since 2001 artist Susan Hefuna creates Crossroads videos in different counties all over the world. Hefuna's Crossroads are both personal and in general relevant. They describe a point in time and space, where two lines meet/cross or a point in time that requires a choice to be made. Hefuna's video works show life as it is —shot in one go— with digital consumer equipment. Her films require no post-production, editing or special effects. She does not intend to create cinema like movies, rather rough sketches of reality. "The editing takes place before I actually start shooting. The time of active doing nothing and observing places often for years before I actually do the shooting is a kind of editing in advance" the artist quotes. Structure is one important leitmotif Hefuna draws through all her works using different media. She adopts the method of working 'in one go' not only in her videos but also in her multilayered ink drawings, photographs or participatory projects that engage the audience directly. Hefuna's fifth solo exhibition with Pi Artworks Istanbul/London is named after her video work, Angst Eats Soul. In 2016, for a day, in the streets of Munich, Hefuna asked 87 people to say the words 'Angst Essen Seele' (Angst Eats Soul), inspired by Fassbinder's film Angst Essen Seele auf (Munich, 1974). Hefuna's work raises questions of identities today, of belonging and non-belonging to certain cultural and social groups. Marxloh Crossroads (2015) observes an intersection in Duisburg, Germany. The area has a large proportion of 2nd and 3rd generation Turkish migrants and is famous for its wedding dress shops and Turkish restaurants. The street is often designated by German media as 'no go area' and its population is often seen as alienated and disconnected from mainstream German society. Yet, when viewing those walking through the street and enjoying Turkish food, there appears nothing to be dangerous or strange about it. In the 2006 video Ana/Ich Hefuna asked 81 people in Cairo in one day, including the artist herself, to say a simple statement: ANA (Myself). Ana (The Arabic equivalent of Ich) is a palindrome that sounds round and smooth, through repetition it become timeless. The German Ich can only be read one way and sounds rather hard. Susan Hefuna-Ana Ich Susan Hefuna, Ana/Ich, 2006, video, 4' Susan Hefuna, b. 1962. Major exhibitions include The Creative Act: Performance, Process, Presence, Guggenheim Abu Dhabi, UAE (2017); ToGather (solo), Whitworth Art Gallery, Manchester, UK (2017); Barjeel Art Foundation Collection, Whitechapel Gallery, London, UK (2016); Susan Hefuna: Crossroads 2002-2015 (solo), Pi Artworks London, UK (2016); The Strange and the Familiar (solo), UBS Schloss Wolfsberg, Switzerland (2015); Contemporary Art of the Middle East, LACMA, Los Angeles, USA (2015); Another Place (solo), Sharjah Art Foundation, Bait Al Serkal, Sharjah, UAE (2014); Buildings (solo), Osthaus Museum, Hagen, Germany (2014); Here and Elsewhere, New Museum, New York, USA (2014); Nouvelles Vagues- Champs Elysees, Palais de Tokyo, Paris, France (2013); On the Edgware Road, Serpentine Gallery, London, UK (2012); Edgware Road @ Cairo 2010/1431 (solo), The Townhouse Gallery, Cairo, Egypt (2010); On Line: Drawing Through the Twentieth Century, Museum of Modern Art, New York, USA (2010); Fare Mondi, 53rd Venice Biennial, Italy (2009); and The Jameel Art Prize, Victoria and Albert Museum, London, UK (2009). Public collections holding her work include Museum of Contemporary Art Chicago, USA; LACMA, USA; British Museum, UK; The Louvre Museum, France; Museum of Modern Art Collection, USA; Sharjah Art Foundation, UAE; and Victoria and Albert Museum, UK. Her work is documented in three Volumes Pars Pro Toto (2007-2014), edited by curator Hans Ulrich Obrist.

artist

Susan Hefuna 
Pi Artworks Istanbul

Istiklal Cad. Misir Apt 163/4
Istanbul

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posted 23. May 2017

Bertrand Lavier. In Kooperation mit Fumetto – Int. Comix-Festival Luzern

01. Apr 201728. May 2017
opening: 01. Apr 2017 11:00
Mickey und Minnie Mouse besuchen eine zeitgenössische Kunstausstellung – der Comic von Walt Disney aus dem Jahr 1977 ist Ausgangspunkt für Bertrand Laviers (*1949) Walt Disney Productions. 1984 begann er die Geschichte, bei der Mickey und Minnie auch noch zwei Morde aufklären, in Bilder, Skulpturen und Installationen zu überführen. Die fiktive Comic-Kunst, die an die abstrakten Werke Hans Arps erinnert, wird so von Bertrand Lavier aus der Sphäre der Popkultur herausgelöst und zum Gegenstand der hohen Kunst erhoben. Indem Bertrand Lavier Motive aus Fantasie und Unterhaltungskultur in Museen und Galerien bringt, spielt er in humorvoller Weise mit dem Spannungsfeld von High und Low. Der in Frankreich lebende Künstler beleuchtet und verwischt die Grenzen zwischen den Medien, zwischen Realität und Fiktion, Zwei- und Dreidimensionalität. Mit der Auflösung herkömmlicher Muster verfolgen Bertrand Lavier und Fumetto das gleiche Ziel: Indem sie Hoch- und Populärkultur zusammenbringen, regen sie das Publikum an, tradierte Grenzen zu überdenken. Vernissage 01.04., 11 Uhr kuratiert von Jana Jakoubek

curator

Jana Jakoubek 
Kunstmuseum Luzern

Europaplatz 1
CH-6002 Lucerne

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posted 22. May 2017

Olav Christopher Jenssen. Transmontane

28. Apr 201717. Jun 2017
opening: 27. Apr 2017 18:00
Die Thomas Rehbein Galerie freut sich, erstmalig Werke des international renommierten Künstlers Olav Christopher Jenssen zu präsentieren. 1954 im norwegischen Sortland geboren, ist Jenssen einer der vorrangigsten skandinavischen Künstler seiner Generation. Sein Oeuvre umfasst Zeichnungen, Aquarelle, grafische Werke, Buchillustrationen und Bücher. Seine Vorgehensweise ist bestimmt durch die Erforschung und Aneignung neuer Methoden und Techniken, wodurch seine Werke sowohl eine Beständigkeit als auch Vielfalt aufweisen und eine reichhaltige Bildsprache entwickelt haben. Schon mit der ersten Setzung, ob mit dem Pinsel oder dem Zeichenstift, gilt es, über die sinnliche Stimulation eine schöpferische Dynamik in Gang zu setzen, die nach dem Prinzip von Reiz und Reaktion funktioniert und eigenen Gesetzmäßigkeiten folgt, bestimmt einzig durch die Anwesenheit des Künstlers und seine Bereitschaft, für gewisse kreative Impulse empfänglich zu sein, diese zu „registrieren“. Wie bei einer Reise stellen sich im malerischen Prozess unvorhersehbare Entdeckungen ein, die Jenssen aufmerksam verfolgt. Geleitet von seinem sensiblen Gespür für unmittelbare Gegebenheiten, gesteht er den Unwägbarkeiten und Überraschungen, die mitunter einen Kurswechsel erforderlich machen, eine schöpferische Eigenmacht zu. Die künstlerische Sprache von Olav Christopher Jenssen ist nahezu unerschöpflich und universell. Seine Methode folgt keiner Einschränkung und entzieht sich der kategorialen Festlegung. Vielmehr öffnet Jenssen, dessen künstlerische Anfänge in der Buch und Illustrationskunst liegen, den Bildraum für die Spontaneität malerischer Intervention und Improvisation. Losgelöst von einem bestimmbaren Vorbild, treten koloristische Effekte und freie Formen in den Vordergrund und interagieren spannungsvoll. Er arbeitet an mehreren Gemälden gleichzeitig, um den aufgespürten kreativen Fluss nicht in ein einziges Bild zu geben und sich damit zu verausgaben, sondern zu verteilen, hier und da eine Spur, einen Strich zu hinterlassen. Wie flüchtige Notationen oder Skizzen tragen derartige Äußerungen immer auch die Eigenschaft des Unvollendeten oder die Möglichkeit der Fortsetzung in sich und ergeben einen „Raum für Öffnungen oder Möglichkeiten“. Ohne Kontrolle über das Werk auszuüben und die Meisterschaft in der Vollendung anzustreben, ist Jenssen einzig seiner unverhohlenen Experimentierfreude verpflichtet. Jenssens Kompositionen verbleiben ohne konkretes Ergebnis und entbehren einer klaren Referenz: Es sind Andeutungen, im Ungewissen angesiedelt. Olav Christopher Jenssen lebt und arbeitet in Berlin und Lya, Schweden. Seit 2007 hält er eine Professur für Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig inne. Seine Werke befinden sich in zahlreichen bekannten öffentlichen Sammlungen wie dem MOMA, New York, Moderna Museet, Stockholm, Centre Pompidou, Paris. Bedeutende Ausstellungen fanden u.a. am Astrup Fearnley Museum, Oslo, dem Kiasma Museum in Helsinki, sowie dem Kunstmuseum Bonn, Marta Herford und dem Saarlandmuseum in Saarbrücken statt.
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posted 21. May 2017

