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Matthew Burbidge: Alte Meister


04.02.06-01.04.06

Villa Grisebach Gallery
Fasanenstraße 25
10719 Berlin
Deutschland
fon +49-30-885 915-0
info@grisebach-gallery.de
homepage


Matthew Burbidge: Alte Meister

Mit „Alte Meister“ erhält Matthew Burbidge (*1970 in Cuckfield, England) seine erste Einzelausstellung in der Villa Grisebach Gallery. Nach seinem erfolgreichen Debüt in der Galerie mit der Ausstellungsbeteiligung Spring Sculpture Park im vergangenen Jahr freuen wir uns, vom 4. Februar bis 1. April neue Arbeiten von Matthew Burbidge zeigen zu können. In den drei Räumen der Galerie werden über 100 Objekte zu sehen sein: Gemälde, Papierarbeiten und Skulpturen.

Über einen Tisch ist lose ein Tuch gelegt, darauf liegt ein dicker Stapel weißen Papiers, der in blauer Spraylackfarbe getränkt ist. Auf dem Papierstapel sitzt eine Nippes-Eule, der ein leerer Kelch gegenübergestellt ist. – Ein Bild ist zusammengesetzt aus einer Holzplatte, die mit Geschenkpapier beklebt ist. Darüber ist in die rechte obere Ecke gerückt und auf den Kopf gestellt die Reproduktion eines Stillebens geklebt: holländisches 17. Jahrhundert, ein Vanitas-Stilleben. Über das Ganze ist ein weißer Holzrahmen montiert. - Bei einer anderen Wandarbeit besteht die Leinwand aus einem gemusterten Stoff mit Streifen, der so über den Keilrahmen gespannt ist, daß eine leichte „Verwischung“ stattfindet. Die obere linke Ecke der Leinwand ist mit bronzefarbenem und hellblauem Spraylack so bearbeitet, daß die Farbe in langen Tropfspuren über das Muster läuft.

Mit gewohnt chaotischer Finesse hat Matthew Burbidge die über 100 Arbeiten aus gefundenen Alltagsmaterialien und ausgesuchten Ready-Mades zusammengebaut. Teilweise motorisiert sind die Möbelstücke, Holzteile, Stoffe, Papiere, in wilder Assoziation und mit den Allzweckwaffen des Künstlers, Heißkleber und Schrauben, verbunden. Hinzu kommen die Referenzen an die „Alten Meister“, dem Thema, mit dem Burbidge sich seit einiger Zeit beschäftigt. Reproduktionen von Meisterwerken, Farbausdrucke, Postkarten oder ein Bilder-Puzzle stehen neben malerischen Verweisen auf die modernen Meister und auf einige große Zeitgenossen. Spiegel und Silberketten kommen daher vor, Spielkarten und Kacheln. Man trifft auf Bilder und Bemalungen, die große Malerei zitieren: abstrakte Farbflächen, Allovers, Schnitte und Hard-Edge-Elemente, die meist zu Combine Paintings ausgebaut sind.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Essay des Berliner Kunsthistorikers und Philosophen Matthias Vollmer.

Pressetext