Xianwei Zhu. Ursprung

20. May 201723. Jun 2017
opening: 20. May 2017 19:00
Ausstellungseröffnung: Samstag, 20. Mai um 19.00 Einführung: Dr. Tobias Wall »Nichtsein« nenne ich den Anfang von Himmel und Erde. »Sein« nenne ich die Mutter der Einzelwesen. Beides ist eins dem Ursprung nach Und nur verschieden durch den Namen. In seiner Einheit heißt es das Geheimnis Des Geheimnis noch tieferes Geheimnis Ist das Tor, durch das alle Wunder hervortreten. Lao Tse Ursprung Der Ursprung der Kunst. Der Ursprung der Kunst ist das Fragen. Das Befragen der Welt nach ihrer Form und nach ihrem Sinn. Und in der Sinnfrage wird sie zum Fragen nach dem Menschen. Xianwei Zhu sucht diesen Ursprung auf. Im Medium der traditionellen chinesischen Tuschezeichnung .Er befragt die Natur, fragt nach ihren Formen und Kräften, führt den Blick über Felsen und Wälder zum Horizont. Er befragt den Körper den Menschen, fragt nach seiner Schönheit, seiner Verletzlichkeit, seiner Wärme und Einsamkeit. Der Ursprung der Kunst ist das Fragen. Xianwei Zhu wurde1971in Qingdao ,China geboren und lebt seit 16 Jahren in Stuttgart. In seiner Malerei und seinen Zeichnungen verbindet er die Traditionen chinesischer Kunst mit den ästhetischen und kulturgeschichtlichen Welten des Westens. Er ist ein Wandler zwischen den Welten, ein Poet, der viele Sprachen spricht. Dr. Tobias Wall Parallel zeigt Xianwei Zhu Malerei bei Schacher – Raum für Kunst.

artist

Xianwei Zhu 
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posted 20. May 2017

MARIA BUSSMANN, SEVDA CHKOUTOVA, KAREN HOLLÄNDER, SUSE KRAWAGNA

20. May 201701. Jul 2017
opening: 20. May 2017 18:00
MARIA BUSSMANN | SEVDA CHKOUTOVA | KAREN HOLLÄNDER | SUSE KRAWAGNA Vernissage: Sa, 20. Mai um 18:00 Uhr Zur Eröffnung spricht Roman Grabner, Universalmuseum Joanneum Graz Ausstellung bis 1. Juli 2017 Mo – Sa 9 – 19 Uhr, So nach Voranmeldung MARIA BUSSMANN 1966 geboren in Würzburg, Deutschland 1987-93 Akademie der bildenden Künste in Nürnberg und Wien 1999 Ph.D. der Kunstphilosophie, Universität Wien u. Univ. der angewandten Kunst, Wien 2002-04 Erwin-Schrödinger-Stipendium, Gastwissenschaftler an der State University, NY 2008-09 ISCP – International. Studio & Kuratorisches Programm, NY Objekte: Maria Bussmann hat sich als kluge Zeichnerin philosophischer Themen und miniaturisierter, philosophisch verdichteter Welten etabliert. Ihre subtilen Objekte, die man als parallel bestehenden Werk-Block betrachten kann, beschäftigen sich mit einer erweiterten Auffassung von Zeichnung. Ihnen gelingt mittels eines scheinbar naiven und zugleich humorvollen Zugangs ein reizvolles Wechselspiel zwischen einer dahinter liegenden Philosophie, der Sichtbarmachung von Natur- und Gesellschaftsphänomenen und dem Aufzeigen ideal-typischen Abbilder. Serie „Beach People“: 40-teilig, 2016 in Long Beach, New York, entstanden, ist ein Hybrid zwischen Silhouetten-Zeichnungen und Objekten. Ein Verbindungselement zu den Objekten ist sowohl die Farbigkeit der Serie (Aquarellfarben), als auch die typisierende und damit über den Moment hinausgehende Stilisierung der Figuren und Formen. Die Technik des Scherenschnittes wurde im Biedermeier gerne zur Charakterisierung individueller Porträts benützt. Hier leitet sie den Betrachter - mit gewisser Ironie - zu einer Studie unsere Freizeitkultur hin. Bei den flüchtigen Bewegungen der Badenden fühlt man sich an Narziß erinnert, an einem gesellschaftlich dominierten Körperkult. (Maria Bussmann) SEVDA CHKOUTOVA 1978 geboren in Sofia, Bulgarien 1991-96 Gymnasium für angewandte Kunst, Sofia 1996-97 Kunstgeschichte an der neuen Bulgarischen Universität, Sofia 1997-98 Kunstgeschichte an der Universität Wien 1998-02 Akademie der Bildenden Künste, Wien, Prof. Sue Williams u. Muntean/Rosenblum 2006 Art Award Strabag Körper: „….Die Auseinandersetzung mit Körperbewusstsein und Körperlichkeit spielen eine zentrale Rolle in Chkoutovas Arbeiten. Die 2016 entstandene Serie „s_01 bis s_1000b“ stellt Körpergefühle dar. Die Körper werden auseinandergenommen, zerrissen oder aufgebläht dargestellt – oft sind sie nur noch schwer als menschliche Gestalten zu erkennen. Tabuisierte Bereiche werden explizit betont und zeichnerisch hervorgehoben. Gegebenheiten, die ein typisiertes Menschenbild insinuieren, rücken somit in den Hintergrund. Stimmungen und innerer Ausdruck prägen Chkoutovas Zeichnungen…“ „Paradiesvögel“: „… In den großformatigen Zeichnungen aus der Serie „Paradiesvögel“ bringt Sevda Chkoutova ihre narrativen Erfahrungen aus Vergangenheit und Kindheit zum Ausdruck und arbeitet dabei auch ihre Rolle als Frau auf…. Ihr Realismus und der illustrierende Stil, vor allem auch die Größe dokumentieren ihre Verbindung zu ihrer bulgarischen Vergangenheit, die Kenntnis der politischen Propagandakunst. Freilich die politischen Botschaften werden hier durch private, gigantisch vergrößerte Snapshots ersetzt. ….Sevda Chkoutova, die offensichtlich von einer realistisch fotografierten Vorlage ausgeht, privaten Erinnerungsbildern, oft erotisch ambivalenten Beziehungen von Personen festhaltend, überführt durch die Dimension und die zeichnerische Virtuosität des Private ins Plakative, ein Zustand, auf den die Künstlerin hindeutet, der aber instabil ist, als ob er kurz davor wäre, wieder zu verschwinden.“ (Auszug aus dem Text „Narratives“ von Peter Weiermair) KAREN HOLLÄNDER 1964 geboren in Tübingen, Deutschland 1983-84 Studienaufenthalt in Paris, Académie Peninghen 1984-89 Akademie der bildenden Künste, Wien, Prof. Rudolf Hausner u. Prof. Arik Brauer 1989-90 Akademie der bildenden Künste, Wien, Prof. Joannis Avramidis 2007 Ach hätte, könnte, wäre ich, Residenz- Verlag (Anerkennungspreis der Stadt Wien) In der neuen Serie „Lichtblicke“ setzt sich Karen Holländer mit einem Thema der Kunstgeschichte auseinander, welches in Metaphern und Symbolen unsere Kultur prägt. Mit dem Helldunkel Ihres naturalistischen Duktus schafft Karen Holländer eine atmosphärische Spannung zwischen der existentiellen Figur und den Elementen. Damit befindet Sie sich inmitten einer zeitgenössischen Auseinandersetzung mit Edward Hopper. Weiters fungieren bei Karen Holländer Ihr nahestehende Personen als individuelle Modelle mit Attributen, wie bei „Anna Blume“ oder „Sad“. Man fühlt sich von den Befindlichkeiten dieser Protagonisten eingebunden. Das Sujet des Menschen in der Masse bleibt ein wiederkehrendes Thema. Dabei wirkt jedes Wesen für sich isoliert, ohne Hang zu zwischenmenschlicher Kommunikation. Das Nebeneinander der Personen ist als malerisch umgesetztes Ornament zu lesen, wie beim Objekt „Meeting 2“. Karen Holländer befaßt sich auch mit der Kinetik in der Kunst. Dynamische Bewegungsabläufe Ihres Selbstbildes werden in eingefrorene Haltungen gefangen, welche an fotografische Körperstudien erinnern. (Anton Gölles) SUSE KRAWAGNA 1964 geboren in Klagenfurt 1983-88 Akademie der bildenden Künste, Wien, Prof. Arnulf Rainer 1988-90 Wohnsitz in London, Royal College of Art 1999 Anton-Faistauerpreis für Malerei des Landes Salzburg 2015 Preis der Stadt Wien Architektonische Formen und Schemata bilden in Krawagnas Werk oftmals einen kaum noch erkennbaren Referenzpunkt, doch führt die Künstlerin die Formen gezielt in den non-repräsentativen Verhandlungsraum, den Flächenraum der Malerei über: In der Weiterentwicklung der Formkonstellation von Bild zu Bild wird jeder mögliche außerbildliche Bezug entkräftet, einzig das jeweilige „Vorbild“ ist von Bedeutung. Die vermeintlich stabile Ordnung der vertikalen Farbfelder wird durch die latenten Modifikationen von Platzierung, Form, Farbnuancierung destabilisiert und in Unruhe versetzt. Krawagnas malerisches Interesse gilt weniger der jeweiligen Setzung, sondern der möglichen Veränderung und Abweichung, nicht der mimetischen Wiederholung der Form, sondern der liminalen Differenz zum benachbarten Bild. (…) Angesichts dieser Simultanität aktuell wahrgenommener und imaginärer Erscheinungen wird der/die BetrachterIn der Labilität der Wahrnehmung, zugleich aber auch der eigenen Strukturierungstätigkeit gewahr. Krawagnas Bildmodulationen, die zwischen den Bildern auftretenden „Störungen“ und Abweichungen, bedingen ein vergleichendes „Sehen in freier Variation“ (Max Imdahl). Krawagnas Malerei läßt die ikonische Wahrnehmung als einen sich stetig fortschreibenden, prinzipiell infiniten Prozess der Differenzierung erscheinen.“ (David Komary. Katalogtext zur Ausstellung "streng geometrisch", Museum Moderner Kunst Kärnten, 2011, Textauszug)
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posted 19. May 2017

Udo Kaller - Die weiße Schale

06. May 201718. Jun 2017
opening: 05. May 2017 19:00
Wir laden Sie und Ihre Freunde und Bekannten herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung „Udo Kaller - Die weiße Schale“ am Freitag, 5. Mai, 19 Uhr. Es sprechen Frau Elisabeth Reichert, Referentin für Soziales, Jugend und Kultur, und Hans-Peter Miksch, Leiter der kunst galerie fürth Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen mit 360 S. und 166 farb. Abb., 22 x 22 cm, ISBN 978-3-9813858-4-7 zum Preis von € 25,- Sonntag, 7. Mai, 11 Uhr Führung durch die Ausstellung „Udo Kaller - Die weiße Schale“ Dienstag, 9. Mai, 14 Uhr „Kunst am Dienstag - Zu alt für junge Kunst?“ Dialogführung mit Praxisteil für Menschen „55+“ * 6. Mai bis 18. Juni 2017 Udo Kaller - Die weiße Schale Die Solo-Ausstellung von Udo Kaller in Fürth ist Auftakt für eine Ausstellungstournee mit den 166 Arbeiten, die unter dem Motto "Die weiße Schale" in der gleichnamigen Publikation vorgestellt werden. Davon sind in Fürth 102 Leinwände zu sehen. Udo Kaller wurde 1943 in Gleiwitz/Oberschlesien (heute Polen) geboren. 1958 übersiedelte er nach Deutschland. Nachdem er 1962 in München mit dem Kunststudium begonnen hatte, wechselte er 1964 an die Nürnberger Kunstakademie. Seit 1972 freischaffend, ist er bereits jahrzehntelang Mitglied der renommierten Nürnberger Künstlergruppe „Der Kreis“ und einer der sehr bekannten fränkischen Maler. Entfacht wurde die Begeisterung für die wohl organisierten Holzschnitte bereits im Studium an der Kunstakademie Nürnberg ab 1965 durch den Kunstgeschichtsprofessor Franz Winzinger, der ein Sammler japanischer Farbholzschnitte war. In seiner Biografie nennt der Künstler das bewusste Jahr und den Namen dessen, der ihn auf die Spur brachte. Erst um 2001 begann Kallers intensive Beschäftigung mit den berühmten Holzschnitten der japanischen Meister Katsushika Hokusai und Utagawa Hiroshige, den berühmtesten Vertretern des Ukiyo-e - Genres (Ende 18. Jh bis Mitte 19. Jh; Bilder der fließenden Welt, d.i. Bilder der vergänglichen Schönheit). Der Künstler entschloss sich, die Motive der Holzschnitte komplett mit Ölfarbe und Leinwand umzusetzen und zugleich sie sich stilistisch anzuverwandeln. Das gipfelte 2004 und 2007 in Buchprojekten („Hundert Ansichten von hundert Ansichten“ und „36 Ansichten des Berges Fuji nach Katsushika Hokusai“), die in einer Folge von Ausstellungen im In- und Ausland vorgestellt wurden. Die Ausstellung in Fürth ist Auftakt zu einer weiteren Tournee. Die starke motivische Referenz auf Hiroshige und Hokusai aus „Hundert Ansichten von hundert Ansichten“ oder „Die 36 Ansichten des Berges Fuji…“ ist verschwunden. Und aus Nebenwegen wurden Hauptwege: Details, die bei der Umsetzung der (vollständigen) Motive der japanischen Holzschnittmeister eine Nebenrolle spielten oder ehedem weggelassen wurden, stehen nun im Fokus. Andere Vorlagen finden sich in zahlreichen Büchern aus dem Besitz Kallers, wobei es natürlich weitere Meister neben den beiden genannten Berühmtheiten gibt. Vor allem aber (er-)findet Udo Kaller Motive, die wirken, aus seien sie aus den Vorlagen - à la japonaise. Aus Metamorphosen wurde etwas Neues. Während er in den vorhergehenden Serien Rücksicht nahm auf die von ihm geschätzte Komposition der alten Meister, geht er nun völlig frei mit den Anspielungen um. Dabei bleibt er sich treu als ein Maler, der eine Verbindung zwischen gegenständlich-figürlichen Motiven und einer konstruktiven Stilistik zum Markenelement erhoben hat: Klare, reduzierte Flächen, exakte (Umriss-)Linien oder eine Vorliebe für geometrische Elemente sind eigentlich Merkmale der konkreten Kunst, die niemals landschaftliche oder figürliche Themen behandelt. Formal wird diese Nähe noch hergestellt durch das immergleiche quadratische Format von 50 x 50 cm. Doch genau das ist Kallers Stil: Mit konstruktiv-konkreten Bildmitteln wird "eine freudige Bilderwelt, die Ausdruck seines lebensbejahenden Weltbildes ist" (Claus Pese) aufgerufen, organische und vegetative Formen, ganz zu schweigen von Ornamentik und Arabesken. Typisch für viele Bilder Kallers war der Raster, den er über das Bild legt. Die unter dem Titel "Die weiße Schale" vorgelegte Serie dreht dieses Prinzip um: Statt auf einer Leinwand viele (bis zu über 16.000) Quadrate zu versammeln mit verschiedenen Motiven oder mit einem zigfach variierten Motiv oder mit der Aufsplitterung eines Motivs, wird hier thematisch Verwandtes, werden Partikel, die gut zusammengedacht werden könnten, vereinzelt zur schier unüberschaubaren Bilderserie. (c) Hans-Peter Miksch

artist

Udo Kaller 
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posted 18. May 2017

The Boat is Leaking. The Captain Lied.

13. May 201726. Nov 2017
“The Boat is Leaking. The Captain Lied.” is a transmedia exhibition project, the result of an ongoing, in-depth exchange between writer and filmmaker Alexander Kluge, artist Thomas Demand, stage and costume designer Anna Viebrock and curator Udo Kittelmann. The exhibition will unfold on three storeys of the 18th century palazzo – the ground floor and the two main ones – and include photographic and film works, as well as spatial settings and loans from private and public collections. The long process which led to the realization of this project is not only the result of discussions and exchanges between the authors involved in it, but also the outcome of a misunderstanding. The sharing of a reproduction of a painting by Angelo Morbelli Giorni… ultimi (1883), generated in the three artists and in the curator different interpretations of its subject, which depicts a group of elderly destitute men within the Pio Albergo Trivulzio in Milan. More specifically, the portrayed individuals had been mistaken for retired sailors spending their old age at the hostel. This suggestion not only caused the marine metaphor in the exhibition title, inspired by Leonard Cohen’s song Everybody Knows (1988), but also the choice to devote a monographic room to Morbelli, hosting seven of his works. Quoting William Shakespeare’s Julius Caesar “Why, now blow wind, swell billow, and swim bark! The storm is up, and all is on the hazard”, Udo Kittelmann underlines how this collaboration generated out of a “shared awareness, both on an emotional and theoretical level, of the critical aspects of present times and the complexity of the world we live in”. In a dialogue of polyphonic references and constellations between the contributions of each artist, the exhibition spans film, art and theatre media. The confluence of image spaces and scene settings for a variety of atmospheres transforms the historic palazzo of Ca’ Corner della Regina into a metaphorical site for the identification of the worlds we live in and our personal attitudes towards them. The exhibition aims to provide comprehensive insight into the respective production of Alexander Kluge, Thomas Demand and Anna Viebrock, whose artistic endeavours have always extended beyond the aesthetic and imaginative, and were conceived with political and historical intentions. All three artists reveal themselves as pathfinders and clue seekers, witnesses and chroniclers of times past and present. Out of this, an exhibition is generated, intended as a space for experiences and encounters. This visually powerful, multi-layered environment bestows expression and meaning on the everyday and on the worlds of yesterday and today, between apparent normality and catastrophe, in a society divided between lust for life and loss of trust, extreme distress and never-ending hope. As stated by Kittelmann, “It is a particularly lucky coincidence that Alexander Kluge’s filmic production, Thomas Demand’s photographic work and Anna Viebrock’s stage settings are brought together in this collective exhibition concept, melding what are usually distinct artistic forms of expression. Until now their different creative fields have prevented them from engaging in this kind of symbiotic collaboration, even though they know one another personally and have often exchanged ideas.” In “The Boat is Leaking. The Captain Lied.” each visitor can create its own narration in complete freedom, physically and conceptually moving through the visual imagery of the three artists. Through this, three commonly accepted ideas are questioned: the traditional separation between spectators and theatre set designs, the reduction of filmic products to mere exhibited objects and the visual isolation where artworks are usually presented within a show. The exhibition “The Boat is Leaking. The Captain Lied.” will be accompanied by an illustrated book edited by Udo Kittelmann and published by Fondazione Prada. Made up of three volumes, it includes the English and Italian editions of “The Great Hour of Kong. A Chronicle of Connections” by Alexander Kluge and the catalogue of the project with essays, poems and texts by Devin A. Fore, Niccolò Gravina, Udo Kittelmann, Alexander Kluge, Rachel Kushner, Ben Lerner, Helmut Lethen, Thomas Oberender and Aurora Scotti.

artists & participants

Thomas Demand,  Alexander Kluge,  Anna Viebrock 
Fondazione Prada, Venice

Ca’ Corner della Regina, Santa Croce 2215
30135 Venice

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posted 17. May 2017

Adrián Villar Rojas. The Theater of Disappearance

13. May 201727. Aug 2017
opening: 12. May 2017 19:00
Neuer Termin Eröffnung: Freitag, 12. Mai 2017, 19 Uhr »Adrián Villar Rojas beschert uns mit The Theater of Disappearance zum 20-jährigen Jubiläum im Sommer eine der eindrücklichsten und aufwendigsten Ausstellungen der KUB Geschichte.« Thomas D. Trummer Das Erdgeschoss bietet der Ausstellung von Adrián Villar Rojas eine vollkommen leere Bühne. Sogar der von Peter Zumthor eingerichtete Kassentresen wurde für diese Ausstellung entfernt. Durch die Fenster strömt farbiges Licht. Auf dem Boden ist die enorme, unüberblickbare Vergrößerung eines Bildes ausgespannt. Die Darstellung des Gemäldes Madonna del Parto (1450–1475) von Piero della Francesca wurde in Argentinien handgefertigt. Sie zeigt Maria unter einem braun-samtenen Baldachin stehend, gerahmt von zwei Engeln, die das kostbare, mit Pelz gefütterte und mit Granatapfelmotiven bestickte Zierdach öffnen. Mit der rechten Hand berührt Maria den Schlitz an der Taille ihres vorn geknöpften blauen Kleids. Das berühmte Gemälde zeigt die schwangere Gottesmutter, deren Blick trotz ihres freudigen Zustands ernst und verloren wirkt. Adrián Villar Rojas arbeitet in größten Dimensionen. Seine Ausstellung hat bereits jetzt ihren gesicherten Platz in der großen Geschichte des Kunsthaus Bregenz. Selten wurden derart viele Materialien verarbeitet, selten so massiv Ressourcen in Anspruch genommen. Für das Kunsthaus Bregenz entwirft der Künstler einen vierteiligen Zyklus, eine Passage durch die Geschichte der menschlichen Kultur von ihrer Entstehung (Erdgeschoss) bis zu ihrer fragwürdigen Apotheose (3. Obergeschoss). Adrián Villar Rojas verwandelt das Kunsthaus Bregenz in einen Betonbunker, in dem die Kunstgegenstände letztlich gerettet werden. Der 1980 in Rosario in Argentinien geborene Villar Rojas wurde durch ortsspezifische Arbeiten bekannt. Bei der Bienal del Fin del Mundo 2009 in Patagonien ist ein steinerner Wal in einem Wald gestrandet. Die herabfallenden Blätter färben die Skulptur im rauen Herbstwetter rostrot. Erschütternd ist der Eindruck, einen vernarbten Zeugen aus dem Ozean an einem verlassenen Ort im äußersten Süden der Welt vorzufinden. Für die Biennale in Venedig errichtet Villar Rojas 2011 einen Wald aus steinernen Geschöpfen, die wie Säulen bis an die Decke reichen. Menschen müssen sich ihren Weg zwischen diesen surrealen Gebilden bahnen, die halb Knochen, halb monströse Maschinen darstellen. Villar Rojas schafft fantastische Landschaften, die assoziativ in die Tiefen der Evolution hinabtauchen. Er denkt in erdgeschichtlichen Zeitaltern, Urgeschichte und fernste Zukunft werden in seinen düsteren Raumbildern einander ähnlich. Das erste Geschoss des Kunsthaus Bregenz ist verdunkelt. Von der Decke hängen Pflanzen. Die gesamte Bodenfläche ist mit braunen Marmorplatten bedeckt. Die versteinerten Fossilien in den Platten wurden sorgfältig in Handarbeit freigelegt und sichtbar gemacht; rundliche Schneckenformen von Ammoniten sind zu erkennen, daneben langstielige Urwesen und Planktontiere. Manche Platten sind blockhaft zurechtgeschnitten, andere wirken wie leere Altäre oder Fundamente einer Ausgrabungsstelle. Zuweilen sind Steine geborsten oder weisen Kerben auf. Befinden wir uns an einer uralten Kultstätte, in einem Zeitalter am Ursprung des Menschen, in einem Kellerraum seines tragischen Seins? Adrián Villar Rojas wurde 1980 in Rosario, Argentinien, geboren. Er studierte an der Escuela de Bellas Artes in Rosario und war Stipendiat an der Clínica de Artes Visuales in Buenos Aires. Villar Rojas lebt und arbeitet in Rosario. Rojas? Einzelausstellungen aus jüngster Zeit waren unter anderem Rinascimento, Fondazione Sandretto Re Rebaudengo, Turin (2015); Two Suns, Marian Goodman Gallery, New York (2015); Fantasma, Moderna Museet, Stockholm (2015); Films Before Revolution, Museum Haus Konstruktiv, Zürich (2013), und Poems for Earthlings, SAM Art Projects, Jardin des Tuileries, Paris (2011). Villar Rojas hat Argentinien 2011 auf der 54. Biennale di Venezia vertreten, war 2012 auf der dOCUMENTA (13) in Kassel und Teilnehmer der Istanbul Biennial 2015. Adrián Villar Rojas erhielt zahlreiche Auszeichnungen wie den von der Sharjah Art Foundation verliehenen Sharjah Biennial Prize (2015) oder den Zurich Art Prize des Museum Haus Konstruktiv (2013).
Kunsthaus Bregenz

Karl Tizian Platz
A-6900 Bregenz

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posted 16. May 2017

Gerwald Rockenschaub - re-entry (third ear edit)

04. May 201714. Oct 2017
Gerwald Rockenschaub bedient sich in seinem komplexen Werk der gesamten Vielfalt minimalistischer und formalistischer Ausdrucksmöglichkeiten. Im Base 103 der Sammlung Goetz präsentiert er nicht nur die Werke aus dem Sammlungsbestand, sondern wird eigens für den Raum eine neue Installation entwickeln. Im Gegensatz zur radikalen Minimal Art hat sich Rockenschaub (1952*) nie von der Populärkultur distanziert, sondern von Anfang an ein Cross-over aus Kunst, Design, Medien und Alltagswelt gesucht. Er hat das minimalistische Konzept von seinen starren Regeln befreit und daraus seinen eigenen „funky Minimal“-Stil kreiert. Neben der Entwicklung einer eigenständigen künstlerischen Position arbeitet Rockenschaub auch als international erfolgreicher DJ. Kunst und Musik gehen bei ihm eine fruchtbare Symbiose ein. Bereits seine frühen Gemälde im Neo-Geo-Stil haben exakt das Format von LP-Covern. Im Base 103 setzt er den künstlerischen Dialog über den Gestaltungsspielraum von minimalistischer Kunst der Ausstellung „FarbRaumKörper“ mit anderen Mitteln als Erweiterung in den Raum fort. Kurator: Karsten Löckemann
Sammlung Goetz, München

Oberföhringer Straße 103
81925 Munich

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posted 15. May 2017

Felix Gonzalez-Torres

27. Apr 201724. Jun 2017
David Zwirner, 537 West 20th Street Felix Gonzalez-Torres On the occasion of the recent announcement that David Zwirner and Andrea Rosen Gallery will co-represent the Estate of Felix Gonzalez-Torres, David Zwirner is pleased to present the gallery's first exhibition dedicated to the artist's influential work. Felix Gonzalez-Torres is one of the most significant artists to emerge in the late 1980s and early 1990s. In its reduced formal vocabulary, conceptual rigor, and evocative use of everyday materials, the artist's work resonates with meaning that is at once specific and mutable; rigorous and generous; poetic and political. The exhibition spans several bodies of work from throughout the artist's career, presented in a series of distinct installations in nine spaces on two floors of the gallery's 537 West 20th Street location. The installations range from intimate to expansive and respond to the physical architecture and the simultaneously private and public nature of the gallery. Together, in their radical openness to interventions of site, audience, and context, the works on view challenge perceived notions of what constitutes an exhibition space, a public, an artwork itself. Felix Gonzalez-Torres (American, born 1957 Cuba) began his art studies at the University of Puerto Rico before moving to New York City in 1979. There, he attended the Whitney Independent Study Program, first in 1981 and again in 1983. Gonzalez-Torres received his BFA from Pratt Institute, New York, in 1983 and his MFA from the International Center of Photography and New York University in 1987. From 1987 to 1991, Gonzalez-Torres was a part of the artist collective Group Material, whose collaborative, politically-informed practice focused on community engagement and activist interventions. In 1988, he had his first one-man exhibitions, at the Rastovski Gallery, New York, INTAR Gallery, New York, and the New Museum of Contemporary Art, New York. His earliest billboard work, "Untitled" (1989), was installed at New York's Sheridan Square on the occassion of the twentieth anniversary of the Stonewall Rebellion. In 1990, a solo presentation of Gonzalez- Torres's work served as the inaugural exhibition of the Andrea Rosen Gallery, New York. Felix Gonzalez-Torres: Traveling, a survey of the artist's work, was presented at the Museum of Contemporary Art, Los Angeles, the Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Washington, D.C., and the Renaissance Society at the University of Chicago in 1994. The following year, the Solomon R. Guggenheim Museum, New York, organized a retrospective of his work, which traveled to the Centro Galego de Arte Contemporánea, Santiago de Compostela, Spain, and ARC- Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris. The artist participated in numerous group shows during his lifetime, including early presentations at Artists Space and White Columns in New York (1987 and 1988, respectively), the Whitney Biennial (1991), the Venice Biennale (1993), and the San Francisco Museum of Modern Art and the Art Institute of Chicago (both 1995). In 1997, the Sprengel Museum, Hannover, Germany, organized a posthumous solo exhibition and published a catalogue raisonné of the artist's work. The exhibition traveled to the Kunstmuseum St. Gallen, Switzerland and the Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, Vienna. Further solo exhibitions of his work were held at such institutions as The Art Gallery of South Australia, Adelaide (1998); The Douglas Hyde Gallery, Dublin (1999-2000); El Museo Nacional de Artes Visuales, Montevideo, Uruguay (2000-2001); Serpentine Gallery, London (2000); Le Consortium, Dijon (2002); and Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart, Berlin (2006). In 2007, Gonzalez-Torres was selected to represent the United States at the 52nd Venice Biennale. More recently, in 2010-2011, WIELS Contemporary Art Center, Brussels, organized a six-part traveling retrospective, Felix Gonzalez-Torres: Specific Objects without Specific Form, which was also presented at the Fondation Beyeler, Basel, and Museum für Moderne Kunst, Frankfurt. At each institution, Elena Filipovic curated a retrospective version of the exhibition which was reconsidered midway through its run by a collaborating artist-curator: Danh Vo, Carol Bove, and Tino Sehgal, respectively. A publication documenting the exhibition was recently released by Koenig Books. Further exhibitions devoted to the artist's work have been held at PLATEAU and Leeum, Samsung Museum of Art, Seoul, South Korea (2012); Metropolitan Arts Centre, Belfast, Northern Ireland (2015); and Rockbund Art Museum, Shanghai, China (2016).
David Zwirner - New York

533 West 19th Street
NY-10011 New York

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posted 14. May 2017

Comics! Mangas! Graphic Novels!

07. May 201710. Sep 2017
Mit über 250 Exponaten aus den USA, Europa und Japan ist Comics! Mangas! Graphic Novels! die bisher umfangreichste Ausstellung zur Geschichte dieser Gattung in Deutschland. Gesonderte Bereiche der Ausstellung sind Europa und Japan gewidmet, wo sich nach dem Zweiten Weltkrieg ganz eigene Traditionen ausbildeten. Der Comic war das erste Bild-Massenmedium der Geschichte. Ende des 19. Jahrhunderts erreichten die großen Tageszeitungen der USA damit Millionen von Lesern – und zwar Tag für Tag und sonntags in Farbe. Adressat war in erster Linie der erwachsene Zeitungsleser und erst dann Kinder und Jugendliche. Serien wie Winsor McCays Little Nemo in Slumberland oder Krazy Kat von George Herriman zeugen bis heute von der kulturellen Bedeutung des Mediums. Mit dem Aufkommen der »comic books« und der Superhelden in den frühen 1930er-Jahren entwickelte sich um den Comic die erste mediale Jugendkultur, lange vor Bill Haley und dem Rock’n’Roll. Mit Künstlern wie Robert Crumb oder Will Eisner und Figuren wie Asterix oder Barbarella gewann der Comic in den 1960er-Jahren auch zunehmend wieder ältere Leser. Im Zuge des kulturellen Wandels um 1968 avancieren sie zur »neunten Kunst« und mit dem Phänomen der »Graphic Novel« erleben wir heute die Entdeckung auch ihres bisher ignorierten literarischen Potentials. Zugleich hat sich der Manga als globales Phänomen etabliert.
BUNDESKUNSTHALLE Bonn

Friedrich-Ebert-Allee 4
53113 Bonn

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posted 13. May 2017

57. Venice Biennale 2017 | International Pavilion "Viva Arte Viva"

13. May 201726. Nov 2017
opening: 13. May 2017
Biennale Arte 2017 **The Golden Lions 2017 ** - Golden Lion for the best national contribution: Germany artist: Anne Imhof, curator: Susanne Pfeffer - Golden Lion for the best artist: Franz Erhard Walther - Golden lion for the work of life: Carolee Schneemann - Silver Lion for the best newcomer: Hassan Khan - Special mention National contribution: Brazil for the presentation of Cinthia Marcelle - Special mention Artist: Charles Atlas and Petrit Halilaj * **57th International Art Exhibition "VIVA ARTE VIVA"** Open to the public from Saturday May 13th to Sunday November 26th 2017, at the Giardini and the Arsenale, the 57th International Art Exhibition, titled VIVA ARTE VIVA, will be curated by Christine Macel and organized by La Biennale di Venezia chaired by Paolo Baratta. The preview will take place on May 10th, 11th and 12th, the awards ceremony and inauguration will be held on Saturday May 13th 2017. The Exhibition will also include 87 National Participations in the historic Pavilions at the Giardini, at the Arsenale and in the historic city centre of Venice. Four countries will be participating for the first time: Antigua and Barbuda, Kiribati, Nigeria and Kazakhstan (for the first time with its own national pavilion). The Italian Pavilion at the Tese delle Vergini in the Arsenale, sponsored and promoted by the Ministero dei Beni e delle Attività Culturali e del Turismo, Direzione Generale Arte e Architettura Contemporanee e Periferie Urbane, will be curated this year by Cecilia Alemani. Also for this edition, selected Collateral Events are expected. Promoted by non profit national and international institutions, they present their exhibitions and initiatives in Venice during the 57th Exhibition. **The International Exhibition VIVA ARTE VIVA** The Exhibition offers a route that unfolds over the course of nine chapters or families of artists, beginning with two introductory realms in the Central Pavilion, followed by another seven across the Arsenale through the Giardino delle Vergini. 120 are the invited artists from 51 countries; 103 of these are participating for the first time. «La Biennale must present itself as a place whose method—and almost raison d’être—is dedicated to an open dialogue between artists, and between artists and the public.» Paolo Baratta, President of La Biennale di Venezia, presents the Biennale Arte 2017 explaining that «the 57th Exhibition introduces a further development. It is as though what has always been our primary work method—encounter and dialogue—has now become the theme of the Exhibition, because this year’s Biennale is dedicated to celebrating, and almost giving thanks for, the very existence of art and artists, whose worlds expand our perspective and the space of our existence.» «Christine Macel has called it an Exhibition inspired by humanism. This type of humanism is neither focused on an artistic ideal to follow nor is it characterized by the celebration of mankind as beings who can dominate their surroundings. If anything, this humanism, through art, celebrates mankind’s ability to avoid being dominated by the powers governing world affairs. These powers, if left to their own devices, can greatly affect the human dimension, in a detrimental sense.» «In this type of humanism, the artistic act is contemporaneously an act of resistance, of liberation and of generosity.» «There is another aspect of the 57th Exhibition – states Baratta - which alone qualifies it, above and beyond all the themes or narrations: of the 120 artists who have been invited to the Exhibition by our curator, 103 are participating here for the first time. Some are discoveries; many others, at least for this year’s edition, are rediscoveries. And these courageous choices, too, are a concrete expression of our confidence in the world of art.» «This year, direct encounters with the artists have assumed a strategic role, to the point of becoming one of the pillars of La Biennale, whose program is of unprecedented size and commitment. Our curator’s main Exhibition is surrounded by the 87 pavilions of participating countries, each with its own curator, which will once more bring to life the pluralism of voices which is a hallmark of La Biennale di Venezia.» **Christine Macel has declared:** «Today, in a world full of conflicts and shocks, art bears witness to the most precious part of what makes us human. Art is the ultimate ground for reflection, individual expression, freedom, and for fundamental questions. Art is the last bastion, a garden to cultivate above and beyond trends and personal interests. It stands as an unequivocal alternative to individualism and indifference.» «The role, the voice and the responsibility of the artist are more crucial than ever before within the framework of contemporary debates. It is in and through these individual initiatives that the world of tomorrow takes shape, which though surely uncertain, is often best intuited by artists than others.» «VIVA ARTE VIVA is an exclamation, a passionate outcry for art and the state of the artist. VIVA ARTE VIVA is a Biennale designed with artists, by artists and for artists.» **The Nine Trans-Pavilions:** Each of the nine chapters or families of artists of the Exhibition «represents a Pavilion in itself, or rather a Trans-Pavilion as it is trans-national by nature but echoes the Biennale’s historical organisation into pavilions, the number of which has never ceased to grow since the end of the 1990s.» «From the “Pavilion of Artists and Books” to the “Pavilion of Time and Infinity”, these nine episodes tell a story that is often discursive and at times paradoxical, with detours that mirror the world’s complexities, a multiplicity of approaches and a wide variety of practices. The Exhibition is intended as an experience, an extrovert movement from the self to the other, towards a common space beyond the defined dimensions, and onwards to the idea of a potential neo-humanism.» «VIVA ARTE VIVA also seeks to convey a positive and prospective energy, which whilst focusing on young artists, rediscovers those passed away too soon or those who are still largely unknown despite the importance of their work.» «Starting with the Pavilion of Artists and Books, the Exhibition reveals its premise, a dialectic that involves the whole of contemporary society, beyond the artist himself, and addresses the organisation of society and its values.» «Art and artists are at the heart of the Exhibition, which begins by examining their practices, the way they create art, halfway between idleness and action, otium and negotium.» A series of parallel events will animate the Exhibition,following «the same curatorial premise, which is to place artists at the heart of the exhibition. The catalogue is exclusively dedicated to the artists who are invited to present visual and textual documentation about their practice and their environment.» **Open Table (Tavola Aperta)** «Artists will be the guiding force behind VIVA ARTE VIVA and they will begiven the opportunity to be heard. Every Friday and Saturday of every week, during the six months of the exhibition, artists will host an Open Table (Tavola Aperta) and meet visitors over a casual lunch to hold a lively conversation about their practice. These bi-weekly events will be organized in two dedicated spaces refurbished for this purpose in front of the Central Pavilion of the Giardini and in the new Sala d’Armi in the Arsenale. The Open Table (Tavola Aperta) events will be streamed live on La Biennale’s website.» **Artists Practices Project** «A permanent space will also be created in both Exhibition venues for the Artists Practices Project, a series of short videos made by the artists about themselves and their way of working.» Starting from February 7th until the opening of the Exhibition, videos will be uploaded on la Biennale’s website, giving the public the opportunity to become familiar with the invited artists. «These two parallel projects – commented Macel - are open to all artists in the Art Biennale. All National Pavilions are welcome to host their own Open Table (Tavola Aperta) event on Wednesdays and Thursdays, also to enrich with videos the database on the artists.» **Unpacking My Library** «Finally, the project titled Unpacking My Library, inspired by Walter Benjamin’s essay published in 1931, allows the artists of VIVA ARTE VIVA to compile a list of their favourite books. This is both a way to get to know the artists better and a source of inspiration for the public. The list of books will be published in the exhibition at the Central Pavilion and in the catalogue. The books listed by all the participating artists will be available to visitors at the Stirling Pavilion in the Giardini.» **Special projects and performances** «Several special, site specific and performance projects have been commissioned especially for the Giardini, the Giardino delle Vergini and other venues around the city of Venice. A dense programme of approximately twenty performances will be held during the opening week. The performances will all be streamed live on La Biennale’s website. The videos will remain on view in a dedicated room of the Arsenale.» **COLLABORATIONS** For the second consecutive year La Biennale di Venezia confirms the collaboration with the Victoria and Albert Museum ofLondon for the Special Project Applied Arts Pavilion, located in Sale d’Armi of the Arsenale. It will be curated by the Cuban artist and sculptor Jorge Pardo, whose work blends art and design together. The agreement with Teatro La Fenice is renewed for the Special Project dedicated this year to the opera Cefalo e Procri, music by Ernst Krenek and libretto by Rinaldo Küfferle. Premiered at the Biennale Musica 1934 at Teatro Goldoni, it will be staged at Teatro Malibran in Venice from September 29th to October 7th, 2017. The project is entrusted to the French artist Philippe Parreno, suggested by Christine Macel, curator of Biennale Arte 2017. The initiative continues the collaboration between La Biennale and La Fenice, which is started in 2013 with the Madama Butterfly, whoseJapanese artist Mariko Mori designed the sets and costumes under the direction of Àlex Rigola, former artistic director of the Biennale Teatro; and then in 2015, with the new production of Norma, whosestage, set and costumes were designed by the American artist Kara Walker. BIENNALE SESSIONS, the project for Universities The Biennale Sessions project will be held again for the eighth consecutive year, following the success of its previous editions. This initiative is dedicated by La Biennale to institutions that develop research and training in architecture, the arts and related fields, and to Universities and Fine Arts Academies. The goal is to offer favourable conditions for students and teachers to organize three-day group visits for fifty people or more, offering reduced price meals, the possibility to organize seminars free of charge at the Exhibition's venues, and assistance in organizing their journey and stay. **EDUCATIONAL** Educational activities will again be offered for the year 2017, addressed to individuals and groups of students from schools of all levels and grades, from universities and fine arts academies, and to professionals, companies, experts, architecture fans and families. These initiatives aim to actively involve participants in both Guided Tours and Creative Workshops. **PUBLICATIONS** The official catalogue, titled VIVA ARTE VIVA, consists of two volumes. Volume I is dedicated to the International Art Exhibition, and is edited by Christine Macel. Volume II is dedicated to the National Participations, the Special Projects and the Collateral Events. The Exhibition Guide is conceived to accompany the visitor through the exhibition. The design of the graphic identity of Biennale Arte 2017 and the layout of the books are by Studio deValence, Paris. The 3 books are edited and published by La Biennale di Venezia. **LA BIENNALE DI VENEZIA 2017: Festivals and Biennale College** During the whole duration of the Exhibition, activities pertinent to all the Biennale’s sectors will be expected: in June, the 11th International Festival of Contemporary Dance (directed by Marie Chouinard); in July and August, the 45th International Theatre Festival (directed by Antonio Latella); between late August and early September, the 74th Venice International Film Festival (directed by Alberto Barbera); in October, the 61st International Festival of Contemporary Music (directed by the composer Ivan Fedele); not to mention the important “college” activities which have been organized in each sector. Many of these initiatives will take place at the Arsenale, inside the venues of the International Art Exhibition itself.
Venice Biennale

Ca’ Giustinian, San Marco 1364/A
30124 Venice

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posted 12. May 2017

Future Generation Art Prize 2017 @ Venice

12. May 201713. Aug 2017
opening: 11. May 2017
[Venice Biennale 2017 | Collateral Events](http://kunstaspekte.de/event/57-venice-biennale-2017-collateral-events) * Location: Palazzo Contarini Polignac Dorsoduro 874, Venice, Italy Opening hours: 10 am – 6 pm daily (Mondays off). Admission is free. Preview Days: 10 – 12 May 10 am – 6 pm Opening Reception: Thursday 11 May (by invitation only) PinchukArtCentre and Victor Pinchuk Foundation will present an exhibition at the Biennale Arte 2017 of the work of 21 young artists from 16 different countries, shortlisted for the 4th edition of The Future Generation Art Prize, the global art prize for artists up to 35. The exhibition is an official Collateral Event of the 57th International Art Exhibition – La Biennale di Venezia. It will be on view in the spectacular setting of the Palazzo Contarini Polignac from 12 May to 13 August 2017. The Future Generation Art Prize is widely acknowledged as a springboard for emerging talent. Lynette Yiadom Boakye won the Prize in 2012, before going on to be shortlisted for the Turner Prize and have a highly successful solo show at the Serpentine Gallery in London. The winner of the first edition of the Prize, Cinthia Marcelle, will represent Brazil at the 57th International Art Exhibition. The 21 artists on show this year in Venice, chosen from amongst 4,500 entries, include among others the winner of the $100,000 Future Generation Art Prize 2017, the South African artist Dineo Seshee Bopape, and the winner of the $20,000 Special Prize, Kenyan/British artist Phoebe Boswell. In addition there will be new work by the other shortlisted artists who are: Njideka Akunyili Crosby, 33 (Nigeria / United States), Iván Argote, 32 (Colombia / France), Firelei Báez, 35 (Dominican Republic / United States), Vivian Caccuri, 30 (Brazil), Sol Calero, 34 (Venezuela / Germany), Asli Çavuşoğlu, 34 (Turkey), Vajiko Chachkhiani, 31 (Georgia / Germany), Carla Chaim, 33 (Brazil), Christian Falsnaes, 35 (Denmark / Germany), EJ Hill, 31 (United States), Andy Holden, 34 (United Kingdom), Li Ran, 30 (China), Ibrahim Mahama, 29 (Ghana), Rebecca Moss, 25 (United Kingdom), Sasha Pirogova, 29 (Russia), Kameelah Janan Rasheed, 31 (United States), Martine Syms, 28 (United States), Kemang Wa Lehulere, 32 (South Africa), Open Group (Ukraine). The Future Generation Art Prize @ Venice 2017 exhibition is curated by Björn Geldhof, Artistic Director of the PinchukArtCentre and invited curator Anna Smolak. The winners were announced at an exhibition at PinchukArtCentre, which opened in February 2017, chosen from the shortlist by a distinguished international jury consisting of Nicholas Baume, Director and Chief Curator, Public Art Fund, New York; Iwona Blazwick, Director, Whitechapel Art Gallery, London; Björn Geldhof, Artistic Director, PinchukArtCentre, Kyiv and YARAT, Baku; Mami Kataoka, Chief Curator, Mori Art Museum, Tokyo and Curator, 21st Biennale of Sydney 2018; Koyo Kouoh, Founding Artistic Director, Raw Material Company, Dakar; Jochen Volz, curator of the 32nd São Paulo Biennial and General director of Pinacoteca, São Paulo, Brazil; Jérôme Sans, Co-Founder, Palais de Tokyo Paris and Artistic Director, Perfect Crossovers, Paris-Beijing. Launched in 2009 by the Victor Pinchuk Foundation, the Future Generation Art Prize is a worldwide contemporary art prize, created to discover, recognise and give long-term support to a future generation of artists. It is important contribution to the open participation of younger artists in the dynamic cultural development of societies in global transition. A distinguished Board oversees the Future Generation Art Prize. With Victor Pinchuk as its Chairman, the Board includes four patron artists Andreas Gursky, Damien Hirst, Jeff Koons and Takashi Murakami, the collectors Eli Broad, Dakis Joannou, Elton John, Miuccia Prada and museum directors Richard Armstrong (Solomon R. Guggenheim Foundation and Museum, Glenn D. Lowry (The Museum of Modern Art) and Alfred Pacquement (Musée Nationale d'Art Moderne, Centre Georges Pompidou). http://futuregenerationartprize.org/en
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posted 11. May 2017

Nairy Baghramian: Dwindle Down

04. May 201710. Jun 2017
opening: 04. May 2017 18:00
Opening reception, Thursday, May 4th, 6-8 pm. Marian Goodman Gallery New York is delighted to announce our first solo exhibition in New York by Nairy Baghramian, which will open on Thursday, May 4th, and run through Saturday, June 10th. Nairy Baghramian’s work comprises sculpture and installation often in reference to architecture and the fragmented human body. Her work addresses temporal, spatial and social relationships to language, history, and the present, with forms which materialize in response to contextual conditions or the premises of a given medium. These structures offer the possibility of an open and discursive dialogue in response to a site, or a freeing of the assigned relationship between an object and its meaning. In this exhibition the idea that one thing might not so obviously lead to another could be a fittingly transitional place to start. A series of fragmented floor to ceiling glass pipes held together with zinc bands and dabs of chemical adhesive sealing the bond mounted on the walls recall downpipes internalised, an inverted facade. But only from a distance, like a thing laterally removed from itself, no longer able or required to function or sign in. These layered conduits are patinated with smoky residues - suggestive of use and the passing of material through them. The nature of the absent compound, liquid or gaseous, skyward or earthward bound undeterminable. As sculpture they have no material body, they surround a cylindrical space. But also as sculpture in a gallery they nevertheless command and redefine space as much as windows, walls or the view. They invite the dichotomies of airiness and weight, aloof poise and dependence. As a counterweight to them are: an image of an object and that object again translated as sculpture. Both literally ungraspable, beyond reach, they depict an odd tool unrecognizable to a layperson for use in plumbing. Perhaps there is a sense of the need to repair, be constructive, to add to, although the action is necessarily delegated from the hands to the head atop a moving body, as the paternoster-like image on the invitation card hints. What then to make of the exhibition title ‘Dwindle Down’? Reduction to the essential, saying what needs to be said and no more is something of a Modernist dictum, a respite from the too-full or over-the-top - but then comes the problem of loss. What if a trickle is really just a dwindle? If the sculptures here allude to infrastructure, to utilities, to apparatuses for the conveying of, it is perhaps to indicate that we need such supports and systems to move material - such as ideas. And by extension art and the social in symbiosis. Who said we might judge a society by its plumbing? Baghramian makes work which points to conditions of context, site, and medium (the removal of plinths didn't do away with the need for a stable ground for instance), but also to what we outside but integral to the arts might face. Her work embraces the sculptural as it has been rethought at least since the 1960s - trusting both the reticence and revelatory in material and form - in order to turn and ask what might a thing be in this world to us (all different) in an unfolding now? Positing a sculptural relation between a thing and meaning only then to try and loosen the binds – not to cast them off-- but through abstraction, a love of the discursive, a belief in the cultured life, to allow a freer potential for connectivity. In the rear space of the gallery a firehose of improbable dimensions is coiled. But it is your thought that is already fluid in these rooms, so perhaps it can simply stay ready. Nairy Baghramian’s work will be on view this summer at Documenta 14 and Sculpture Project Muenster 17 . A solo exhibition of her work is scheduled for the Fall of 2017 at The National Gallery of Denmark. In 2018 she will have solo presentations at The Nasher Center, in Dallas, Texas and the Crystal Palace at the Reina Sofia Museum, Madrid. Her solo exhibition Déformation Professionnelle, recently closed at S.M.A.K, Museum of Contemporary Art, Ghent, Belgium and will travel to The Walker Art Center, Minneapolis in September 2017 in combination with her contribution to the new opened sculpture garden. Other recent exhibitions include Scruff of the Neck (Supplements) at Museum Haus Konstruktiv, Zürich, Switzerland on the occasion of the Award of the Zurich Art Prize 2016; (2016); Hand Me Down, Museo Tamayo, Mexico City, Mexico (2015); Slip of the Tongue, Punta della Dogana, Venice (2015), French Curve/Slip of the Tongue, Art Institute of Chicago, US (2014); Could Shoulder Serralves Museum, Porto, Portugal (2014); Fluffing the Pillows, MIT Visual Arts Center, Cambridge, US (2013); Retainer, Sculpture Center, New York, US (2013); Fluffing the Pillows, Kunsthalle Mannheim, Germany (2012); Privileged Points, Stedelijk Museum Amsterdam NL (2011); The Walkers Day Off (with Phyllida Barlow), Serpentine Gallery (2010); The Walkers Day Off, Kunsthalle Baden-Baden, Germany (2008); Es ist ausser Haus, Kunsthalle Basel, Switzerland (2006). She has participated in the Glasgow International Festival of Visual Art, Scotland (2012); the 45th International Venice Biennial, Italy (2011); the 8th and 5th Berlin Biennale, Germany (2014 / 2008); and Sculpture Project Muenster 07, Germany (2007). Nairy Baghramian has been the recipient of the Zurich Art Prize, 2016; the Arnold-Bode Prize, Kassel, 2014; the Hector Prize, Kunsthalle Mannheim, 2012; and the Ernst Schering Foundation Award, 2007. Please join us at the opening reception for the artist on Thursday, May 4th from 6-8 pm.
Marian Goodman Gallery, New York

24 West 57th Street
NY-10019 New York

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posted 10. May 2017

Gavin Turk / Jens Wolf - Risse in der Wirklichkeit

02. Apr 201725. Jun 2017
Was ist Realität und wo überlagern sich ihre Abstraktion, Original und Kopie? Die Grenzen sind heute fließend und lösen sich immer weiter auf. Mit der Ausstellung „Risse in der Wirklichkeit – Gavin Turk / Jens Wolf“ präsentiert Marta Herford zwei Künstler aus der eigenen Sammlung, deren Werke in dialogischer Form miteinander korrespondieren: Gavin Turk aus der Generation der Young British Artists und Jens Wolf, ein Vertreter der neuen Abstraktion in der Malerei. Fast vierzig Werke, darunter großformatige Gemälde, filigrane Skulpturen und eine temporäre Wandarbeit, die eigens für die Ausstellung entstanden ist, eröffnen einen Raum, um über Aneignung und Nachahmung nachzudenken und dabei immer wieder erstaunliche Bezüge zur Kunstgeschichte aufzuzeigen. Konzepte der Autorschaft und Originalität werden hier von beiden Künstlern mit einem ironisch-kritisch Unterton hinterfragt. „Alle Kunst ist auf die eine oder andere Art Aneignung – schon deshalb, weil sie im Kontext der Kunst gesehen wird.“ Gavin Turk Der britische Künstler Gavin Turk beschäftigt sich mit so unterschiedlichen Arbeitstechniken, Ausdrucksformen und Themen, dass man dahinter nur schwerlich die Handschrift eines einzelnen Künstlers vermuten würde. Mythos und Inszenierung spielen in seinem Werk eine entscheidende Rolle. Bekannt wurde Turk mit seiner Graduierungsausstellung am Royal College of Arts in London. In einem leeren, weißen Raum montierte er ein blaues Keramikschild mit der Aufschrift „Borough of Kensington, Gavin Turk, Sculptor, worked here, 1989–1991“ (Stadtbezirk Kensington, Gavin Turk, Bildhauer, arbeitete hier 1989–1991). Mit dieser Geste inszenierte er sich als bereits verstorbener, renommierter Künstler. Immer wieder bringt Turk seine Person in sein Werk mit ein, beispielsweise wenn er bekannte Persönlichkeiten wie etwa Elvis Presley lebensecht als Wachsfigur nachformt und deren Antlitz mit seinem eigenen verschmelzen lässt. Durch diese Selbstinszenierung schafft er einen Mythos um sich als Künstlerfigur. Auch spielt die Idee des Ready-mades eine wichtige Rolle: In Glasvitrinen präsentiert die Ausstellung scheinbar profane Alltagsgegenstände wie eine Toilettenpapierrolle, Plastikbecher oder ein Auspuffrohr. Erst durch genaues Hinsehen oder beim Lesen der Werkangaben fällt auf, dass es sich um perfekt bemalte Bronzegüsse handelt. Scheinbar zufällig sind weitere Bronzen einer Feuerstelle und eines Schlafsacks am Boden im Raum verteilt. Zudem finden sich ganz konkrete Bezüge zu Künstlern wie Josef Albers, dessen farbenfrohe Satztische – entworfen 1926 für die Villa Möllenhoff – Turk nachbaute, um darauf weitere Abgüsse von Farbtuben auszustellen. Die Installation „Telesthesia“ schließlich überträgt das Selbstportrait „La Clairvoyance“ (Das Hellsehen, 1936) des Surrealisten René Magritte in den dreidimensionalen Raum. Hierbei werden nicht nur Autorschaft und Authentizität teilweise ironisch nachgezeichnet, sondern mit der Übernahme dieser künstlerischen Ideen stellt Turk die traditionelle Vorstellung von Original und Kopie in Frage. „Ich möchte mit der Aneignung auf meine Inspirationsquellen hinweisen und einen Ausschnitt der Geschichte der geometrischen Malerei aufzeigen.“ Jens Wolf Mit „Risse in der Wirklichkeit“ zeigt Marta Herford aber auch den Maler Jens Wolf in seiner ersten Museumsausstellung. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Mit Gavin Turk verbindet sein Werk unter anderem die Frage nach der Aneignung und Auseinandersetzung mit kunsthistorischen Vorbildern. Wolfs kleinformatige, geometrische Gemälde nehmen Josef Albers Farb- und Formstudien „Homage to the Square“ (Huldigung an das Quadrat, ab 1950) als Thema wieder auf. Durch die Ineinanderschachtelung von Quadraten ergründete Albers seinerzeit die grundsätzliche Wirkung von Farbe. Jens Wolf übernimmt das Motiv, zieht es aber zu einem Rechteck. Feine Bleistiftlinien, kleine Unebenheiten oder ein Übermalen der Kanten der Rechtecke sind bei genauem Hinschauen zu erkennen. Teilweise sind die Bildkanten der Sperrholzplatten abgesplittert, die so die Geschlossenheit des Formats auflösen. Die präzise Malweise und die klaren Formen werden so durch konstruierte Fehler unterbrochen. Vorbilder für Wolf, die in weiteren ausgestellten Werken nachklingen, sind u.a. die Hard Edge-Künstler Frank Stella oder Kenneth Noland, deren geometrische Formen und hart aufeinander treffende Farbflächen er in seinen Werken wieder aufgreift. Ausgehend von Motiven zweier so genannter Patternboards – einer Art Vorlagenbild, das Wolf für fast alle seine Werke anfertigt – entstand darüber hinaus ein neues Wandbild für die Marta-Ausstellung, das eine starke räumliche Wirkung erzeugt. Mit Silberfolie und Stoff übertrug Wolf ein raffiniertes Bewegungsspiel aus Stufen und Flächen auf die Wand, das den Raum neu ausrichtet.
MARTa Herford

Goebenstr. 4-10
32052 Herford

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posted 09. May 2017

Famed. Revolte

22. Apr 201710. Jun 2017
opening: 22. Apr 2017 16:00
Revolte Opening: April 22, 4 pm – 8 pm www.SpinnereiGalleries.de Additional opening hours within the Spinnereirundgang: April 29, 11 am – 6 pm April 30, 11 am – 4 pm Famed, passing glory, accustomed beauty, the silver box gleaming in the sun of the art world. Someone is sending an SOS. Get us out of here! We find the minor stars on the internet, revolution as pose. The smartphone as handgun, firing the arab spring and now disappearing behind the surreal practices of the situation. We set fire, we build up, we destroy, in order to deconstruct the illusion of unity and purity, but also of art and artist at the heart of the periphery. "We have a situation here." But this is turned back on itself, subversively imitated. The agents of institutional critique wrap themselves in a cloak of rebellion, since "in art the revolt fulfils and perpetuates itself in true creation, not in critique or commentary“. Critique tries to keep up, commentary tends to digress. But isn't it absurd, this claim of creation, to participate in the uprising of signs? In the state of exhaustion the fervour of resistance spills on the value chain of cultural capital. "Why don’t I keep sleeping for a little while longer and forget all this foolishness?“ No, without respite, the spirit of perpetual negation is called to interpret the world, even if no artist accepts the real. No relevance, no acceptance. In the flow of language the vanguards paint the grim image of disaster in the white cube. Your work of art is a battlefield in the struggle for the defence of the critical practice of progressive art. "Buy A Revolt That Never Ends at a low price." In the shimmer of neon lights we turn away from the spectacle of consumption and transport the fast pose of digital upheaval into the eternal return of the old. A collective moves in the circle of the economy of attention and promises salvation from the profanity of everyday life. What hubris, after Dada, the surrealists, the situationists and all the others to again adopt a revolution! – Frédéric Bußmann

artist

Famed 
ASPN Leipzig

Leipziger Baumwollspinnerei | Spinnereistraße 7
04179 Leipzig

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posted 08. May 2017

FONDO ANIMAL

25. Mar 201720. May 2017
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posted 07. May 2017

Roxy Paine

02. May 201701. Jul 2017
venues: galleries at 293 and 297 Tenth Avenue Paul Kasmin Gallery is pleased to announce Farewell Transmission, a two-venue exhibition of recent sculpture by Roxy Paine. The exhibition will be on view from May 2 to July 1, 2017, spanning the galleries at 293 and 297 Tenth Avenue. This is the artist’s first major New York solo exhibition in three years and the first of his sculpture at Paul Kasmin Gallery. Over the past 25 years, Paine’s sculptures ruminate upon the clash of the human and the natural worlds, and the warring of chaos and control that result from humanity’s attempts to manage the process. Fusing organic forms, such as trees, flowers, and fungi with man-made structures and materials among which include stainless steel, epoxy, and polymer, Paine invents, distorts, surprises and confounds our perception of the natural and inorganic and the real and artificial. Farewell Transmission presents two distinct series, Dioramas and Dendroids; each express the artist’s anxieties about the human impact on our habitat and the mechanized tools that seek to impose order and control, often to disordered and unpredictable ends. In his Dioramas, Paine adopts and adapts a format familiar within the natural history museum, but instead of employing human artifice to represent the natural world, Paine’s Dioramas use organic materials to represent quotidian environments where the fundamental states of the Homo Sapien can be observed. Rooted in the Greek language, diorama translates to “through that which is seen.” Paine’s Dioramas are a device through which one can examine our own habitat, culture and society. Seemingly innocuous at first, each Diorama presents a room devoid of actual figures, yet charged with their psychological dilemmas. Meeting, 2016, is the artist’s most intimate in scale from the series, and implies through attentive details such as a ring of non-descript office chairs, the community space that hosts one of the variety twelve-step substance abuse programs. experiment, 2015, the only diorama of an actual historical event, though one for which we have no photographs, depicts the setting of a 1950s-70s CIA surveillance program examining the effects of LSD. Looking at this hallucinatory experience through another surveilling environment heightens the paranoid feelings of control, manipulation and misguided forensic observation. Personal associations and past encounters with these familiar spaces inevitably creep into the imagined scenes of the Diorama, collapsing the distance between the viewer and that which is on view. The new Dendroids, Paine’s first iteration in over 5 years of his iconic stainless steel sculptures, further expand upon this multifaceted, yet imperfect, transformation of the industrial into the natural, with even more daring grafting, beguiling engineering, and wild experimentation. In the new woks, tree trunks, branches and roots intertwine with lungs and hearts, or with electricity poles and debris and detritus. Ground Fault, 2016, poetically melds a tree’s roots and trunk with two transformers that are used to circulate electromagnetic energy. Paine’s Dendroids continue to reveal the intrinsic affinities and twisted connectivity of a tree’s form with other plant, human and man-made systems. In Desolation Row, 2017, a remarkable new work, Paine synthesizes the tree silhouettes of the Dendroids, the simulation of the Dioramas and the expansiveness of his earlier Fields series to replicate nature in solitude and at its most poignant moment. Returning to the motif of the tree, Paine presents them in Desolation Row as charred, barren, and destroyed. Positioned across a 13-ft table, Desolation Row is an unflinching portrayal of the infinite cycle of control and chaos reaching its devastating yet paradoxical conclusion where Paine leaves the question of renewal to be resolved. Roxy Paine (b. 1960, New York, NY) lives and works between New York City and Treadwell, NY. His work is the subject of numerous museum exhibitions worldwide including Roxy Paine: Serotonin Reuptake Inhibitor at Beeler Gallery, Columbus College of Art & Design, OH, 2016–17; Natura Naturans at Villa Panza, Varese, Italy, 2015–16; and Roxy Paine: Scumaks and Dendroids at Nelson-Atkins Museum, Kansas City, MO in 2011. In 2009, Paine was selected to create Maelstrom, a site-specific installation for the rooftop garden at the Metropolitan Museum of Art. His work has been installed in prominent public venues such as Madison Square Park in 2009 and Central Park in 2002. Paine has been the recipient of many prestigious awards, including John Simon Guggenheim Memorial Foundation Fellowship, the Asher B. Durand Award by the Brooklyn Museum and the Trustees Award for an Emerging Artist by the Aldrich Contemporary Art Museum. His work is included in prominent public collections, including the Museum of Modern Art New York, Museum of Modern Art San Francisco, and the Museum of Contemporary Art Los Angeles, National Gallery Sculpture Garden, Washington, D.C., North Carolina Museum of Art, Seattle Art Museum, The Whitney Museum of American Art, New York, and Hirshhorn Museum & Sculpture Garden, Washington, D.C. In 2018, the city of San Francisco will inaugurate its Central Subway Project with a new site-specific sculptural installation by Paine. A major monograph of the artist’s work will be published by Rizzoli next year.

artist

Roxy Paine 
Paul Kasmin Gallery, New York

293 & 297 Tenth Avenue
NY- 10001 New York

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